Johannes Argyropulos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johannes Argyropulos (mittelgriechisch Ιωάννης Ἀργυρόπουλος, italienisch Giovanni Argiropulo; * um 1415 in Konstantinopel; † 26. Juni 1487 in Rom) war ein byzantinischer Humanist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1437 und 1439 kam Argyropulos mit Basilius Bessarion im byzantinisch-kaiserlichen Gefolge nach Italien und nahm am Konzil von Ferrara/Florenz teil. In den Jahren 1441–1444 studierte er an der Universität Padua Philosophie und wurde dort promoviert. Anschließend lehrte er zwischen 1448 und 1453 in Konstantinopel am Katholikon Museion. Nach der Belagerung von Konstantinopel (1453) durch die Türken reiste er einige Zeit durch Italien. Anno 1454 besucht er in Mistra die Schule Georgios Gemistos Plethons. Zwei Jahre darauf sandte ihn Thomas Palaiologos nach Italien, Frankreich und England, um dort auf das Schicksal der von den Türken gefangenen Griechen aufmerksam zu machen. Zwischen 1457–71 und 1477–81 lehrte er Philosophie am Studio in Florenz an der Seite Marsilio Ficinos. In den Jahren 1471–77 und 1481–87 war er auf Berufung von Papst Sixtus IV. Lehrer an der von Andreas Johannes Laskaris begründeten Griechischen Akademie in Rom.

Zu seinen Schülern gehörten Angelo Poliziano, Lorenzo il Magnifico, Bartolomeo Platina und Johannes Reuchlin. Er übersetzte auch Schriften, u.a. des Aristoteles, und verfasste eine Schrift über den Ausgang des Heiligen Geistes, was ihn als Anhänger der Kirchenunion kennzeichnet.

Abbildungen in Handschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]