Johannes F. Sievert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Johannes F. Sievert auf der Berlinale 2016

Johannes F. Sievert (* 28. September 1968 in Bielefeld) ist ein deutscher Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes F. Sievert studierte nach dem Abitur an den Universitäten in Bochum, Köln, Bielefeld und Berlin Film- und Fernsehwissenschaften. Daneben war er Geschäftsführer des elterlichen Schuheinzelhandels und drehte im Rahmen der Weiterbildung an der Kaskeline-Filmakademie seinen ersten Kurzfilm Nocturne. Danach arbeitete er in verschiedenen Positionen für diverse Fernseh- und Kinoproduktionen, unter anderem bei Peter Bogdanovich, Robert Schwentke, Bob Rafelson und Max Färberböck. Von 2002 bis 2005 studierte er an der ifs internationalen Filmschule Köln bei Dominik Graf Filmregie.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 veröffentlichte Sievert seine Magisterarbeit als Buch Theoretische und filmanalytische Aspekte in Ridley Scotts Blade Runner.

2005 drehte er an der ifs seinen Abschluss-Kurzfilm KomA, der von dem Amoklauf eines Jugendlichen handelt und auf vielen renommierten Filmfestivals im In- und Ausland lief, wie dem 11. International Student Film Festival Tel Aviv.[1][2] I

2008/2009 drehte er den Dokumentarfilm Junge Hunde, der zehn zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilte jugendliche Inhaftierte der JVA Siegburg beim Einstudieren eines Theaterstücks begleitet.[3] 2009 drehte er das Making-Of Gangsta Fiction für die Mini-Serie Im Angesicht des Verbrechens.

2010 war er Regisseur der Episode Sinan G. des Episodenfilms Zeche is nich – Sieben Blicke auf das Ruhrgebiet 2010.[3] 2011 gründete er die Augustin Film KG und produzierte u. a. das Making-Of für den Kinofilm Die geliebten Schwestern von Dominik Graf.

2015 drehte er mit Rewind seinen ersten Spielfilm, der bei den internationalen Hofer Filmtagen 2017[4] seine Premiere erlebte.[5] Ebenfalls 2015 begannen die Dreharbeiten zu dem gemeinsam mit Dominik Graf inszenierten Dokumentarfilm Verfluchte Liebe deutscher Film, der auf der Berlinale 2016 seine Uraufführung erlebte. Im selben Jahr wurde die ebenfalls gemeinsam mit Graf gedrehte Fortsetzung Offene Wunde deutscher Film begonnen, die während der Berlinale 2017 zur Uraufführung kam.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes F. Sievert: Theoretische und filmanalytische Aspekte in Ridley Scotts Blade Runner. 2000, ISBN 3-930258-72-2
  • Dominik Graf, Johannes F. Sievert: Im Angesicht des Verbrechens. Fernseharbeit am Beispiel einer Serie. In: Arte-Edition. 1. Auflage. Alexander Verlag, Berlin, Köln 2010, ISBN 978-3-89581-221-7 (392 Seiten, Abb. 75, Fadenheftung, Broschur).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Koma, Johannes F. Sievert auf www.filmschule.de, abgerufen am 15. Mai 2008
  2. KOMA
  3. a b Artikel anlässlich der Kulturhauptstadt Ruhrgebiet (Memento vom 1. Dezember 2009 im Internet Archive)
  4. http://hofer-filmtage.com/festival-2017/spielfilme-2017/page/2/
  5. http://hofer-filmtage.com/wp-content/uploads/dokumente/hofer-filmtage-pressemitteilung-2017-51-05.pdf