Internationale Filmschule Köln

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ifs internationale filmschule köln
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Gründung 2000
Ort Köln
Bundesland Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Geschäftsführung Simone Stewens,
Martin Schneider
Mitarbeiter 43
davon Professoren 14
Website www.filmschule.de

Die ifs internationale filmschule köln gGmbH ist eine Aus- und Weiterbildungsinstitution für Film- und Medienschaffende in Köln. Anfang 2000 ging sie auf Initiative der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und der Film- und Medienstiftung NRW aus den Modellen der Schreibschule Köln e.V. und der Filmschule NRW e.V. hervor.[1] Sie kooperiert seit 2004 per Franchisevertrag mit der TH Köln, die auch die staatlich anerkannten Bachelor-Abschlüsse verleiht.[2]

Die ifs internationale filmschule köln ist eine Tochter der Filmstiftung NRW. Darüber hinaus finanziert sich die ifs durch private Sponsoren sowie durch Studiengebühren.[3]

Im Filmhochschul-Ranking des Nachrichtenmagazins Focus (Ausgabe 22/2006) belegte die ifs, gemeinsam mit der KHM und der dffb, mit 76 von 100 Punkten den 2. Platz nach der Filmakademie Baden-Württemberg (78 Punkte). Bewertungskriterien waren (neben der Reputation der Hochschule) die Betreuungssituation der Studierenden, die technische Ausstattung und die Zahl der gewonnenen Preise.[4]

Die ifs internationale filmschule köln ist Mitglied im internationalen Filmhochschulverband CILECT.

Studiengänge[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

An der ifs gibt es den Bachelor-Studiengang Film mit den Schwerpunkten Filmregie, Kreativ Produzieren, Editing in Bild und Ton, Digital Film Arts, Kamera und Drehbuch. Für jeden dieser Schwerpunkte werden maximal zehn Teilnehmer zugelassen, die durch ein zweistufiges Bewerbungsverfahren ausgewählt werden. Der Kommission wohnen neben namhaften Filmemachern auch andere Branchenvertreter bei. Dieses Angebot findet, im Gegensatz zu ähnlichen Filmschulen, nur im zweijährlichen Rhythmus statt. Das Studium dauert drei Jahre und ist als Vollzeitprogramm angelegt. Die Studiengebühren betragen derzeit 3.500 EUR pro Kalenderjahr.

Ab dem Jahr 2003 wurde der postgraduierte Studiengang Sounddesign angeboten, der zweijährlich stattfand. Er wich 2009 dem zweiten Bachelor-Studiengang „Editing Bild und Ton“, in dem die Weiterbildungen Sounddesign und Filmmontage aufgehen. Diese ebenfalls dreijährige grundständige Ausbildung für Bild- und Tonmontage vermittelt das Verständnis und Handwerk des Storytelling auf der Ebene der Montage und der Tongestaltung.

Nach langjähriger Zusammenarbeit mit dem Kamerastudiengang der FH Dortmund unter der Leitung von Adolf Winkelmann wurde zum Wintersemester 2010 mit dem neuen Studiengang „Kamera“ der dritte Bachelor-Studiengang an der ifs eingeführt.

Seit 2015 werden die einzelnen Bachelor-Studiengänge als Studienschwerpunkte im Bachelorstudiengang Film angeboten.

Seit dem Wintersemester 2013/2014 wird ein zweijähriger Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt Serial Storytelling (Drehbuchentwicklung für Serien) angeboten, etwa bei Dominik Graf oder Frank Spotnitz. Unterrichtssprache ist Englisch. [5]

Weiterbildung[Bearbeiten]

Für professionelle Filmschaffende oder Filmbegeisterte aus verwandten Bereichen bietet die ifs ein breites Spektrum an Weiterbildungsmöglichkeiten – mehrmonatige Vollzeit-Programme, berufsbegleitende Angebote oder mehrtägige Workshops.

Die Weiterbildungen sind:

Lehrkörper[Bearbeiten]

Professoren[Bearbeiten]

Ehemalige Professoren sind die Filmwissenschaftlerin Oksana Bulgakowa (2004–2008), der Dokumentarfilmer Dietmar Hochmuth (2004–2005), der Spielfilmregisseur Hans Steinbichler und der Drehbuchautor Peter Henning (2004–2009).

Gastdozenten[Bearbeiten]

Die ifs internationale filmschule köln bindet in ihre Studiengänge regelmäßig namhafte deutsche (z.B. Hans-Christian Schmid, Judith Kaufmann, Hermine Huntgeburth, Sherry Hormann, Thomas Koebner, Marcus Stiglegger) und internationale (z.B. Keith Johnstone, Keith Cunningham, MK Lewis, David Bordwell, Peter Przygodda († 2011), Roberto Perpignani, Philip Parker) Branchenvertreter ein. Diese ganztägigen Seminare finden am Block statt und gehen z.T. über mehrere Tage.

Dozenten wie Klaus Maria Brandauer, Tom Schlesinger, Frank Griebe oder Seymour Cassel leiten in regelmäßigen Abständen Workshops, zu denen sich auch Teilnehmer anmelden können, die nicht an der ifs studieren. Auch für diese müssen häufig Qualifikationen nachgewiesen werden und sie sind kostenpflichtig.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

ifs-Begegnung[Bearbeiten]

Unter dem Titel ifs-Begegnung finden regelmäßig Abendveranstaltungen mit renommierten Gästen statt. Diese sind meist mit Filmvorführungen und anschließender Podiums- und Zuschauerdiskussion verbunden. Hier wurden Gäste wie Mike Figgis, Dani Levy, Angelina Maccarone, Krzysztof Zanussi, Terry Ackland-Snow, Andreas Dresen, Maximilian Schell, Gerd Ruge, István Szabó und Lalo Schifrin eingeladen.

Filme und Absolventen[Bearbeiten]

  • Frauenparkplatz (2004): Kurzfilm von Christopher Becker
  • Amor Fati (2005): Abschlussfilm von Dennis Todorović und Melanie Andernach
  • KomA (2005): Abschlussfilm von Johannes F. Sievert und Christoph Herkenrath
  • Mittsommer (2005): Abschlussfilm von Christopher Becker und Ewa Borowski
  • Goldjunge (2005): Abschlussfilm von Stephan Schiffers und Janna Velber
  • Transfamily (2005): Dokumentarfilm von Sabine Bernardi
  • Poldis Engel (2006): Koproduktion mit den Absolventen Ewa Borowski (Producer), Christoph Mathieu (Drehbuch) und Tina von Traben (Regie)
  • Absolution (2007): Abschlussfilm von Markus Sehr und Moritz Grenzebach
  • Der Verdacht (2007): Abschlussfilm von Felix Hassenfratz und Mathias Casanova
  • Robin (2007): Abschlussfilm von Hanno Olderdissen, Clemente Fernandez-Gil und Katrin Hohendahl
  • Ein Fall für KBBG (2007): Abschlussfilm von Daniel Rakete Siegel, Christoph Mathieu, Nima Kianzad und Katrin Hohendahl
  • Beento (2007): Abschlussfilm von Nancy Mac Granaky-Quaye, Florian Wimmer und Florian Müßener
  • Der Boden unter den Füßen (2007): Abschlussfilm von Katharina Tilmmanns, Martin Schwitzner und Mathias Krämer
  • Grenze (2007): Abschlussfilm von Christine Wernke, Christiane Hütter und Stefan Fendrich
  • Soltau (Film) (2009): Abschlussfilm von Peter Hümmeler
  • Kriegerstock (2009): Abschlussfilm von Joseph Lippok, Nathan Raimann und Tobias Leveringhaus
  • Gisberta (2009): Abschlussfilm von Lisa Violetta Gaß und Roshanak Khodabakhsh
  • Zeche is nich – Sieben Blicke auf das Ruhrgebiet 2010 (2010): Koproduktion mit der Kunsthochschule für Medien Köln
  • Spielzeit (2012): Koproduktion mit der UCLA
  • Guck woanders hin (2012): Abschlussfilm von Charlotte Ann-Marie Rolfes und Anna Knolle
  • Die Schaukel des Sargmachers (2012): Abschlussfilm von Elmár Imánov, Eva Blondiau, Driss Azhari und Bastian Bothe
  • Ararat (2012) Abschlussfilm von Engin Kundag, Jonas Thoma
  • Wir sind ich (2012) Abschlussfilm von Alexandra Brodski
  • Having Krebs (2012) Abschlussfilm von Anne Maschlanka, Alexander Daus, Elisabeth Feltes und Lucas Seeberger
  • Wer ich glücklich (2012) Abschlussfilm von Maria Pavlidou, Ingrid Kaltenegger und Fiona Brands
  • Guck woanders (2012) Abschlussfilm von Charlotte Rolfes und Anna Knolle
  • Küss mich tiefer (2012) Abschlussfilm von Eleni Katsoni und Benno Aselmeyer
  • Na Sdorowje! Babuschka! (2012) Abschlussfilm von Viktoria Gurtovaj und Nicole Zurek
  • Schwarzherz (2012) Abschlussfilm von Tamer Jandali und Daniel Stark
  • Niklas verliebt (2012) Abschlussfilm von Marian-Reinhart Grönwoldt
  • Stille Welt (2012) Abschlussfilm von Thorsten Kleinschmidt und Christopher Tworuschka
  • Wahrer Anfang (2012) Abschlussfilm von Miguel Müller und Nicole Schmeier
  • Das Gewehr (2014) Abschlussfilm von Florian Ross, Finn Stroeks und Annik Kreuels, Florian Pley und Felix Meyer
  • Alter Egon (2014) Abschlussfilm von Levin Hübner, Fabian Wallenfels, Martina Di Lorenzo und Jascha Viehl
  • Bruder (2014) Abschlussfilm von Jarek Duda, Daniel Schüller, Felix Tonnat und Esther Geisen
  • Glückskind (2014) Abschlussfilm von Maria Titova, ZsaZsa von Ammon und Marcel Kalwa
  • Nirwana (2014) Abschlussfilm von Simon Dolensky, Fabian Klein und Leonard Lokai
  • Rebecca (2014) Abschlussfilm von Anna Kohlschütter, Maureen Adlawan, Bine Jankowksi und Gesa Hille
  • Ein Märchen von einer unmöglichen Stelle im Universum (2014) Abschlussfilm von Markus Wulf, Su Jin Song, Janosch Götze und Holger Buff
  • Rückkehr zum Garten meiner Mutter (2014) Abschlussfilm von Felipe Calvo-Montero, ZsaZsa von Ammon, Nora Housseyn und Yana Höhnerbach
  • Frechen Overdose (2014) Abschlussfilm von Saskia Schwarz , Philipp Stendebach
  • Asami (2014) Abschlussfilm von Daniel Farkas und Yana Höhnerbach

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter C. Slansky: Filmhochschulen in Deutschland. Geschichte - Typologie - Architektur. edition text + kritik, München, 2011. ISBN 978-3-86916-116-7
  2. Franchising für den Filmnachwuchs, geschichte.nrw.de
  3. Partner der ifs auf der Website der ifs, abgerufen am 23. Oktober 2012
  4. Focus Ranking der Filmhochschulen Ausgabe 22/2006
  5. ifs internationale filmschule, abgerufen am 22. Januar 2013

Weblinks[Bearbeiten]

50.9423786.937991Koordinaten: 50° 56′ 33″ N, 6° 56′ 17″ O