Filmfestival Max Ophüls Preis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Logo MOP quer.jpg
Das Saarbrücker Rathaus leuchtet während des Max-Ophüls-Festivals in Blau, der Logofarbe
Das Max-Ophüls-Filmfestival ist der alljährliche Treffpunkt für deutschsprachige Nachwuchsfilmer
Der traditionelle Empfang von arte auf dem Max-Ophüls-Filmfestival 2015

Das Filmfestival Max Ophüls Preis ist ein jährliches Filmfestival in Saarbrücken für Nachwuchsfilmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es wurde 1980 von Albrecht Stuby gegründet. Keimzelle für das Festival war das von der Künstlergruppe Werkstatt Koop[1] organisierte Nachtstudio der Camera, einem Saarbrücker Programmkino.[2] Damals besuchten 700 Zuschauer die Veranstaltung, seitdem stiegen die Publikumszahlen und die Anzahl der eingereichten Filme stetig an. Im Jahr 2018 zählte das Festival 43.500 Besucher.[3] Unter Experten wird es als eines der wichtigsten Foren für den deutschsprachigen Nachwuchsfilm angesehen.[4] Das 40. Filmfestival fand vom 14. bis zum 20. Januar 2019 statt.

Preise und Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Wettbewerb können deutschsprachige Nachwuchs-Regisseure bis zum dritten abendfüllenden Spiel- bzw. Dokumentarfilm teilnehmen. Zur Auswahl der Preisträger werden jährlich unabhängige Jurys von Sachverständigen berufen. Die Hauptjury entscheidet unter anderem über die Gewinner des Max-Ophüls-Preises und des Filmpreises des saarländischen Ministerpräsidenten. Weitere Jurys beurteilen Kurzfilme, Dokumentarfilme und Drehbücher oder vergeben den Preis der Ökumenischen Jury (bis 2014 Interfilmpreis) und den Preis der Jugendjury. Daneben gibt es Publikumspreise für lange, mittellange und Kurzfilme.

Max-Ophüls-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in Saarbrücken geborene Namensgeber Max Ophüls (1902–1957) gilt als einer der großen europäischen Filmregisseure des 20. Jahrhunderts. 1933 musste der aus einer jüdischen Familie stammende gebürtige Max Oppenheimer vor den Nationalsozialisten fliehen und fand zunächst in Frankreich, später in den USA Zuflucht. In den 1950er Jahren kehrte Max Ophüls nach Europa zurück.

Mit dem namensgebenden Hauptpreis des Festivals zeichnet die Landeshauptstadt die Regiearbeit an einem Spiel- oder Dokumentarfilme mit einer Länge ab ca. 60 Minuten aus. Der Preisträger wird durch die Wettbewerbsjury bestimmt. 2008 war der Preis mit 18.000 Euro (inkl. 3.000 Euro Kopienwert) und weiteren 18.000 Euro Verleihförderung dotiert.[5] Nominiert werden konnten Spiel- und Dokumentarfilme mit einer Länge ab ca. 60 Minuten.

Simon Jaquemet (2015)

2017 war die Mindestlänge der zu nominierenden Spielfilme mit ca. 65 Minuten definiert und die Preissumme mit 36.000 Euro dotiert. Der weiterhin von einer Jury ausgezeichnete Film in deutscher Erstaufführung teilt sich den Preis zu drei gleichen Teilen für den Regisseur, den Produzenten und den Verleih, der einen Kinostart des Films innerhalb von zwölf Monaten nach dem Festival realisiert.[6]

Preisträger

1980: Der Willi-Busch-Report von Niklaus Schilling
1981: Taxi zum Klo von Frank Ripploh
1982: E Nachtlang Füürland von Clemens Klopfenstein und Remo Legnazzi
1983: Café Malaria von Niki List
1984: Peppermint Frieden von Marianne Rosenbaum
1985: Raffl von Christian Berger
1986: Nicht nichts ohne dich von Pia Frankenberg
1987: Francesca von Verena Rudolph
1988: Wendel von Christoph Schaub
1989: Eis von Berthold Mittermayr
1990: Schalom General von Andreas Gruber
1991: Nie im Leben von Helmut Berger
1992: Der Erdnußmann von Dietmar Klein
1993: Hochzeitsnacht von Pol Cruchten
1994: Scheinschwangerschaft von Denis Rabaglia
1995: Einer meiner ältesten Freunde von Rainer Kaufmann
1996: Der Nebelläufer von Jörg Helbling
1997: Müde Weggefährten von Zoran Solomun
1998: Mammamia von Sandra Nettelbeck
1999: Three Below Zero – Drei unter Null von Simon Aeby
2000: Verschwinde von hier von Franziska Buch
2001: Das weiße Rauschen von Hans Weingartner
2002: Mein Russland von Barbara Gräftner
2003: Mein erstes Wunder von Anne Wild
2004: Muxmäuschenstill von Marcus Mittermeier
2005: Am Tag als Bobby Ewing starb von Lars Jessen
2006: Schläfer von Benjamin Heisenberg
2007: Full Metal Village von Cho Sung-hyung
2008: Selbstgespräche von André Erkau
2009: Universalove von Thomas Woschitz
2010: Schwerkraft von Maximilian Erlenwein
2011: Der Albaner von Johannes Naber
2012: Michael von Markus Schleinzer
2013: Der Glanz des Tages von Tizza Covi und Rainer Frimmel
2014: Love Steaks von Jakob Lass[7]
2015: Chrieg von Simon Jaquemet
2016: Einer von uns von Stephan Richter
2017: Siebzehn von Monja Art
2018: Landrauschen von Lisa Miller
2019: Das melancholische Mädchen von Susanne Heinrich

Preis für mittellange Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Preis für die Regie mittellanger Filme (Spiel- und Dokumentarfilme zwischen ca. 25 und ca. 65 Minuten) aus dem Wettbewerb wurde 2008 erstmals unter dem Namen BMW-Group-Förderpreis Film vergeben, war mit 7.500 Euro dotiert und wurde von BMW gefördert.[8] Seit 2009 wird der Preis für den besten Film aus dem Wettbewerb Mittelanger Film von einer Fachjury zuerkannt. Er wird gestiftet vom saarländischen Minister für Bildung und Kultur Ulrich Commerçon und ist dotiert mit 5.000 Euro (Stand: 2019). Seit 2014 wird auch ein Publikumspreis für mittellange Film vergeben. Er ist ebenfalls dotiert mit 5.000 Euro, gestiftet von der Sparkasse Saarbrücken (Stand: 2019).[6]

Patrick Vollrath (2015)

Preisträger

2008: Böse Bilder von Stefan Schaller
2009: Torpedo von Helene Hegemann
2010: Rammbock von Marvin Kren
2011: Halbe Portionen von Martin Busker
2012: Heilig Abend mit Hase von Lilli Thalgott
2013: Stufe Drei von Nathan Nill
2014: Besucht im Wald von David Gruschka und Elena Gruschka
2015: Alles wird gut von Patrick Vollrath; Lobende Erwähnung: Fremdkörper von Christian Werner
2016: Invention of Trust von Alex Schaad
2017: Wald der Echos von Maria Luz Olivares Capelle
2018: Bester Mann von Florian Forsch
2019: Label Me von Kai Kreuser

Kurzfilmpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Preis für die Regie kurzer Filme (bis ca. 25 Minuten) wird von einer eigenen Jury vergeben.[6] 2013 betrug das Preisgeld 5.000 Euro, es wird von der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken mbH (VVS) entrichtet.

İlker Çatak (2015)

Preisträger

1995: His Mother’s Voice von Oliver Paulus
1996: In Your Shoes von Christoph Röhl
1997: 12 Bilder für Konrad von Katharina Werner und Die Hochzeit von Husam Chadat
1998: Fake! von Sebastian Peterson
1999: Gfrasta von Ruth Mader
2000: Dobermann von Florian Henckel von Donnersmarck
2001: Ich muss gehen von Florian Mischa Böder
2002: Du und ich, wir können einander gehören von Sven Harguth
2003: Insel der Schildkröte von Maru Solores
2004: Grauzone von Karl Bretschneider
2005: Rain Is Falling von Holger Ernst
2006: 37 ohne Zwiebeln von André Erkau
2007: Fair Trade von Michael Dreher
2008: Dunkelrot von Frauke Thielecke
2009: Schautag von Marvin Kren
2010: Schonzeit von Irene Ledermann
2011: Zwischen Himmel und Erde von York-Fabian Raabe; Lobende Erwähnung: Armadingen
2012: DVA von Mickey Nedimovic
2013: Gruppenfoto von Mareille Klein
2014: Wo wir sind von İlker Çatak
2015: Sadakat von İlker Çatak; Lobende Erwähnung: Discipline von Christophe M. Saber
2016: Pitter Patter Goes My Heart von Christoph Rainer
2017: Die Überstellung von Michael Grudsky
2018: Sacrilège von Christophe M. Saber
2019: Boomerang von Kurdwin Ayub

Zusätzlich ist ein Publikumspreis für Kurzfilme aus dem Wettbewerb von Energie SaarLorLux mit 5.000 Euro ausgestattet.

Darstellerpreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Preis wird für herausragende Leistungen im Bereich Schauspiel verliehen. Der Max Ophüls Preis: Bester Schauspielnachwuchs (Hauptrolle) ist dotiert mit 3.000 Euro und wird von der SHS Strukturholding Saar GmbH bereitgestellt. Der Max Ophüls Preis: Bester Schauspielnachwuchs (Nebenrolle) hat dieselbe Preishöhe und wird von den Festivalpaten gestiftet (Stand: 2019).

Lore Richter (2015)

Preisträger

1989: Karina Fallenstein und Horst Günter Marx
1990: Anne-Laure Luisoni und Klaus Rohrmoser
1991: Julia Jäger und Thomas Kretschmann
1992: Maria Schrader und Andreas Herder
1993: Anna Thalbach und Til Schweiger
1994: Katja Studt und Johannes Brandrup
1995: Claudia Michelsen und Fritz Karl
1996: Christiane Paul und Felix Eitner
1997: Jule Ronstedt und Lars Rudolph
1998: Marie Zielcke und Simon Schwarz
1999: Janina Sachau und Xaver Hutter
2000: Henriette Heinze und Marco Girnth
2001: Jana Thies und Florian Stetter
2002: Marie-Luise Schramm und Michael Finger
2003: Maria Simon und David Rott
2004: Johanna Bantzer und Stipe Erceg
2005: Lavinia Wilson und Jacob Matschenz
2006: Anna Fischer und Ludwig Trepte
2007: Gabriela Hegedüs und Florian Bartholomäi
2008: Alice Dwyer und Jörg Pohl
2009: Irina Potapenko und Sergej Moya
2010: Nora von Waldstätten und Sebastian Urzendowsky
2011: Sarah Horváth und Burak Yiğit
2012: Peri Baumeister und Michael Fuith
2013: Jasna Fritzi Bauer und Maximilian Mauff
2014: Liv Lisa Fries und Vincent Krüger
2015: Lore Richter und Benjamin Lutzke
2016: Odine Johne und Ben Münchow
2017: Elisabeth Wabitsch und Leonard Kunz
2018: Loane Balthasar (Hauptrolle) und Anna Suk (Nebenrolle)
2019: Joy Alphonsus und Simon Frühwirth

Filmpreis des saarländischen Ministerpräsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ministerpräsident des Saarlandes vergibt den Max Ophüls Preis: Beste Regie, der für eine deutsche Erstaufführung beim Filmfestival Max Ophüls Preis vergeben wird. Er ist mit 5.500 Euro dotiert und wird durch eine Verleihförderung in Höhe von 5.500 Euro ergänzt.

Preisträger

1987: Junge Leute in der Stadt von Karl Heinz Lotz
1988: Schmetterlinge von Wolfgang Becker
1989: Die weißen Zwerge von Dirk Schäfer
1990: Caracas von Michael Schottenberg
1991: Himmel oder Hölle von Wolfgang Murnberger
1992: Die blaue Stunde von Marcel Gisler
1993: Frankie, Jonny & die anderen von Hans-Erich Viet
1994: Indien von Paul Harather
1995: Unter der Milchstraße von Matthias X. Oberg
1996: Die Ameisenstraße von Michael Glawogger
1997: Honig und Asche von Nadia Fares
1998: Die Siebtelbauern von Stefan Ruzowitzky
1999: Oi! Warning von Benjamin und Dominik Reding
2000: Paul Is Dead von Hendrik Handloegten
2001: Der Überfall von Florian Flicker
2002: Fickende Fische von Almut Getto
2003: Oltre il confine von Rolando Colla
2004: Hurensohn von Michael Sturminger
2005: Hallesche Kometen von Susanne Irina Zacharias
2006: Prinzessin von Birgit Grosskopf
2007: Karger von Elke Hauck
2008: Allein in vier Wänden von Alexandra Westmeier
2009: Ein Augenblick Freiheit von Arash T. Riahi
2010: Picco von Philip Koch
2011: Fliegende Fische müssen ins Meer von Güzin Kar
2012: Transpapa von Sarah-Judith Mettke
2013: Talea von Katharina Mückstein
2014: Familienfieber von Nico Sommer
2015: Driften von Karim Patwa
2016: Fado von Jonas Rothlaender
2017: Vanatoare von Alexandra Balteanu
2018: Blue My Mind von Lisa Brühlmann
2019: Cronofobia von Francesco Rizzi

Dokumentarfilmpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Max Ophüls Preis: Bester Dokumentarfilm wird von der Jury für einen Film aus dem Dokumentarfilm-Wettbewerb vergeben. Er wird von der Saarland Medien GmbH zur Verfügung gestellt und ist dotiert mit 7.500 Euro (Stand: 2019).

Hubertus Siegert (2015)

Preisträger

2006: Manana al mar von Ines Thomsen
2007: Exile Family Movie von Arash T. Riahi
2008: Allein in vier Wänden von Alexandra Westmeier
2009: Alias von Jens Junker
2010: Nirgendwo.Kosovo von Silvana Santamaria; My globe is broken in Rwanda von Katharina von Schroeder
2011: The Other Chelsea – A Story From Donetsk von Jakob Preuss; Lobende Erwähnung: Hüllen
2012: Der Papst ist kein Jeansboy von Sobo Swobodnik
2013: Dragan Wende – West Berlin von Dragan von Petrovic und Lena Müller
2014: Earth’s Golden Playground von Andreas Horvath
2015: Beyond Punishment von Hubertus Siegert; Lobende Erwähnung: Die Böhms – Architektur einer Familie von Maurizius Staerkle Drux
2016: Girls Don’t Fly von Monika Grassl[9]
2017: Ohne diese Welt von Nora Fingscheidt
2018: Global Family von Andreas Köhler und Melanie Andernach
2019: Hi, A.I. von Isa Willinger

Publikumspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Regisseur oder die Regisseurin des Films mit den meisten Zuschauerstimmen erhält den Publikumspreis. Er wird von der Saarland Sporttoto GmbH zur Verfügung gestellt und ist dotiert mit 5.000 Euro (Stand: 2019)

Marc Brummund (2015)

Preisträger

1991: Der Strass von Andreas Höntsch
1993: Krücke von Jörg Grünler
1994: Indien von Paul Harather
1995: Verhängnis von Fred Kelemen
1996: Neben der Zeit von Andreas Kleinert
1997: Lea von Ivan Fíla
1998: Härtetest von Janek Rieke
1999: Aprilkinder von Yüksel Yavuz
2000: Tuvalu von Veit Helmer
2001: Birthday von Stefan Jäger
2002: Mein Bruder der Vampir von Sven Taddicken
2003: Kiki & Tiger von Alain Gsponer
2004: Muxmäuschenstill von Marcus Mittermeier
2005: Eine andere Liga von Buket Alakuş
2006: Mondscheinkinder von Manuela Stacke
2007: Reine Geschmacksache von Ingo Rasper
2008: Novemberkind von Christian Schwochow
2009: Ganz nah bei Dir von Almut Getto
2010: Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung von Oliver Kienle
2011: Der Sandmann von Peter Luisi
2012: Puppe, Icke & der Dicke von Felix Stienz
2013: Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel von Aron Lehmann
2014: High Performance von Johanna Moder
2015: Freistatt von Marc Brummund
2016: Schrotten! von Max Zähle
2017: Die Migrantigen von Arman T. Riahi
2018: Cops von Stefan A. Lukacs (Spielfilm), Endling von Alex Schaad (Mittellanger Film), Entschuldigung, ich suche den Tischtennisraum und meine Freundin von Bernhard Wenger (Kurzfilm)
2019: Kaviar von Elena Tikhonova (Spielfilm), Die Schwingen des Geistes von Albert Meisl (Mittellanger Film), Stilles Land gutes Land von Johannes Bachmann (Kurzfilm), Congo Calling von Stephan Hilpert (Dokumentarfilm)

Preis für den gesellschaftlich relevanten Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Preis wurde erstmals 2014 vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird gestiftet von der Bundeszentrale für politische Bildung und Deutschlandradio Kultur.

2014: Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste von Isabell Šuba
2015: Cure – Das Leben einer Anderen von Andrea Štaka
2016: Heimatland von Michael Krummenacher, Jan Gassmann, Lisa Blatter, Gregor Frei, Benny Jaberg, Carmen Jaquier, Jonas Meier, Tobias Nölle, Lionel Rupp und Mike Scheiwiller
2017: Club Europa von Franziska M. Hoenisch
2018: Cops von Stefan A. Lukacs
2019: Joy von Sudabeh Mortezai

Preis der Jugendjury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine eigens einberufene Jury aus Schülern zeichnet einen Film aus den Wettbewerbsfilmen mit dem Preis der Jugendjury aus. Der Preis der Schülerjury war 2014 mit 2.500 Euro dotiert. Das Preisgeld tragen die Bundeszentrale für politische Bildung und die Landeszentrale für politische Bildung Saarland.

Preisträger

2003: Ravioli von Peter Payer
2004: Muxmäuschenstill von Marcus Mittermeier
2005: Wahrheit oder Pflicht von Jan Martin Scharf und Arne Nolting
2006: Between the lines von Thomas Wartmann
2007: Große Lügen von Jany Tempel
2008: Höhere Gewalt von Lars Henning Jung
2009: Kleiner Sonntag von Philipp Ramspeck
2010: Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung von Oliver Kienle
2011: Stationspiraten von Michael Schaerer
2012: Festung von Kirsi Marie Liimatainen
2013: 5 Jahre Leben von Stefan Schaller
2014: Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste von Isabell Šuba
2015: Freistatt von Marc Brummund
2016: Der Nachtmahr von AKIZ
2017: Die Reste meines Lebens von Jens Wischnewski
2018: Draußen in meinem Kopf von Eibe Maleen Krebs
2019: Nevrland von Gregor Schmidinger

Fritz-Raff-Drehbuchpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Saarländische Rundfunk und das ZDF vergeben einen Preis für das Drehbuch eines Wettbewerbsfilmes an dessen Autor. Dieser ist mit 13.000 Euro dotiert.[6]

Preisträger

1998: Sandra Nettelbeck für Mammamia
1999: Dagmar Knöpfel für Requiem für eine romantische Frau
2000: Barbara Albert für Nordrand
2001: Stefan Jäger für Birthday
2002: Stefan Haupt für Utopia Blues
2003: Bernhard Weirather für Ikarus
2004: Ruth Mader, Martin Leidenfrost und Barbara Albert für Struggle; Jan Henrik Stahlberg für Muxmäuschenstill
2005: Michael Proehl für Katze im Sack
2006: Benjamin Heisenberg für Schläfer
2007: Tom Streuber und Ingo Rasper für Reine Geschmacksache
2008: Nana Neul für Mein Freund aus Faro
2009: Ina Weisse und Daphne Charizani für Der Architekt
2010: Maximilian Erlenwein für Schwerkraft
2011: Verena S. Freytag für Abgebrannt; Nick Baker-Monteys für Der Mann der über Autos sprang
2012: Lars Blumers für Mike
2013: Katharina Kress für Scherbenpark
2014: Stefanie Veith und Ivana Lalovic für Sitting Next To Zoe
2015: Karim Patwa und Michael Proehl für Driften
2016: Bernadette Knoller und Paula Cvjetkovic für Ferien
2017: Julia C. Kaiser und Jens Wischnewski für Die Reste meines Lebens
2018: Lisa Miller für Landrauschen
2019: Daniela Gambaro und Francesco Rizzi für Cronofobia

Preis der Ökumenischen Jury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Preis der Ökumenischen Jury (bis 2014: Interfilmpreis) geht an einen Film, „der in besonderer Weise existentielle und gesellschaftliche Fragen und Probleme artikuliert und diese filmästhetisch anspruchsvoll umsetzt.“[10] Der Preis war 2014 mit einer (Jury-)Einladung zum Besuch eines Filmfestivals dotiert.

Karim Patwa (2015)

Preisträger

1992: Leise Schatten von Sherry Hormann
1993: Langer Gang von Yılmaz Arslan
1994: Weltmeister von Zoran Solomun
1995: Einer meiner ältesten Freunde von Rainer Kaufmann
1996: Der Kopf des Mohren von Paulus Manker
1997: Engelchen von Helke Misselwitz
1998: Härtetest von Janek Rieke
1999: Drachenland von Florian Gärtner
2000: Verzweiflung von Marcus Lauterbach
2001: Alaska.de von Esther Gronenborn
2002: Utopia Blues von Stefan Haupt
2003: Kiki & Tiger von Alain Gsponer
2004: Der gläserne Blick von Markus Heltschl
2005: Allein von Thomas Durchschlag
2006: 37 ohne Zwiebeln von André Erkau
2007: Exile family movie von Arash T. Riahi
2008: Hello goodbye von Stefan Jäger
2009: Ein Augenblick Freiheit von Arash T. Riahi
2010: Suicide Club von Olaf Saumer
2011: Silberwald von Christine Repond
2012: Dr. Ketel von Linus de Paoli
2013: 5 Jahre Leben von Stefan Schaller
2014: Seme – Schlage nicht um zu gewinnen. Gewinne, dann schlage von Il Kang
2015: Driften von Karim Patwa
2016: Der Nachtmahr von AKIZ
2017: Vanatoare von Alexandra Balteanu
2018: Landrauschen von Lisa Miller
2019: Das melancholische Mädchen von Susanne Heinrich

Max Ophüls Preis: Beste Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Preis für die beste Filmmusik aus dem Wettbewerb Dokumentarfilm, er ist ausgeschrieben von der Saarland Medien GmbH und gestiftet von der Strecker Stiftung. Er ist mit 5.000 Euro dotiert.

Preisträger

2016: Passion for Planet von Werner Schuessler, Musik: Jörg Magnus Pfeil, Siggi Mueller, Patrick Puszko
2017: Zaunkönig – Tagebuch einer Freundschaft von Ivo Zen, Musik: Trixa Arnold, Ilja Komarov
2018: Germania von Lion Bischof, Musik: Matthias Lindermayr und Lion Bischof
2019: Let the Bell Ring von Christin Freitag, Musik: Jonathan Ritzel

Ehrenpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012: Alfred Holighaus[11]
2013: Michael Ballhaus
2014: Gabriele Pfennigsdorf
2015: Hans W. Geissendörfer
2016: Nico Hofmann
2017: Peter Rommel
2018: Doris Dörrie[12]
2019: Iris Berben

Nicht mehr vergebene Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmmusikpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für „die beste kompositorische Leistung, die Integration von Sounddesign und Filmmusik und auch die Originalität von Songwriting und Interpretation“[10] wurde der Filmmusikpreis der Saarland Medien GmbH vergeben. Dieser war verbunden mit einer Förderpreissumme, über die der Regisseur des Films einvernehmlich mit dem Komponisten oder Soundartisten entscheiden konnte, sei es für das Marketing des gewürdigten Films oder für ein neues Filmprojekt. 2008 betrug die Fördersumme 3.000 Euro.

(Seit 2016 gibt es den Max Ophüls Preis: Beste Filmmusik für die beste Filmmusik aus dem Wettbewerb Dokumentarfilm. Er ist ausgeschrieben von der Saarland Medien GmbH und gestiftet von der Strecker Stiftung. Er ist mit 5.000 Euro dotiert.)

2004: Pipermint … das Leben möglicherweise von Meret Becker
2005: Katze im Sack von Fabian Römer
2006: Schläfer von Lorenz Dangel
2007: Preußisch Gangstar von Benjamin Krbetschek
2008: Selbstgespräche von Dürbeck & Dohmen
2009: So glücklich war ich noch nie von Dieter Schleip
2010: Plato’s Academy von Nikos Kypourgos

Förderpreis der DEFA-Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DEFA-Stiftung vergab einen Förderpreis an einen Film aus der Reihe Spektrum als Stipendium in Höhe von 4.000 Euro, das bei „besonders innovativen filmkünstlerischen Vorhaben“[10] erhöht werden konnte.

Andrea Roggon (2015)
2005: Am seidenen Faden von Katarina Peters
2006: Vater und Feind von Susanne Jäger
2007: Die Gedanken sind frei von Saara Aila Waasner
2008: Nur ein Sommer von Tamara Staudt
2009: Ein Teil von mir von Christoph Röhl
2010: Lourdes von Jessica Hausner
2011: Anduni – Fremde Heimat von Samira Radsi
2012: Das Ding am Deich – Vom Widerstand gegen ein Atomkraftwerk von Antje Hubert
2013: Der Kapitän und sein Pirat von Andy Wolff
2014: Journey To Jah von Noël Dernesch und Moritz Springer
2015: Mülheim Texas – Helge Schneider hier und dort von Andrea Roggon

Sonderpreis der Jury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1982: O wie Oblomow für Sebastian C. Schröder
1983: Wilde Clique für Hannelore Conradsen und Dieter Köster
1986: Höhenfeuer für Fredi M. Murer
1987: Zischke für Martin Theo Krieger
1988: Vergiss Snider für Götz Spielmann
1992: Die fliegenden Kinder für Benedict Neuenfels (Kamera)
2002: Richtung Zukunft durch die Nacht für Jörg Kalt
2010: Fabian Hinrichs für seine Rolle in Schwerkraft
2011: Inside America für Barbara Eder; Lobende Erwähnungen: Tage, die bleiben für Pia Strietmann; 180° – Wenn deine Welt plötzlich Kopf steht für Cihan Inan

Förderpreis Kurzfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2003: Der Plan des Herrn Thomaschek von Ralf Westhoff

Förderpreis Langfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1982: Die Nacht des Schicksals von Helmer von Lützelburg
1983: Im Jahr der Schlange von Heide Breitel
1984: Drinnen und draußen von Andreas Gruber
1985: Der Todesspringer von Benno Trautmann
1986: Schwarz und ohne Zucker von Lutz Konermann
1987: Zischke von Martin Theo Krieger
1988: Nabuli von Ellen Umlauf
1989: Kopffeuer von Erwin Michelberger
1990: Motivsuche von Dietmar Hochmuth
1991: Schlammbeißer von Charly Weller
1992: Bellinvitu – Schöne Einladung von Nino Jacusso
1993: Durst von Martin Weinhart
1994: Adamski von Jens Becker
1995: Mein unbekannter Ehemann von Andreas Dresen
1996: Cuba Libre von Christian Petzold
1997: Tempo von Stefan Ruzowitzky
1998: Gesches Gift von Walburg von Waldenfels
1999: Plus-minus Null von Eoin Moore
2000: Nordrand von Barbara Albert
2001: Als Großvater Rita Hayworth liebte von Iva Švarcová
2002: Vollgas von Sabine Derflinger
2003: Wir von Martin Gypkens
2004: Verflixt verliebt von Peter Luisi
2005: Netto von Robert Thalheim
2006: Mañana Al Mar von Ines Thomsen

Femina-Filmpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996: Juno „Cookie“ Englander für die Montage von El chiko
1997: Katharina Wöppermann für die Ausstattung von Tempo
1998: Monika Willi für die Montage von Suzie Washington
1999: Judith Kaufmann für die Kamera von Drachenland
2000: Christine Maier für die Kamera von Nordrand
2001: Sophie Maintigneux für die Kamera von L’amour, l’argent, l’amour
2002: Monika Buttinger für die Kostüme von Vollgas

Produzentenpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996: Dor Film Produktions GmbH, Wien
1997: Ö-Film, Berlin
1998: Schramm Film Koerner & Weber, Berlin
1999: Zero Film, Berlin
2000: Maran Film, Stuttgart

Unifilm-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1983: Tscherwonez von Gábor Altorjay
1984: Transatlantique von Hans-Ulrich Schlumpf
1985: Akropolis Now von Hans Lichtig
1986: Walkman Blues von Alfred Behrens
1997: Shahrzadeh Scampolo & Jimmy Jenseits von Romeo Grünfelder

Künstlerische Leiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albrecht Stuby (1979–1990)
  • Martin Rabius (1991/1992)
  • Christel Drawer (1993–2002)
  • Boris Penth (2003–2005)
  • Birgit Johnson (2006/2007)
  • Gabriella Bandel und Philipp Bräuer (2008–2014)[13]
  • Gabriella Bandel[14] und Programmleiter Oliver Baumgarten (2015/2016)[15]
  • Svenja Böttger (ab 2017)[16]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Filmfestival Max Ophüls Preis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erwin Stegentritt: Die Werkstatt Koop. Die Geschichte der Saarbrücker Künstlergruppe. AQ-Verlag, Saarbrücken 2010, ISBN 978-3-922441-97-7
  2. Saarbrücker Zeitung 18. Januar 2012 "Die 'Keimzelle' des Ophüls-Festivals"
  3. Festivalporträt | Filmfestival Max-Ophüls-Preis. Abgerufen am 15. Januar 2019.
  4. Max-Ophüls-Preis geht an Regisseur Thomas Woschitz..
  5. News aktuell: Max-Ophüls-Preis 2008 für Regisseur André Erkau und seinen Film „Selbstgespräche“/Kleines Fernsehspiel im ZDF erhält zudem Auszeichnungen für Filmmusik und Schauspieler. 21. Januar 2008, abgerufen am 4. Juli 2008.
  6. a b c d Preise | Filmfestival Max-Ophüls-Preis. Abgerufen am 21. Januar 2019.
  7. Webpräsenz Max-Ophüls-Festival, abgerufen am 26. Januar 2014 (Memento des Originals vom 2. Februar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.max-ophuels-preis.de
  8. Stefan Schaller gewinnt den BMW Group Förderpreis Film (mittellange Filme) für „Böse Bilder“ Pressemitteilung vom 22. Januar 2008
  9. Max Ophüls Preis: BR-Koproduktion "Girls Don’t Fly" ausgezeichnet, BR, abgerufen 2. März 2016
  10. a b c Ein Überblick über die verschiedenen Auszeichnungen, die es in Saarbrücken zu gewinnen gibt. In: Internet-Seiten des Filmfestivals Max Ophüls Preis. Abgerufen am 4. Juli 2008.
  11. Filmfestival Max-Ophüls-Preis: Ehrenpreis. Abgerufen am 14. Dezember 2017.
  12. Salzburger Nachrichten: Doris Dörrie erhält Ophüls-Ehrenpreis 2018. Artikel vom 13. Dezember 2017, abgerufen am 14. Dezember 2017.
  13. Artikel zum 30-jährigen Bestehen des Festivals, Saarbrücker Zeitung, abgerufen am 20. März 2010@1@2Vorlage:Toter Link/www.saarbruecker-zeitung.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  14. Philipp Bräuer verlässt die künstlerische Leitung des Filmfestivals Max-Ophüls-Preis, Artikel auf der Homepage des Max-Ophüls-Preises, abgerufen am 17. Dezember 2014
  15. Oliver Baumgarten wird neuer Programmleiter, Artikel auf der Homepage des Max-Ophüls-Preises, abgerufen am 17. Dezember 2014 (Memento des Originals vom 17. Dezember 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.max-ophuels-preis.de
  16. Svenja Böttger wird neue künstlerische Leiterin | Filmfestival Max-Ophüls-Preis.. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.max-ophuels-preis.de