Johannes Kopp (Pallottiner)

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Johannes Kopp SAC (* 9. Dezember 1927 in Allmendingen; † 22. Juni 2016 in Limburg), auch bekannt unter dem Namen Ho-un-Ken Roshi, war ein deutscher Pallottinerpater und Zen-Meister der Sanbo-Kyodan-Linie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Kopp durchlief eine technische und eine schauspielerische Ausbildung.[1] 1957 legte er dort das Abitur ab. Anschließend trat er in das Noviziat der Pallottiner ein und studierte an der Theologischen Hochschule der Pallottiner in Vallendar-Schönstatt. 1963 wurde er zum Priester geweiht. Danach war er Seelsorger und Religionslehrer in Limburg und Trier. 1969 entsandte ihn sein Orden nach Mülheim an der Ruhr im Bistum Essen.[1]

Bei Reisen nach Japan eröffnete sich für Pater Kopp die Tradition der Zen-Meditation. Er entschied sich für eine Ausbildung zum Zen-Lehrer. 1985 erlangte er durch Koun Yamada Roshi die Lehrbefähigung als Zen-Lehrer. 2006 ernannte ihn Yamada Ryon Roshi, der Nachfolger von Yamada Koun Roshi, zum „Associate Zen Master“ des Sanbo-Kyodan von Kamakura.

Pater Kopp begründete das Programm „Leben aus der Mitte – Zen-Kontemplation im Bistum Essen“. Seit 2014 wird es von seinem Mitbruder Paul Rheinbay SAC fortgeführt.

Johannes Kopp wurde zusammen mit Hugo Makibi Enomiya-Lassalle und Willigis Jäger zu einem der Wegbereiter der Begegnung von Zen-Buddhismus und Christentum in Deutschland und gehörte zur ersten Generation christlicher Zen-Lehrer in Europa. (Siehe Christlich-buddhistischer Dialog.)

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Kopp: Schneeflocken fallen in die Sonne. Christuserfahrungen auf dem Zen-Weg.. Plöger, Annweiler 1994, 3., überarbeitete Auflage 2002, ISBN 3-924574-82-0.
  • Die Tür zum christlichen Zen. In: Christ in der Gegenwart, Jg. 53 (2001), Heft 29 (online)
  • Johannes Kopp: Gebet als Selbstgespräch. Gebet und Koan als Beziehung zu Gott in mir. Pallotti Verlag, Friedberg 2016, ISBN 978-3-87614-028-5.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edwin Egeter: Deutungsmuster im „christlichen Zen“. Eine religionswissenschaftliche Untersuchung. Av Akademikerverlag, Saarbrücken 2013 (Reihe Geisteswissenschaften), ISBN 978-3-639-49413-6.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „Zen-Pater“ Johannes Kopp gestorben. Katholische Nachrichtenagentur, 27. Juni 2016. Anschließend absolvierte er die von den Pallottinern getragene Schule für Spätberufene in Limburg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]