Johannes Müller (Komponist)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Johannes Müller (* 23. Juli 1893 in Berlin; † 31. August 1969 ebenda) war ein deutscher Komponist, Operettentenor und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Müller lernte an Max Reinhardts Schauspielschule am Deutschen Theater Berlin. Von 1911 bis 1914 war er als Schauspieler am Theater Gera tätig. Während des Ersten Weltkriegs kam er nach Berlin zurück und wirkte dort an verschiedenen Theatern als Operettentenor. Er sang die Rolle des „Franz Schubert“ bei der Berliner Erstaufführung des Singspiels Das Dreimäderlhaus von Heinrich Berté und die Titelpartie der Operette Der Vetter aus Dingsda von Eduard Künneke bei deren Uraufführung. Neben seiner Arbeit als Komponist war Johannes Müller auch als Dirigent tätig.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johannes Müller schuf die Musik zu mehreren Bühnenwerken:

  • Hans und Hanna. Musikalische Komödie in drei Akten. Libretto: Herbert Grube.
  • Die Mädele von Biberach. Singspiel (Operette) in drei Akten. Libretto: Julius Brandt.
  • Musik und Liebe. Operette in drei Akten. Libretto: Max Eduard Fischer.
  • Der tolle Markgraf. Operette in drei Akten. Libretto: Oskar Felix.
  • Zwei glückliche Menschen. Operette in drei Akten. Libretto: Anne-Liese Schmolz

Er komponierte außerdem die Filmmusik zu den Spielfilmen Eine Frau kommt in die Tropen (1938) und Die Stimme aus dem Äther (1939), bei denen Harald Paulsen Regie führte, sowie zum antisemitischen Propagandafilm Die Rothschilds (1940).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Müller (Nachruf). In: Deutsches Bühnen-Jahrbuch. 78. Jahrgang 1970 – Spielzeit 1969 / 1970. Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehörigen, Hamburg 1970, S. 153–154

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]