John Spalek

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John M. Spalek (* 28. Juli 1928[1] in Warschau) ist ein US-amerikanischer Germanist. Sein Forschungsgebiet sind die deutschen Emigranten in der Zeit des Nationalsozialismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spalek kam mit seiner Familie 1945 nach Köln, wo er eine Schreinerlehre absolvierte. 1949 emigrierte er in die USA, schloss 1951 ein Studium der Spanischen Literatur ab und begann, an der Stanford University zu forschen. Er promovierte über das Thema Theological Problems on the Contemporary German Stage.

Spalek lehrte an der University of Southern California in Los Angeles und später an der State University of New York.

Spalek entdeckte und editierte seit 1970 Teil-Nachlässe von Thomas Mann, George Grosz, Hermann Borchardt, Soma Morgenstern, Stefan Zweig, Joseph Roth, Fritz von Unruh und anderen. Er traf in diesem Zusammenhang u. a. Henry Koster, Marta Feuchtwanger und Billy Wilder.

Die Deutsche Nationalbibliothek richtete im Zusammenhang mit seinen Schenkungen ein Exilarchiv ein.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Goethe-Medaille 2010
  • Ehrenmitglied der „Gesellschaft für Exilforschung“ 2010

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutschsprachige Exilliteratur seit 1933. Band I: Kalifornien (mit Joseph P. Strelka), K. G. Saur, München 1976
  • mit Konrad Feilchenfeldt, Sandra H. Hawrylchak (Hrsg.): Deutschsprachige Exilliteratur seit 1933. Bd. 3. USA : Suppl. 1. Berlin : Walter de Gruyter, 2010 ISBN 978-3-11-024056-6
  • Ernst Toller: Gesammelte Werke, Hanser, München 1978
  • Der Fall Toller (mit Wolfgang Frühwald), Hanser, München 1979

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lebenslauf auf der Seite des unhcr (engl.), abgerufen am 31. August 2010

Über John Spalek[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • "Die Koffer des Herrn Spalek", Dokumentarfilm über John Spalek, 72 Minuten, 2012