José Maurício Bustani

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

José Maurício Bustani (* 5. Juni 1945 in Porto Velho/Rondônia) ist brasilianischer ehemaliger Diplomat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1967 schloss Bustani ein Studium der Rechtswissenschaft an der Pontifícia Universidade Católica do Rio de Janeiro ab, übte den Beruf des Rechtsanwaltes aus, absolvierte den Curso Preparatório à Carreira Diplomática des Rio Branco-Institutes und wurde zum Gesandtschaftssekretär dritter Klasse ernannt. Von 1967 bis 1970 wurde er als Assistent des Generalsekretärs des Itamaraty, welcher die Abteilung internationale Beziehungen leitete, übernommen und wo er 1969 in Anerkennung seiner Leistung zum Gesandtschaftssekretär zweiter Klasse ernannt wurde.

Als solcher wurde Bustani von 1970 bis 1973 nach Moskau und von 1973 bis 1975 nach Wien entsandt. Im Anschluss daran wurde er bis 1977 als Assistent des Leiters der Abteilung internationale Organisationen eingesetzt und 1976 zum Gesandtschaftssekretär erster Klasse ernannt. Von 1977 bis 1984 übernahm Bustani eine Tätigkeit beim UN-Hauptquartier, wo er 1979 zum Gesandtschaftsrat und 1983 zum Gesandten zweiter Klasse befördert wurde. Zwischenzeitlich war er 1980 Delegierter bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen zum Thema Besetzung Afghanistans. Ebenfalls als Gesandter zweiter Klasse wurde Bustani von 1984 bis 1986 nach Montevideo und von 1987 bis 1992 als Generalkonsul nach Montreal versetzt. Anschließend leitete er bis 1993 die Abteilung Technik, Haushalt und Entwicklung und danach bis 1997 die Abteilung internationale Organisationen und wurde in dieser Funktion 1995 zum Gesandten erster Klasse (Botschafterrang) ernannt.

Nachdem Bustani ab 1996 als Mitglied im Vorbereitungskomitee für die Gründung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen in Den Haag tätig war, leitete er vom 13. Mai 1997 bis zum 25. Juli 2002 die neu gegründete Organisation für das Verbot chemischer Waffen. Nach Darstellung von Milton Cordova Junior erwies sich Bustani als integrer Leiter dieser Organisation und sei auf Betreiben des Kabinett George W. Bush bei der Suche nach einem Anlass für den Irakkrieg abgelöst worden.[1]

Brasiliens neue Regierung unter Lula entsandte Bustani daraufhin 2003 umgehend auf den prestigeträchtigen Posten des Botschafters am britischen Königshof; seit dem 5. Februar 2008 diente er als Botschafter in Paris, von wo aus er ab dem 13. September zugleich auch in Monaco akkreditiert wurde. Seine Amtszeit endete 2015.[2]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

José Maurício Bustani ist mit Janine-Monique Bustani verheiratet, die Stellvertreterin der Vertreterin der brasilianischen Regierung bei der UNESCO ist und vorher ebenfalls an der brasilianischen Botschaft Paris tätig war. Ihre Kinder sind Camilla, Diogo und Lourenço; darüber hinaus haben sie zwei Enkelkinder.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jus Navigandi, Mai 2012, Direito e Diplomacia Internacional embaixador Jose Mauricio Bustani o brasileiro que poderia ter evitado a Guerra do Iraque
  2. Brasilian. Botschaft Paris: Ambassadeurs précédents
  3. http://paris.itamaraty.gov.br/pt-br/cv_do_embaixador.xml
Vorgänger Amt Nachfolger
Jayro Coelho Vertreter der brasilianischen Regierung bei der IAEO
1993
Affonso Celso de Ouro-Preto
Leiter der Organisation für das Verbot chemischer Waffen
13. Mai 1997 bis 25. Juli 2002
Rogelio Pfirter
Celso Amorim Ambassador to the Court of St James’s
2003 bis 2008
Carlos Augusto Rego Santos-Neves
Vera Pedrosa Martíns de Almeida Botschafter in Paris
22. April 2008 bis