Josef Georg Miller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Josef Georg Miller (* 8. Oktober 1905 in Augsburg; † 6. November 1983 in Kallmünz) war ein deutscher Kunstmaler.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Josef Georg Miller besuchte die Volksschule in Augsburg. Von 1924 bis 1926 machte er eine Lehre als Zimmerer im Geschäft seines Onkels in Augsburg. Ab 1926 studierte er Kunst an der staatlichen Akademie in Leipzig bei Soltmann. 1930 erhielt er an der Akademie der bildenden Künste in Stuttgart bei Altherr und Spiegel den 1. Preis in der Komponierklasse.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1932 war er als freier Maler (Neoexpressionist) tätig. Zur Wehrmacht wurde er wegen seiner Schwerhörigkeit nicht eingezogen. Ab 1941 besuchte er die Akademie für angewandte Kunst in München und machte dort ein Keramikstudium bei Klein. Während dieser Zeit lernte er seine spätere Frau Erna kennen. 1944 beschlossen beide von München wegzugehen und sich als Töpfer selbstständig zu machen. In Kallmünz bot sich ihnen die Möglichkeit an eine Töpferei zu übernehmen. Ab 1944 lebten und arbeiteten beide in Kallmünz. 1946 trat Josef Georg Miller in den Berufsverband der Bildenden Künstler Regensburg als Maler ein. Das Ehepaar Miller siedelte sich in Kallmünz an, weil da eine Töpferei war, nicht weil der Ort eine Malertradition hatte. Mit den Erlösen ihrer Keramikarbeiten konnten sie sich ihren Unterhalt finanzieren und auch ein Kinderheim aufbauen. Josef Georg Miller trennte sich nur ungern von seinen Arbeiten. Hauptmotive seiner Arbeiten sind expressionistische Darstellungen der Landschaft um Kallmünz, sowie Szenen aus dem Kinderheim. Miller liebte leuchtende Farben und Spontaneität im Ausdruck. 1983 starb Miller bei einem Verkehrsunfall.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • [1] Dorfgasse in Kallmünz (im Besitz des Bezirks Oberpfalz)
  • [2] Bilder von Josef Georg Miller (im Besitz der Gemeinde, des Bezirkes und privat)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Literatur: Erna Miller: Mehr als 50 Kallmünzer Jahre, Verlag Lassleben Kallmünz
  • Vollmer, Lexikon der Bildenden Künstler des 20. Jhdts, Bd. 3, S. 393