Josef Simon (Philosoph)

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Josef Simon (* 1. August 1930 in Hupperath, Eifel; † 28. März 2016[1] in Bonn) war ein deutscher Philosoph.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Stationen in Frankfurt am Main und Tübingen war Simon bis zu seiner Emeritierung Professor an der Universität Bonn. Von 1985 bis 1994 war er Herausgeber der Allgemeinen Zeitschrift für Philosophie, und von 1990 bis 2010 war er Mitherausgeber der Nietzsche-Studien (u. a. mit Werner Stegmaier und Günter Abel). 2004 verlieh ihm die Aristoteles-Universität Thessaloniki die Ehrendoktorwürde.[2]

Zu seinen Schwerpunkten gehörte die Sprachphilosophie als eine „Philosophie des Zeichens“. Spürbare Vorfahren waren viele Philosophen der Neuzeit, von Kant über Hegel bis Nietzsche, Wittgenstein und Quine.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Problem der Sprache bei Hegel. Kohlhammer-Verlag, Stuttgart 1966.
    • Spanische Übersetzung: El problema del lenguaje en Hegel, übers. von Ana Agud und Rafael de Agapito, Madrid 1982.
  • Sprache und Raum. Philosophische Untersuchungen zum Verhältnis zwischen Wahrheit und Bestimmtheit von Sätzen. Verlag Walter de Gruyter, Berlin 1969.
  • Sprachphilosophische Aspekte der Kategorienlehre. Heiderhoff Verlag, Frankfurt/Main 1971.
  • Philosophie und linguistische Theorie. Verlag Walter de Gruyter, Berlin/New York 1971.
  • Aspekte und Probleme der Sprachphilosophie. Karl Alber Verlag, Freiburg/München 1974.
  • Wahrheit als Freiheit. Zur Entwicklung der Wahrheitsfrage in der neueren Philosophie. Verlag Walter de Gruyter, Berlin/New York 1978.
    • Spanische Übersetzung: La verdad como libertad, übers. von Ana Agud und Rafael de Agapito, Salamanca 1983.
  • Sprachphilosophie. Handbuch Philosophie, hg. von Elisabet Ströker, Wolfgang Wieland, Karl Alber Verlag, Freiburg/München 1981.
    • Portugiesische Übersetzung: Filosofia da linguagem, übers. von Artur Morao, Lisboa 1990.
  • Philosophie des Zeichens, Verlag Walter de Gruyter, Berlin/New York 1989.
    • Englische Übersetzung: Philosophy of the Sign, übers. von George Heffernan, Albany 1995.
    • Spanische Übersetzung: Filosofia del signo, übers. von Ana Agud, Madrid 1998.
    • Polnische Übersetzung: Filozofia znaku, übers. von Jarosław Merecki, Warszawa 2004.
  • Bemerkungen zu den Beiträgen zur Philosophie des Zeichens. In: Borsche/Stegmaier (Hg.): Zur Philosophie des Zeichens. Berlin 1992, Seite 195 ff.
  • Was ist Wirklichkeit? Festvortrag. Sonderdruck der Evangelischen Akademie der Pfalz, 1993.
  • Zeichenversionen. Über analytische und synthetische Hypothesen. Jenaer philosophische Vorträge und Studien, Bd. 18, hg. von Wolfgang Hogrebe, Erlangen/Jena 1996.
  • Kant. Die fremde Vernunft und die Sprache der Philosophie, Verlag Walter de Gruyter, Berlin/New York 2003.
  • Écriture sainte et philosophie critique, hg. und übersetzt von Marc de Launay, Paris 2005.
  • Signe et interprétation, hg. von Denis Thouard, übersetzt von Christian Berner, Marc de Launay, und Denis Thouard, Villeneuve d´Ascq Cedex 2004.
  • Philosophie als Verdeutlichung. Abhandlungen zu Erkennen, Sprache und Handeln. Herausgegeben von Thomas Sören Hoffmann, Verlag Walter de Gruyter, Berlin/New York 2010.
  • Denken der Individualität. Festschrift für Josef Simon zum 65. Geburstag im August 1995, Hrsg. von Thomas Sören Hoffmann, Stefan Majetschak, Verlag Walter de Gruyter, Berlin/New York 1995, Neudruck 2011.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In memoriam Josef Simon (01.08.1930-28.03.2016). Reden gehalten bei der akademischen Gedenkfeier am 28. März 2017 im Festsaal der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Bouvier, Bonn 2018. ISBN 978-3-416-04041-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige Josef Simon, FAZ, 30. März 2016
  2. † Prof. Dr. Dr. h. c. Josef Simon