Josef Vollberg

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Josef Vollberg OCSO (* 14. Mai 1963 in Frankfurt am Main) war neunter Abt der Trappistenabtei Mariawald und ab 2016 Prior des Klosters. Sein Nachfolger als Abt wurde 2016 bis zur Aufhebung der Abtei 2018 Dom Bernardus Peeters aus Tilburg, Josef Vollberg amtierte als Prior.[1]

Er wurde als Eberhard Vollberg in Frankfurt am Main geboren und wuchs in Wetzlar auf. Nach dem Abitur und dem Wehrdienst begann er ein Betriebswirtschaftsstudium an der Fachhochschule Gießen. Am 1. Dezember 1986 trat er in den Konvent Mariawald ein und begann 1989 das Studium der Theologie und Philosophie an der Theologischen Hochschule der Zisterzienserabtei Heiligenkreuz in Österreich, das er mit einer Magisterarbeit über die Monastische Theologie bei Bernhard von Clairvaux abschloss.

Am 26. Januar 1992 legte er die Feierliche Profess ab und am 15. August 2003 empfing er die Beauftragung als Lektor und Akolyth. Am 23. April 2005 wurde P. Josef durch den Pater Immediatus, P. Antonio Lépore OCSO, Abt der Trappistenabtei Oelenberg im Elsass, deren Mönche im Jahre 1860 die Abtei Mariawald neu besiedelt hatten, zum Superior ad nutum ernannt und stand damit der Abtei als Oberer mit allen Rechten vor.

Am 17. Dezember 2005 wurde P. Josef zum Diakon und am 29. Juni 2006 durch Heinrich Mussinghoff, den Bischof von Aachen, zum Priester geweiht. Seine Klosterprimiz feierte er am Sonntag, dem 2. Juli 2006, in der Abteikirche.

Am 24. November 2006 wählte das Konventualkapitel der Abtei Mariawald Vollberg zum Abt auf Lebenszeit. Seine Abtsbenediktion erfolgte am 26. Januar 2007 in der Abteikirche des Klosters durch Bischof Karl Borsch.

Nachdem die Visitatoren Dom Bernardus Peeters (Tilburg) und Dom Erik Varden (Mount Saint Bernard) viele Möglichkeiten für die Zukunft der Abtei erörtert und geprüft hatten, trat Abt Josef am 21. Oktober 2016 vom Amt des Abtes von Mariawald zurück.[2] Er ging dann in ein Zisterzienserkloster in Tschechien[3], die Abtei Vyšší Brod (Hohenfurth), in der die Mönche 2011 wie zuvor in Mariawald zur Liturgie und Observanz im Usus des Ordens von Monte Cistello in der Fassung von 1963/64[4] zurückgekehrt waren. Im Jahre 2017 lebten in Hohenfurth drei Mönche mit Feierlicher Profess und ein Oblate.

Die Abtei Mariawald wurde am 15. September 2018 aufgehoben.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dürener Zeitung vom 9. November 2016
  2. Abtei Mariawald. Abgerufen am 30. Januar 2017.
  3. https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/dueren/letztes-trappistenkloster-schliesst-erste-moenche-verlassen-abtei-mariawald_aid-24591913
  4. Summorum Pontificum.de: Usus von Monte Cistello
  5. https://www.radiorur.de/rur/rr/1521753/news/kreis_dueren
VorgängerAmtNachfolger
Bruno GooskensAbt des Klosters Mariawald
2006–2016
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