Joseph Desch

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Die amerikanische Hochgeschwindigkeits-Variante der Turing-Bombe wurde auch als Desch-Bombe bezeichnet. Sie war speziell gegen die Vierwalzen-Enigma gerichtet.
Bildergalerie der Hall of Honor

Joseph Desch (* 23. Mai 1907 in Dayton, Ohio; † 3. August 1987 in Kettering, Ohio) war ein US-amerikanischer Ingenieur und Kryptologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Joe, wie er zumeist genannt wurde, war während des Zweiten Weltkriegs wesentlich daran beteiligt, die amerikanische Version der britischen Turing-Bombe weiterzuentwickeln. Seine Hochgeschwindigkeits-Bomben wurden ab April 1943 im United States Naval Computing Machine Laboratory (NCML) produziert, das seinen Sitz in der National Cash Register Company (NCR) in Dayton (Ohio) hatte. Sie zielten auf höchstmögliche Entzifferungsgeschwindigkeit und wurden speziell gegen die von den deutschen U-Booten benutzte Enigma-M4 mit vier Walzen eingesetzt. Nach Angaben der NSA (National Security Agency) waren 121 Maschinen in Betrieb, die jeweils etwa 20 Minuten Laufzeit benötigten.

Er erhielt 1948 die Medal for Merit, damals die höchste zivile Auszeichnung der USA, und wurde im Jahr 2011 postum in die Hall of Honor (deutsch: Ehrenhalle) der National Security Agency NSA aufgenommen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jim DeBrosse und Colin Burke: The Secret in Building 26 – The Untold Story of How America Broke the Final U-boat Enigma Code. Random House, 2005. ISBN 978-0-37575-995-6.
  • John A. N. Lee, Colin Burke, Deborah Anderson: The US Bombes, NCR, Joseph Desch, and 600 WAVES – The first Reunion of the US Naval Computing Machine Laboratory. IEEE Annals of the History of Computing, 2000, S. 27ff. Abgerufen: 21. Mai 2008. PDF; 0,5 MB (Memento vom 21. Februar 2007 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]