Joseph P. Kennedy junior

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Joseph P. Kennedy Jr.

Joseph Patrick „Joe“ Kennedy Jr. (* 25. Juli 1915[1] in Hull, Massachusetts[2]; † 12. August 1944 über Blythburgh, Suffolk) war der älteste Sohn unter den neun Kindern von Joseph und Rose Kennedy.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in jungen Jahren trat er in die US Navy ein. 1944 flog er als Pilot eine Spezialmission im Rahmen der Operation Aphrodite zur Zerstörung des U-Boot-Bunkers auf Helgoland. Sein mit Sprengstoff beladenes Flugzeug explodierte kurz nach dem Start am 12. August 1944 über dem Ort Blythburgh unweit der Nordseeküste. Seine Leiche wurde nie gefunden. Kennedy wurde postum als Kriegsheld gefeiert, so dass ihm am 27. Juni 1945 bei einer Zeremonie im engsten Familienkreis durch Konteradmiral Felix Gygax das Navy Cross verliehen wurde.[3] 1946 wurde zudem der Zerstörer USS Joseph P. Kennedy, Jr. (DD-850) nach ihm benannt, auf dem später sein Bruder Robert F. Kennedy Dienst tat.[4] Sein Name wird auf dem Cambridge American Cemetery and Memorial unter den Vermissten aufgeführt. Sein jüngerer Bruder John, der spätere US-Präsident, veröffentlichte 1945 zu seinem Gedenken das Buch As We Remember Joe.

Joseph war nie verheiratet, allerdings zweimal liiert: mit Edith Bouvier Beale, einer Cousine von Jacqueline Lee Bouvier, der späteren Frau seines Bruders, sowie mit Katharine Mortimer, die später berichtete, die Kennedys seien ihr zu laut und zu lebhaft gewesen, um in diese Familie einzuheiraten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joseph P. Kennedy, Jr. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie bei „The Joseph P. Kennedy, Jr. Foundation“
  2. John Galuzzo: Crime, Corruption & Politics in Hull: The Rise and Fall of Boss Smith's Old Ring Seite 86
  3. Lt. Kennedy honored. New York Times, 28. Juni 1945, S.2
  4. Arthur M. Schlesinger: Robert Kennedy and his times. Ballantine Books, Boston 1978, ISBN 0-345-32547-8, S. 60, 61