Jugendgericht

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Dieser Artikel behandelt das Justizorgan. Zur TV-Gerichtsshow siehe Das Jugendgericht.
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Ein Jugendgericht befasst sich vornehmlich mit den (prinzipiell strafbaren) Verfehlungen Jugendlicher.

Deutschland[Bearbeiten]

Das Jugendgericht ist das mit den Verfehlungen Jugendlicher und Heranwachsender befasste Strafgericht (§ 33 JGG). Jugendgerichte können auch zuständig sein, wenn Straftaten oder Verfehlungen Erwachsener Kinder bzw. Jugendliche oder den Jugendschutz betreffen (§ 26 GVG). Je nach Schwere der Verfehlungen urteilt ein Jugendrichter, ein Jugendschöffengericht oder eine Jugendkammer über den Fall.

Ein Jugendrichter leitet und überwacht später in seiner Eigenschaft als Vollstreckungsleiter die Vollstreckung aller nach dem Jugendgerichtsgesetz angeordneten Maßnahmen der Ahndung einer Tat.

Die ersten Jugendgerichte wurden in Deutschland ab 1908 nach nordamerikanischem Vorbild durch Geschäftsverteilungsplan als besondere Abteilungen der Strafgerichte etabliert. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Einrichtung von speziellen Jugendgerichten seit Einführung des Jugendgerichtsgesetzes im Jahr 1923.

Eine Jugendgerichtshilfe muss ebenfalls herangezogen werden. Sie bringt sozialpädagogisch wichtige Punkte in das Gerichtsverfahren ein und entscheidet bei Heranwachsenden mit, ob sie nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden.

Liechtenstein[Bearbeiten]

Das Jugendgerichtsgesetz regelt, wie mit Jugendlichen (nach Artikel 2 jeder im Alter von 14-17 Jahren), die eine mit Strafe bedrohte Handlungen vorgenommen haben, umgegangen werden soll. Das zuständige Gericht ist das Jugendgericht.

Verwandte Themen[Bearbeiten]

  • Bei dem kriminalpädagogischen Projekt Teen Court sind auch die Richter Jugendliche.
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