Julius Meimberg

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Julius Meimberg (* 11. Januar 1917 in Münster; † 17. Januar 2012 in Münster) war im Zweiten Weltkrieg ein deutscher Militärpilot und nach dem Krieg Erfinder sowie Buchautor.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julius Meimberg wurde als jüngstes von sechs Kindern eines Kaufmanns in Münster geboren. Er betrieb bereits als Jugendlicher den Segelflug innerhalb der Flieger-HJ und legte in seiner Heimatstadt Münster die Abiturprüfung ab. Bereits vor Beginn des Zweiten Weltkrieges trat er als Offiziersanwärter in die Luftwaffe ein und wurde zum Luftfahrzeugführer ausgebildet.[1]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges wurde er Staffelkapitän des Jagdgeschwaders 2 "Richthofen". Später flog er Einsätze in Nordafrika und trug nach einem Fallschirmabsprung aus seiner brennenden Messerschmitt Bf 109 in der Nähe von Tunis schwere und teilweise bleibende Verbrennungen davon. Gegen Ende des Krieges flog er in der Reichsverteidigung im Jagdgeschwader 53 und wurde Kommandeur der II. Gruppe. Das Kriegsende erlebte er mit insgesamt 59 erzielten Luftsiegen als Major und Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes.

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nachkriegszeit entwarf Meimberg ein spezielles Verfahren für die Textilproduktion, das eine Verbesserung des Open-End- oder Rotorspinnverfahren darstellte.[2] Ein Maschinenmodell steht seit 1993 im Deutschen Museum in München.[3] Im Jahre 2001 erhielt Julius Meimberg für seine wissenschaftliche Leistung die Rudolf-Diesel-Medaille. Fliegerisch wurde Julius Meimberg im privaten Bereich wieder aktiv, u. a. war er über lange Zeit Vorsitzender des Luftsportvereines Motorflug Münster.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Feindberührung: Erinnerungen 1939-1945. NeunundzwanzigSechs Verlag, Moosburg 2002. ISBN 978-3-9807935-1-3
  2. Patent des Verfahrens zum Spinnen von Endlosfasern
  3. Waltraud Holtz-Honig: Vater spinnt. Der Weg zum Endlos-Garn, eine Erfindergeschichte. Langen Müller, München 1997, ISBN 3-7844-7367-9
  4. Homepage des Luftsportvereines Motorflug Münster

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]