Julius Wilhelm (Librettist)

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Julius Wilhelm (* 22. Februar 1871 in Wien; † 20. März 1941 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller, der vor allem durch seine Libretti für Operetten und Singspiele bekannt wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm, aus einer jüdischen Familie stammend, hatte seinen ersten großen Erfolg im Jahr 1903 mit dem Libretto zur Operette Frühlingsluft, die Ernst Reiterer nach Motiven des drei Jahrzehnte zuvor verstorbenen Josef Strauss komponierte. Weitere populäre Werke Wilhelms waren 1909 Die Sprudelfee (komponiert von Heinrich Reinhardt) und das nostalgische Singspiel Brüderlein fein zur Musik von Leo Fall sowie 1911 die von Emmerich Kálmán vertonte Operette Der Zigeunerprimas, die 1929 von Carl Wilhelm als Stummfilm in die Kinos gebracht wurde. Es folgten zahlreiche weitere Texte zu Operetten und Singspielen für Wiener Bühnen, die unter anderem von Béla Laszky (1867–1935), Philipp Silber (1876–1942), Bruno Hartl (1880–1939), dem Opernsänger Hans Duhan (1890–1971), Erwin Straus (1910–1966) und Bernard Grün (1901–1972) vertont wurden. Weniger erfolgreich als seine Arbeit im humoristischen Fach waren seine Opernlibretti. So wurde Leo Falls Der goldene Vogel, obwohl mit Elisabeth Rethberg und Richard Tauber hochkarätig besetzt, bereits nach nur acht Aufführungen abgesetzt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]