Junior-Uni Wuppertal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Hochschule/Studenten fehltVorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehltVorlage:Infobox Hochschule/Professoren fehlt

Junior-Uni Wuppertal
Logo
Gründung 2008
Trägerschaft gGmbH
Ort Wuppertal
Website www.junioruni-wuppertal.de/

Die Junior-Uni Wuppertal ist eine private und gemeinnützige Bildungseinrichtung für Kinder und Jugendliche in Wuppertal mit den Schwerpunkten Naturwissenschaft und Technik.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Junior-Uni-Neubau

Die Eigenbezeichnung lautet Junior Uni – Forscherplattform Bergisches Land. Betreiber ist die Junior Uni Wuppertaler Kinder- und Jugend-Universität für das Bergische Land gGmbH. Schirmherren sind die Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft und der Wuppertaler Oberbürgermeister Peter Jung. Gesellschafter sind die Jackstädt-Stiftung, die E/D/E-Stiftung und der Förderverein der Junior-Uni. Ein kaufmännisch-organisatorischer sowie ein beratender wissenschaftlich-pädagogischer Beirat stehen der Junior-Uni zur Seite. Es bestehen Kooperationsvereinbarungen mit der Bergischen Universität sowie diversen Wirtschaftsunternehmen.[1][2]

Im Gegensatz zu Initiativen in einigen anderen Universitätsstädten, die ebenfalls Begriffe wie Juniorstudium oder Kinderuniversität verwenden, handelt es sich hier um eine eigenständige, ganzjährig tätige und mit eigenem Lehr- und Verwaltungspersonal ausgestattete Einrichtung mit eigenem Campus. Das macht sie in Deutschland einzigartig.

Der Haushalt der Junior-Uni finanziert sich ausschließlich aus privaten Mitteln. Hauptsponsor ist die Jackstädt-Stiftung, aber auch weitere Stiftungen, Unternehmen und der Förderverein tragen zur Finanzierung bei.

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis zwanzig Jahren. Ziel ist es, ohne straffe Lehrpläne und Leistungsdruck junge Menschen an naturwissenschaftliche und technische Themen heranzuführen und Freude am Lernen und Entdecken zu wecken. Unter anderem soll hierdurch das Interesse an entsprechenden Berufen gesteigert und so dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Die Initiatoren hoffen, dass das Projekt die Region auch für junge Familien attraktiver macht. Erklärtes Ziel der Junior-Uni ist es zudem, viele Kinder aus "bildungsfernen Schichten" zu erreichen. Evaluationen haben gezeigt, dass dieses Ziel erreicht wird. Das Programm der Junior-Uni besteht im Wesentlichen aus Kursen,[3] die jeweils aus 4 - 8 Einzelterminen à 90 Minuten bestehen. Die Kursgebühren sind sehr gering. Die maximale Teilnehmerzahl beträgt in der Regel 15. Darüber hinaus werden Sonntagsvorträge für die ganze Familie angeboten.

Die Junior-Uni beschäftigt zwei hauptamtliche Lehrkräfte. Darüber hinaus kommen die Dozenten der Junior-Uni vornehmlich aus Unternehmen, von der Bergischen Universität, aus öffentlich-rechtlichen Zweckverbänden wie dem Wupperverband, sowie aus Wuppertaler Gymnasien und Gesamtschulen (Lehrer bzw. Oberstufenschüler).

Geschichte und Neubau[Bearbeiten]

Junior-Uni Wuppertal, ehemaliger Standort in diesem Gebäudeensemble. Der Eingang zum Campus führte über den Hof.

Die Junior-Uni geht maßgeblich auf eine Idee und Initiative des Journalisten und früheren Wuppertaler Presseamtsleiters Ernst-Andreas Ziegler zurück. Ziegler gewann in einem sehr großen Umfang Unterstützer, Financiers und Mitstreiter, darunter auch den Wuppertaler Physikprofessor und Drehbuchautor der Kindersendung "Löwenzahn", Burckhard Mönter. Der Studienbetrieb startete am Tag der offiziellen Eröffnung durch den damaligen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers am 3. Dezember 2008 mit zunächst etwas über 40 Kursen für 600 Studierende aus vier Altersklassen. Nach einem Jahr, im Dezember 2009, hatten bereits ca. 3000 junge Menschen an den angebotenen Seminaren teilgenommen. Mittlerweile wurden bis November 2013 über 24.000 Kursplätze in über 2.000 Kursen belegt.

Für die Anfangsphase wurde zunächst ein vorübergehender Standort an der Friedrich-Engels-Allee eingerichtet.

Der Standort wurde im November 2013 in einen Neubau auf einem ehemaligen Fabrikgelände am Wupperufer Am Brögel verlegt.[4][5] Er wurde insbesondere nötig wegen des im Vergleich zur Nachfrage nicht ausreichenden Platzes und fehlender Labore. Der Neubau wurde ausschließlich mit privaten Mitteln finanziert. Er kostete rund 5,0 Mio. Euro.[6] Alternative Standorte, unter anderem nicht mehr benötigte Schulgebäude, wurden nach eingehender Prüfung verworfen. Für den Standort am Brögel sprachen vor allem die sehr gute Erreichbarkeit, die langfristig günstigeren Kosten und die Nähe zur Wupper, die in den Lehrbetrieb eingebunden werden soll. Die Bautätigkeit wurde im September 2012 aufgenommen, Grundsteinlegung erfolgte am 1. Dezember 2012.

Am 7. Dezember 2013 wurde das neue Gebäude offiziell eröffnet. Künftig stehen 15 Räume und vier Labore in dem Gebäude zur Verfügung. Erwartet werden bis zu 4.700 Kinder jährlich, überwiegend aus der Stadt und dem Bergischen Land.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Analyse: Forschen fürs neue Wuppertal Westdeutsche Zeitung (online) vom 13. März 2008
  2. Kinder- und Jugenduniversität heißt jetzt Junior Uni Westdeutsche Zeitung (online) vom 12. Mai 2008
  3. Im aktuellen Semesterprogramm (Februar 2012) werden 215 Kurse angeboten
  4. Die Vision der Zukunfts-Uni am Brögel Westdeutsche Zeitung (online) vom 29. Oktober 2009
  5. Bagger schaffen Platz für Neubau der Junior-Uni Westdeutsche Zeitung (online) vom 10. November 2009
  6. Neubau der Junior-Uni soll Maßstäbe setzen in Westdeutsche Zeitung vom 31. Dezember 2012
  7. Junior Uni Wuppertal: Eine Universität schon für Vierjährige vom 5. Dezember 2013

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Junior-Uni Wuppertal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.2665004527787.1870269205556154Koordinaten: 51° 15′ 59″ N, 7° 11′ 13″ O