Karakara

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Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde in Niger, zur gleichnamigen Vogelart siehe Karakaras.
Landgemeinde Karakara
Landgemeinde Karakara (Niger)
Landgemeinde Karakara
Landgemeinde Karakara
Koordinaten 12° 48′ N, 3° 38′ O12.7958333333333.6377777777778Koordinaten: 12° 48′ N, 3° 38′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Dioundiou
Fläche 667 km²
Einwohner 44.333 (2012)
Dichte 66,5 Ew./km²

Karakara (auch: Kara Kara) ist eine Landgemeinde im Departement Dioundiou in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Karakara liegt in der Großlandschaft Sudan und grenzt im Südosten an den Nachbarstaat Nigeria. Die Nachbargemeinden in Niger sind Guéchémé im Nordosten, Dioundiou im Süden, Zabori im Südwesten und Karguibangou im Nordwesten. Das Gemeindegebiet ist in 37 administrative Dörfer, 52 traditionelle Dörfer, einen Weiler und ein Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Karakara.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Karakara wurde im 19. Jahrhundert von Hausa gegründet, die der Überlieferung nach aus Bornu eingewandert waren.[3] Der Ort unterwarf sich am 18. März 1899 der französischen Mission Voulet-Chanoine.[4] Die Franzosen richteten Anfang des 20. Jahrhunderts einen Kanton in Karakara ein.[5] Im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform im Jahr 2002 ging aus dem Kanton Karakara die Landgemeinde Karakara hervor. Seit 2011 gehört die Landgemeinde nicht mehr zum Departement Gaya, sondern zum neugeschaffenen Departement Dioundiou.[6]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Karakara 31.511 Einwohner.[7] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 44.333.[8]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in jener schmalen Zone entlang der Grenze zu Nigeria, die von Tounouga im Westen bis Malawa im Osten reicht und in der Bewässerungsfeldwirtschaft für Cash Crops betrieben wird.[9] In Karakara gibt es mehrere Wochenmärkte. Der Markttag ist Freitag im Hauptort Karakara und im administrativen Dorf Yeldou, Donnerstag im administrativen Dorf Massama.[10] Durch Karakara verläuft die Nationalstraße 2, die den Ort unter anderem mit Koré Maïroua und Farey verbindet.

Partnerstadt[Bearbeiten]

Seit 2007 besteht mit Mol in Belgien eine Städtepartnerschaft.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Problématique générale du foncier dans la commune urbaine de Gaya (PDF; 1,4 MB). Website der Entwicklungshilfeorganisation SNV, veröffentlicht im Dezember 2008, abgerufen am 23. November 2013.
  4. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 206.
  5. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 241.
  6.  Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei, abgerufen am 28. Januar 2014).
  7. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 54.
  8. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  9. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.
  10. Olivier Walther: Affaires de patrons. Villes et commerce transfrontalier au Sahel. Peter Lang, Bern 2008, ISBN 978-3-03911-468-9, S. 193.
  11. Stedenband Kara Kara – Mol, abgerufen am 3. Februar 2012.