Karguibangou

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Landgemeinde Karguibangou
Landgemeinde Karguibangou (Niger)
Landgemeinde Karguibangou
Landgemeinde Karguibangou
Koordinaten 12° 57′ N, 3° 30′ O12.9508333333333.5058333333333Koordinaten: 12° 57′ N, 3° 30′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Dosso
Departement Dosso
Fläche 791 km²
Einwohner 45.304 (2012)
Dichte 57,3 Ew./km²

Karguibangou (auch: Kargui Bangou) ist eine Landgemeinde im Departement Dosso in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Karguibangou liegt in der Großlandschaft Sudan. Die Nachbargemeinden sind Goroubankassam im Nordwesten, Tombokoirey I und Tombokoirey II im Norden, Guéchémé im Nordosten, Karakara im Osten, Zabori im Südosten, Dioundiou im Süden und Tessa im Westen. Das Gemeindegebiet ist in 64 administrative Dörfer, 21 traditionelle Dörfer, zwei Weiler und 23 Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Karguibangou (auch: Kargui Bangou, Deytégui Hassane).[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Landgemeinde Karguibangou ging 2002 bei einer landesweiten Verwaltungsreform aus einem Teil des Kantons Dosso hervor. Im Juni 2008 zerstörten Überschwemmungen 14 Häuser und 79 Hütten in der Gemeinde, knapp 1000 Einwohner galten als geschädigt.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Karguibangou 35.677 Einwohner.[4] Bei der Volkszählung 2012 betrug die Einwohnerzahl 45.304.[5] Die Bevölkerung setzt sich aus Zarma, Hausa und Fulbe zusammen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft. Angebaut werden Hirse, Sorghum, Augenbohnen, Bambara-Erdnüsse und Foniohirse sowie grüner Salat und Kohl. Der Ackerbau ist durch Bodenerosion beeinträchtigt. In Karguibangou gibt es 32 Grundschulen und eine Mittelschule sowie einen für den grenzüberschreitenden Handel bedeutenden Markt.[6] Karguibangou liegt an der Nationalstraße 1, die hier Teil der internationalen Fernstraße Dakar-N’Djamena-Highway ist, und an der Nationalstraße 3, die nach Koré Maïroua führt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Situation des dégâts causés par les inondations (2008). Website des Centre d’Information et de Communication, veröffentlicht am 18. November 2008, abgerufen am 31. März 2012.
  4. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 53.
  5. Présentation des résultats globaux définitifs du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGP/H) de 2012. Institut National de la Statistique, 2014, abgerufen am 21. April 2014 (PDF-Datei, französisch).
  6. Présentation de la commune de Karguibangou. Website der ANIYA Coopération Décentralisée Niger-France, abgerufen am 27. März 2012.