Karatschajewsk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stadt
Karatschajewsk
Карачаевск (russisch)
Къарачай шахар (karatschai-balkarisch)
Wappen
Wappen
Föderationskreis Nordkaukasus
Republik Karatschai-Tscherkessien
Stadtkreis Karatschajewsk
Gegründet 1926
Frühere Namen Georgijewskoje (bis 1926)
Mikojan-Schachar (bis 1944)
Kluchori (bis 1957)
Stadt seit 1929
Fläche 23 km²
Bevölkerung 21.483 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 934 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 850 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7)87879
Postleitzahl 36920x
Kfz-Kennzeichen 09
OKATO 91 405
Website http://www.karachaevsk.info/
Geographische Lage
Koordinaten 43° 46′ N, 41° 54′ OKoordinaten: 43° 46′ 0″ N, 41° 54′ 0″ O
Karatschajewsk (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Karatschajewsk (Republik Karatschai-Tscherkessien)
Red pog.svg
Lage in Karatschai-Tscherkessien
Liste der Städte in Russland

Karatschajewsk (russisch Карача́евск, karatschai-balkarisch Къарачай шахар) ist eine Kleinstadt in der nordkaukasischen Republik Karatschai-Tscherkessien in Russland mit 21.483 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt im Nordteil des Großen Kaukasus etwa 60 km südöstlich der Republikhauptstadt Tscherkessk an der Mündung der Teberda in den Kuban.

Karatschajewsk ist der Republik administrativ direkt unterstellt und zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons. Der Stadt sind ihrerseits die Stadt Teberda (7.301 Einwohner), die Siedlungen städtischen Typs Ordschonikidsewski (2.934 Einwohner), Dombai (385 Einwohner) und Elbrusski (215 Einwohner) sowie Dörfer mit zusammen 3.571 Einwohnern direkt unterstellt, sodass die Gesamteinwohnerzahl der administrativen Einheit Stadt Karatschajewsk 34.083 beträgt (Berechnung 2009).

Die Stadt ist Endpunkt der Fernstraße A157.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Dorf Georgijewskoje gegründet, wurde der Ort 1926 nach dem Parteifunktionär und Politiker Anastas Mikojan in Mikojan-Schachar umbenannt. 1929 wurde unter diesem Namen das Stadtrecht verliehen.

1944 erfolgte die erneute Umbenennung in Kluchori (nach dem Kluchoripass über den Kaukasushauptkamm) bei gleichzeitigem Anschluss der Stadt und des umliegenden Gebietes an die Georgische SSR im Zusammenhang mit der Auflösung der Autonomen Republik und der Deportation der karatschaischen Bevölkerung.

1957 erfolgte die Rückgabe an die Russische SFSR und die Stadt bekam nach dem Volk der Karatschaier ihren heutigen Namen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karatschajewsk
Jahr Einwohner
1939 5.919
1959 7.169
1970 14.762
1979 16.873
1989 21.582
2002 22.113
2010 21.483

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Umgebung gibt es mehrere Kirchen und Klöster aus dem 10. bis 19. Jahrhundert (auf dem Berg Schoana, im Dorf Nischnjaja Teberda) sowie beim Dorf Chumara eine 25 Hektar große Burgwallanlage (Gorodischtsche) aus den 8. bis 10. Jahrhundert.

In der zu Karatschajewsk gehörigen Siedlung Ordschonikidsewski befindet sich das Gedenkmuseum der Verteidiger der Kaukasuspässe, welches den Großen Vaterländischen Krieg thematisiert.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Karatschajewsk gibt es Betriebe der Elektrotechnik, Bauwirtschaft und Lebensmittelindustrie.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)