Kardanantrieb

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Kardanantrieb bei einer BMW R 68 mit zwei Kardangelenken
Kardanwelle (Bildmitte, rot) bei einem Bus mit Motor vorn und angetriebener Hinterachse

Der Kardanantrieb überträgt in vielen Kraftfahrzeugen das Drehmoment vom Getriebe zur Antriebsachse. Er ist bei Autos üblich, die den Motor vorn, aber Hinterradantrieb haben. Das zentrale Bauteil dafür ist die Kardanwelle, eine Welle mit einem oder zwei an den Enden befindlichen Kardangelenken, die bei vielen Pkw-Modellen durch einen Kardantunnel – vom Passagierraum des Fahrzeugs aus am Boden als Aufwölbung zu sehen – verläuft. Bei Motorrädern nimmt eine Kardanwelle die Stelle der Antriebskette ein, die meisten Motorräder haben Kettenantrieb.

Der Name leitet sich ab vom Mathematiker und Arzt Gerolamo Cardano, der das dem Kardangelenk zugrunde liegende kinematische Prinzip in der kardanischen Aufhängung für astronomische Instrumente und den Kompass anwandte.

Bei Fahrrädern gibt es eine Alternative zum Ketten-Antrieb, der auch Kardan-Antrieb genannt wird, obwohl dabei kein Kardangelenk vorkommt. An den Enden dieser Welle befindet sich je ein Kegelradgetriebe. Bei Rädern mit schwingender Hinterradgabel hat diese Hinterradschwinge ihre Drehachse in der Antriebsachse des vorderen Kegelradgetriebes. Das dazugehörende Kegelrad auf der Welle und damit die Welle selbst machen beim Schwingen eine kleine sekundäre oszillierende Drehung, die den Antrieb des Hinterrades unwesentlich stört.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Jörg Leyhausen: Die Meisterprüfung im Kfz-Handwerk Teil 1. 12 Auflage, Vogel Buchverlag, Würzburg, 1991, ISBN 3-8023-0857-3
  • Jan Trommelmans: Das Auto und seine Technik. 1. Auflage, Motorbuchverlag, Stuttgart, 1992, ISBN 3-613-01288-X