Kari Bremnes

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Kari Bremnes in Hamburg, Januar 2008

Kari Bremnes (* 9. Dezember 1956 in Svolvær, Lofoten) ist eine norwegische Sängerin und Liedermacherin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie hat an der Universität Oslo Nordistik, Geschichte und Theaterwissenschaften studiert und arbeitete als Journalistin, bevor sie sich 1986 für eine Karriere als Musikerin entschied.

Beeinflusst wurde sie durch Joni Mitchell, Frank Zappa, Donovan, Leonard Cohen, Bob Dylan und die Beatles. Ihr erstes Album war eine Vertonung der Gedichte von Tove Ditlevsen durch Petter Henriksen.

Die meisten ihrer Alben sind aufgrund ihrer hervorragenden Klangqualität besonders bei audiophil orientierten Musikhörern beliebt, wie beispielsweise das Konzeptalbum Svarta Bjørn über die historisch belegte Figur der Anna Rebecka Hofstad (oder „Anna Norge“), die sich Ende des 19. Jahrhunderts als Schlafbaracken-Köchin für die Gleisarbeiter beim Bau der schwedisch-norwegischen Erzbahn verdingte und somit eine der wenigen Frauen in einer fast vollständig geschlossenen Männerwelt war.

Tourneen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kari Bremnes tourte außer durch Norwegen auch durch Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich und Japan.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie erhielt dreimal die norwegische Auszeichnung Spellemannpris (Spielmannspreis): 1987 für ihr erstes Soloalbum Mitt ville hjerte (Mein wildes Herz) und 1991 für das Album Spor (Spur), an dem auch ihr Bruder Lars mitwirkte. Im Jahr 2000 wurde ihr der Preis zusammen mit ihren Brüdern Lars und Ola zuteil für das gemeinsame Album Soløye (Sonnenauge).

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1][2]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE NO NO
1992 Spor NO15
(5 Wo.)NO
dt.: Spur
1993 Løsrivelse NO5
(7 Wo.)NO
dt.: Loslösung
1994 Gåte ved gåte NO9
(10 Wo.)NO
dt.: Rätsel an Rätsel
1995 Erindring NO11
(9 Wo.)NO
dt.: Erinnerung
1997 Månestein NO4
(15 Wo.)NO
dt.: Mondstein
1998 Svarta Bjørn NO12
(5 Wo.)NO
dt.: Schwarze Bärin
2000 Norwegian Mood DE
Gold (German Jazz Award)
Gold (German Jazz Award)
DE
NO35
(2 Wo.)NO
dt.: Norwegische Stimmung
2002 11 ubesvarte anrop NO5
(10 Wo.)NO
dt.: 11 unbeantwortete Anrufe
2005 Over en by DE90
(1 Wo.)DE
NO3
(9 Wo.)NO
dt.: Über einer Stadt
mit Nils Økland
2007 Live NO6
(4 Wo.)NO
in Deutschland unter dem Titel Reise veröffentlicht
2009 Ly DE93
(1 Wo.)DE
NO1
(14 Wo.)NO
dt.: Obdach
2009 Fantastisk Allerede NO5
(35 Wo.)NO
dt.: schon fantastisch
Best-of zum 30. Bühnenjubiläum
2011 First Night On The Earth NO19
(2 Wo.)NO
2012 Og Så Kom Resten Av Livet NO2
Gold
Gold

(43 Wo.)NO
dt.: Und dann kommt der Rest des Lebens
2017 Det Vi Har DE44
(1 Wo.)DE
NO5
(12 Wo.)NO
dt.: Was wir haben

Weitere Alben

  • 1987: Mitt ville hjerte (Mein wildes Herz)
  • 1989: Blå krukke (Blauer Krug)
  • 2003: You’d Have To Be Here (Du müsstest hier sein) (englischsprachige Version von 11 ubesvarte anrop)

Kollaboalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[1]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE NO NO
1991 Salmer på veien hjem NO15
(5 Wo.)NO
dt.: Psalme auf dem Weg nach Hause
mit Ole Paus und Mari Boine
2001 Desemberbarn NO11
(7 Wo.)NO
dt.: Dezemberkind
mit Rikard Wolff

Weitere Kollaboalben

  • 1980: Folk i husan mit Ola Bremnes
  • 1983: Tid å hausta inn mit Lars Klevstrand
  • 1984: Mitt navn er Petter Dass (Mein Name ist Petter Dass) mit Ola Bremnes
  • 1991: Ord fra en fjord (Wort von einem Fjord) mit Ola und Lars Bremnes
  • 1999: The Man From God Knows Where mit u. a. Tom Russell
  • 2000: Soløye (Sonnenauge) mit Ola und Lars Bremnes
  • 2003: Voggesanger fra ondskapens akse (Wiegenlieder von der Achse des Bösen)
  • 2004: Lullabies from the axis of evil

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kari Bremnes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE NO
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: NO DE