Karl-Heinz Bente

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Karl-Heinz „Kalla“ Bente (* 13. September 1941 in Gelsenkirchen; † 24. Januar 1984 bei Bahlingen) war ein Fußballspieler und -trainer. Mit dem SC Preußen Münster bestritt er die historische erste Saison der Bundesliga nach ihrer Einführung. Im weiteren Verlauf seiner Karriere spielte er zunächst beim KSV Hessen Kassel und danach mit den beiden bekannten Vereinen aus Freiburg im Breisgau - dem FC und dem SC - noch zweitklassig. Er ließ sich schließlich in der Region nieder und wurde Trainer im oberen Amateurbereich.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bente begann seine Karriere bei Eintracht Gelsenkirchen, 1959 und 1960 gehörte er als Mittelfeldspieler auf der damaligen Position des rechten Läufers im WM-System zur DFB-Jugendnationalmannschaft und nahm mit der DFB-A-Juniorenelf an den UEFA-Juniorenturnieren in Bulgarien und Österreich teil. Seine ersten zwei Runden im Seniorenfußball bestritt er 1960/61 und 1961/62 mit der Eintracht in der 2. Liga West. An der Seite von Mitspielern wie Willi Kostrewa, Franz-Josef Sarna, Rainer Schönwälder und Heinz Pliska absolvierte er unter den Trainern Jean Paffrath und Heinz Kersting insgesamt 52 Zweitligaspiele in denen er vier Tore erzielte. In der Saison 1962/63 spielte er erstmals beim Freiburger FC.

Als 1963 die erste Saison der Fußball-Bundesliga begann, wechselte Bente zu Preußen Münster. Am fünften Spieltag absolvierte er gegen den VfB Stuttgart sein erstes Bundesligaspiel, insgesamt wirkte Bente in dieser Saison bei 21 von 30 Partien der Münsteraner mit, am Ende der Saison stieg Münster ab.

Bente spielte in den nächsten zwei Jahren beim KSV Hessen Kassel in der Regionalliga Süd. Von 1966 bis 1973 war der Mittelfeldregisseur wieder beim Freiburger FC aktiv. In der Saison 1968/69 belegte der Freiburger FC den zweiten Platz hinter dem Karlsruher SC, in der Aufstiegsrunde lag am Ende Rot-Weiß Oberhausen knapp vor den Freiburgern und stieg in die Bundesliga auf.

1973 wechselte Bente in die 1. Amateurliga Südbaden zum Offenburger FV, nach zwei Jahren kehrte er zum Freiburger FC zurück, der 1974 die Qualifikation für die 2. Bundesliga verpasst hatte und nun ebenfalls in der Amateurliga Südbaden spielte. 1977 stieg der Freiburger FC in die 2. Bundesliga auf und Bente spielte dort noch zwei Jahre lang als Regisseur der Breisgauer, für die er in 73 von 76 möglichen Spielen antrat. Nach einer weiteren Saison beim Offenburger FV kehrte Bente nach Freiburg zurück, diesmal zum in der Südgruppe der 2. Bundesliga spielenden SC Freiburg. Am 13.12. 1980 bestritt der mittlerweile 39-jährige als der älteste in Deutschland aktive Profi bei einem 1:1 im Heimspiel gegen den SV Waldhof sein letztes Spiel.

Ab dem 25. Spieltag am 14. Februar 1981 löste er Norbert Wagner als Trainer des SC Freiburg ab. Der Verein war damals Sechster in der Tabelle. Am Ende der Saison war der SC Siebter und damit einer der zehn Vereine die sich für die ab der Folgesaison eingleisig spielende 2. Bundesliga qualifizieren konnten.

Dort trainierte Lutz Hangartner den SC während sich Bente im Management betätigte. 1983 übernahm er die Trainerposition beim Offenburger FV. Karl-Heinz Bente starb am 24. Januar 1984 bei einem Verkehrsunfall nahe dem Ort Bahlingen am Kaiserstuhl. Ab 1985 wurde dort das Bente-Gedächtnisturnier ausgerichtet das seit 2000 als Kaiserstuhl-Cup firmiert.

Sein Nachfolger als Trainer beim Offenburger FV wurde seinerzeit Alfred Metzler, Spieler des FV und langjähriger Weggefährte Bentes - beide spielten auch zusammen in der zweiten Liga beim Freiburger FC - der die Offenburger bis zum Ende der Saison noch zum bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte führte, der Deutschen Amateurmeisterschaft von 1984.

Spielerstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 21 Spiele in der 1. Bundesliga, kein Tor
  • 89 Spiele in der 2. Bundesliga, 13 Tore
  • 272 Spiele in der Regionalliga Süd, 63 Tore

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]