Preußen Münster

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Preußen Münster
Vereinswappen von Preußen Münster
Voller Name Sportclub Preußen 06 e.V. Münster
Ort Münster, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 30. April 1906
Vereinsfarben Schwarz-Weiß-Grün
Stadion Preußenstadion
Plätze 15.000 (mit Sondergenehmigung 18.500)
Präsident Georg Krimphove
Vorstand Uwe Landheer (Liegenschaften/Stadion), Carsten Gockel (Sport), Siggi Höing (Fans/Marketing/Sponsoren), Mike Schmitz (Finanzen/Lizenzierung)
Trainer Ralf Loose
Homepage scpreussen-muenster.de
Liga 3. Liga
2014/15 8. Platz
Heim
Auswärts

Der SC Preußen 06 e. V. Münster ist ein Sportverein aus Münster. Der Verein ist Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Weiß-Grün, das Wappentier ist der Preußische Adler.

Seit dem Aufstieg als Meister der Fußball-Regionalliga West in der Saison 2010/2011 spielt Preußen Münster in der 3. Liga. Die Zweite Mannschaft spielt in der Westfalenliga, Staffel 1. Die A-Junioren spielen 2015/16 in der Junioren-Bundesliga West und damit ebenso erstklassig wie die C-Junioren in der Regionalliga West. Die B-Junioren treten in der zweitklassigen Verbandsliga Westfalen an.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und Aufstieg in die höchste Spielklasse[Bearbeiten]

Altes Vereinswappen

Gegründet wurde der Verein am 30. April 1906 von Schülern des heutigen Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums unter dem Namen „FC Preußen“. Fußballhistoriker vermuten, dass der Name wohl patriotische Gründe hatte. Zu Beginn besaß der FC Preußen noch keinen eigenen Platz, so dass mit Genehmigung des Kommandierenden Generals Freiherr von Bissing auf einem Exerzierplatz der Armee an der Loddenheide gespielt wurde. Als Bedingung des Generals mussten die Tore nach jedem Spiel allerdings wieder abgebaut werden. Das erste Spiel gewannen die Münsteraner gegen den FC Osnabrück am 24. Juni 1907 mit 5:0. Nach der Aufnahme des Vereins in den Westdeutschen Spielverband spielte man zunächst zweitklassig, bis man bereits 1908 in die A-Klasse (1. Liga) aufstieg. Im Jahr 1910 zog der FCP zum Feldschlösschen an die Sentruper Höhe in Münsters Westen um. 1914 wurde der Verein zum ersten Mal Westfalenmeister. Dieser Erfolg wiederholte sich im Jahr 1921, in dem die Umbenennung in „Sportclub Preußen“ vorgenommen wurde. Zwischen 1916 und 1926 spielte der SCP auf dem Münstermannplatz, der sich unweit des heutigen Preußenstadions befand.[2]

Dort wurde der Verein 1925 Teil der deutschen Rundfunkgeschichte, als am 1. November 1925 erstmals (durch Bernhard Ernst) ein Livekommentar gesprochen wurde (Spiel gegen Arminia Bielefeld).[3] Seit 1926 spielt Preußen Münster im Preußenstadion an der Hammer Straße.

Von 1933 bis 1936 und nochmals von 1938 bis 1941 gehörten die Preußen für insgesamt sechs Spielzeiten der Gauliga Westfalen an, der damals neben 15 anderen Gauligen höchsten deutschen Spielklasse.

Nach dem Krieg in der Oberliga West[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich der Verein nach mehreren Abstiegen und Wiederaufstiegen ab Ende der 1940er Jahre endgültig in der damals erstklassigen Oberliga West etablieren. Josef Oevermann hatte daran großen Anteil, da er als Fußballobmann und Unternehmer den sogenannten "Preußen-Ring" ins Leben rief, ein Pendant zum heutigen Sponsorenpool. Oevermanns Unterstützung erlaubte es den Preußen, eine Reihe überdurchschnittlicher Angreifer ins Münsterland zu locken, die 1950/51 als „100.000-Mark-Sturm“ legendär wurden. Dies waren Rechtsaußen Felix „Fiffi“ Gerritzen vom VfB Oldenburg, der nicht nur 1951 gegen Österreich Ecken direkt verwandeln konnte, der Dortmunder Borusse Alfred „Adi“ Preißler, Mittelstürmer Rudi Schulz, Linksaußen Josef „Jupp“ Lammers und Halbstürmer „Sigi“ Rachuba (SpVgg Erkenschwick), dazu kamen noch Weghorst und ab 1952 Werner Erb, der jedoch bald zu Altona 93 zurückkehrte.

Die Spieler bestritten allerdings später, so viel Geld bekommen zu haben. Adi Preißler erinnerte sich an eine Tankstelle, die er pachten konnte, mit der aber wegen der damaligen Benzin-Rationierung kein Geld zu verdienen gewesen sei; und Gerritzen erzählte: „Nach dem Training bekamen wir eine Flasche Milch und ein Würstchen mit Kartoffelsalat. Das kostete 1,90 DM, und die wurden auch noch auf unser Vertragsspielergehalt angerechnet, bis wir dagegen auf die Barrikaden gingen.“ Die griffige Formulierung „100.000-Mark-Sturm“ geht wohl auf einen Journalisten zurück, der damit den Wert der Angriffsreihe umschreiben wollte, die mit dem Erreichen des Meisterschaftsendspiels 1951 ihren sportlichen Höhepunkt erlebte.

Mit Siegfried Rachuba, der von 1949 bis 1959 das Preußendress trug, ist ein Mitglied dieser Angriffsreihe bis in die Gegenwart Münsters erfolgreichster Erstligatorschütze aller Zeiten; er erzielte in 238 Oberligaspielen 97 Treffer sowie vier der 23 Preußen-Tore in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1951.

Deutsche Vizemeisterschaft, Gründung der Bundesliga und Abstieg[Bearbeiten]

In der Saison 1950/51 kam die Mannschaft auf Platz 2 der Oberliga West, einen Punkt hinter dem FC Schalke 04. In den anschließenden Gruppenspielen zur Deutschen Meisterschaft schaltete Preußen Münster den 1. FC Nürnberg, den Hamburger SV und Tennis Borussia Berlin aus. Dabei wurde beim letzten Gruppenheimspiel gegen Nürnberg mit weit über 40.000 Zuschauern wohl der ewige Zuschauerrekord im Preußenstadion aufgestellt; es endetete mit 6:4. Um den Gruppensieg im letzten Spiel zu erringen und damit ins Finale um die Deutsche Meisterschaft einzuziehen, musste der SCP in Berlin gegen Tennis Borussia gewinnen und das schlechtere Torverhältnis gegenüber dem 1.FC Nürnberg wettmachen. Die Preußen gewannen gegen TeBe nach einem 0:2-Rückstand mit 8:2 und zogen ins Endspiel ein. Die Mannschaft wurde in Münster empfangen, als wäre sie bereits Deutscher Meister geworden. Mindestens 23.000 Menschen drängten sich auf dem Münsteraner Prinzipalmarkt, um die Mannschaft zu sehen. Im Endspiel vor 100.000 Zuschauern im Olympiastadion Berlin gegen den 1. FC Kaiserslautern brachte Gerritzen Preußen kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit in Führung. Zwei Tore von Ottmar Walter, drei Jahre später Weltmeister mit Deutschland, stellten aber schließlich den 2:1-Sieg und damit die erste Meisterschaft der Pfälzer sicher.[4]

In der Oberligasaison 1953/54 gelang Preußen noch einmal ein vierter Platz, ansonsten erreichte die Mannschaft nur Plätze im Mittelfeld. Umso überraschender kam für zahlreiche Beobachter 1963 Münsters Aufnahme in die neugegründete Fußball-Bundesliga.

1962 unternahm die Mannschaft eine Südamerikareise und gewann dabei gegen die Nationalmannschaften Chiles und Argentiniens mit 3:0 und 2:1. Im Mai und Juni 1963 nahm Preußen Münster als einer von 14 Vereinen aus ebensovielen Ländern an der vierten von sechs Ausspielungen der International Soccer League in den USA teil. Mit drei Siegen und drei Niederlagen belegte Preußen den fünften Platz in der vom Gesamtgewinner West Ham United FC angeführten Gruppe von sieben Teilnehmern.[5]

Am 24. August 1963 trennte sich Preußen in seinem ersten Bundesligaspiel vor 38.000 Zuschauern im ausverkauftem Preußenstadion mit 1:1 vom Hamburger SV. Damit war das Stadion in Münster das erste ausverkaufte Stadion der Bundesligageschichte. Falk Dörr brachte dabei die Münsteraner nach 72 Minuten in Führung, die aber acht Minuten später den Ausgleich durch Charly Dörfel hinnehmen mussten. Bereits nach der Hinrunde belegte Preußen den 15. und vorletzten Platz und am Saisonende trennte die Münsteraner ein Punkt von Platz 14. Höchster Sieg war ein 3:0 beim VfB Stuttgart am 20. Spieltag, während ein 0:5 beim Rückrundenauftakt in Hamburg im Rahmen einer Serie von fünf Niederlagen in Serie die höchste Niederlage darstellte. Hermann Lulka war mit neun Toren vor Manfred Rummel mit sieben Treffern der beste Torschütze der von Richard Schneider, anfangs der 1950er Meistertrainer in Kaiserslautern, angeleiteten Preußen.

Nach dem Abstieg kam Preußen in der Regionalliga West nicht über Mittelmaß hinaus und manchmal kamen sogar Abstiegssorgen auf. Die Zuschauerzahlen stagnierten auf niedrigem Niveau. Die beste Platzierung war der fünfte Platz 1973/74 in der letzten Saison der alten Regionalliga. Die fünf Regionalligen wurden danach in die zweigleisige 2. Bundesliga überführt, für deren Nordstaffel sich Preußen qualifizierte.

Zweite Bundesliga, Abstieg und Wiederaufstieg[Bearbeiten]

Die besten Chancen, wieder in die Bundesliga zurückzukehren, bestanden 1976, 1978 und 1979, als Preußen jeweils Dritter der 2. Bundesliga Nord wurde und damit die Relegationsspiele um den Aufstieg um einen Platz verpasste. Besonders in Erinnerung geblieben ist dabei das 4:1 gegen den direkten Aufstiegsrivalen Borussia Dortmund bei strömenden Regen vor über 40.000 Zuschauern im überfüllten Preußenstadion am viertletzten Spieltag 1975/76. Ein Unentschieden und eine Niederlage in den letzten beiden Saisonspielen setzten den Hoffnungen jedoch ein Ende.

1978 traten Präsident Günter Wellerdieck und andere Mitglieder des Vorstands nach einer Schwarzkartenaffäre und offengelegten Steuerrückständen des Vereins von ihren Ämtern zurück und hinterließen dem SCP einen Schuldenberg von ca. 3 Mio. D-Mark, der durch einen Vergleich und großen Einsatz der Münsteraner Bevölkerung auf 700.000 Mark gesenkt werden konnte. Allerdings bedeutete dies das Ende der Aufstiegsambitionen des SCP.[6]

Zur Saison 1981/1982 führte der DFB die eingleisige 2. Bundesliga ein. Mit dem 13. Platz der Vorsaison konnte sich Münster für diese nicht qualifizieren und wurde erstmals drittklassig.

Nach sechs vergeblichen Anläufen wurde der SC Preußen 1988 Meister der Oberliga Westfalen, scheiterte jedoch in der damals noch ausgespielten Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga an Hertha BSC und Eintracht Braunschweig.

1989 gelang den Preußen unter Helmut Horsch die Titelverteidigung in der Oberliga durch ein torloses Remis am letzten Spieltag beim SC Verl und einer gleichzeitigen Niederlage des bisherigen Spitzenreiters Arminia Bielefeld beim VfB Rheine. Nach einem 0:0 im entscheidenden Spiel der Aufstiegsrunde im Preußenstadion gegen den MSV Duisburg stieg der SC Preußen wieder in die 2. Bundesliga auf. Zur neuen Saison verließ Horsch die Preußen und wechselte zum Fußballverband Westfalen. Ihm folgte Elmar Müller auf den Trainerstuhl.

Die folgende Zweitligasaison schloss Münster als Tabellenzwölfter ab. Preußen gelang es in diesem Jahr, den FC Schalke 04 sowohl zu Hause (2:1), als auch auswärts (1:0) zu schlagen. Während der Saison erfolgte wegen Erfolglosigkeit ein Trainerwechsel von Elmar Müller zu Ernst Mareczek, der zuvor Sportlicher Leiter bei den Adlerträgern war.

Abstieg in die Dritt- und Viertklassigkeit[Bearbeiten]

Gleich im Jahr darauf folgte mit dem Abstieg die große Ernüchterung. Wurde mit Gerd Roggensack noch hoffnungsvoll ein renommierter Trainer und mit Harald Kügler ein versierter Zweitligaspieler verpflichtet, gelang es den Preußen nicht, erfolgreich Fußball zu spielen. Im Frühjahr 1991 wurde daher Siegfried Melzig als vermeintlicher Retter engagiert. Ihm gelang es jedoch ebenso wenig, mit den Preußen die Klasse zu halten; Preußen stieg als Tabellenachtzehnter erneut in die Oberliga Westfalen ab.

In den beiden folgenden Saisons wurde der SC Preußen jeweils Meister, scheiterte in den Aufstiegsrunden jedoch am Wuppertaler SV und an Rot-Weiss Essen. 1994 genügte Platz 2 zur Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga West/Südwest. Im selben Jahr gewann Münster die Deutsche Amateurmeisterschaft nach einem 1:0 im Finale gegen Kickers Offenbach. In den folgenden sechs Spielzeiten in der Regionalliga stellte der SC Preußen meist nur Mittelmaß dar. Dennoch wurde der Verein mit 306 Punkten aus 206 Spielen „ewiger Tabellenführer“ dieser im Jahr 2000 wieder aufgelösten Liga.

Zur Saison 2000/2001 führte der DFB eine neue zweigleisige Regionalliga ein. Der SC Preußen konnte sich am letzten Spieltag der Vorsaison durch ein 4:1 über den SC Verl vor über 10.000 Zuschauern dafür qualifizieren und wurde der Regionalliga Nord zugeteilt.

Gleich in der ersten Saison stand der Verein dicht vor der Rückkehr in die 2. Liga. Doch am vorletzten Spieltag gelang es nicht, eine 1:0-Führung beim direkten Aufstiegskonkurrenten Fortuna Köln über die Zeit zu bringen und so war die Mannschaft auf Schützenhilfe anderer Vereine angewiesen, die ausblieb.

In den folgenden Saisons war Preußen Münster regelmäßig in den Abstiegskampf verstrickt. 2002 wurde dabei die Klasse nur gehalten, weil aus der 2. Bundesliga nur eine Mannschaft in die Regionalliga Nord absteigen musste und sich dort die Zahl der Absteiger von vier auf drei reduzierte. 2004 gelang der Klassenerhalt am letzten Spieltag in einem Abstiegsendspiel gegen Wattenscheid 09, das nach dem 1:0-Sieg der Preußen in die Oberliga musste. Eigens für dieses Spiel wurde das Motto "Männer, ihr müsst brennen" ausgegeben und der entscheidende Treffer zur Rettung vor 10.200 Zuschauern gelang Martin Hauswald in der 45. Minute.

Anfang 2005 wurden der seit Oktober 1991 amtierende Vorstandsvorsitzende Thomas Herda und sein Schatzmeister Hermann Brück durch ein vierköpfiges Team um den neuen Präsidenten Marco de Angelis ersetzt. Es sollten neue Impulse gesetzt werden, um den weiteren Niedergang des SCP zu verhindern. Zur Saison 2005/06 übernahm Colin Bell den Trainerposten von Hans-Werner Moors. Moors, der bereits das dritte Mal als Trainer der Preußen fungierte und auch in seiner aktiven Zeit für den SCP gespielt hatte, passte nicht in das Konzept der neuen Vereinsführung. Im November 2005 wurde Bell nach Erfolglosigkeit entlassen und in der Winterpause kehrte sein Vorgänger zurück, um ein viertes Mal auf der Trainerbank des SC Preußen Platz zu nehmen.[12] Doch auch Moors konnte nicht verhindern, dass der SCP am Ende der Saison 2005/06, genau zum 100. Geburtstag des Vereins, nach einer 1:2-Niederlage gegen den Wuppertaler SV am vorletzten Spieltag abgestiegen war. Auch der folgende 3:1-Erfolg gegen Bayer Leverkusen (A) konnte das Blatt nicht mehr wenden. Damit wurden die Preußen zum ersten Mal nach 100 Jahren Vereinsgeschichte viertklassig. In der Oberligaspielzeit 2006/2007 wurde der angestrebte sofortige Wiederaufstieg in die Regionalliga unter Trainer Georg Kress mit einem 6. Platz dann deutlich verfehlt.

Die Saison 2007/2008 wurde unter dem neuen Trainer Roger Schmidt und mit einem fast gänzlich veränderten Kader in Angriff genommen. Da ein Aufstieg in eine höhere Spielklasse aufgrund der Einführung der 3. Liga in dieser Spielzeit nicht möglich war, war das Ziel, sich für die neue viertklassige Regionalliga zu qualifizieren. Dieses wurde bereits frühzeitig erreicht. Außerdem sicherte sich Preußen Münster am vorletzten Spieltag mit einem 2:0-Sieg in Hamm die Meisterschaft. Darüber hinaus wurden auch noch der Verbandspokal und der Kreispokal gewonnen, womit sich die Preußen erstmals seit 1997 für die 1. Hauptrunde des DFB-Pokals qualifizierten und dort dem VfL Bochum im seit langer Zeit wieder ausverkauften Preußenstadion erst im Elfmeterschießen mit 5:6 unterlagen. In der Saison 2008/09 spielten die Preußen in der viertklassigen Regionalliga West eine gute Rolle, ohne allerdings in den Aufstiegskampf eingreifen zu können. In der Abschlusstabelle belegte Münster schließlich Platz 4. Zudem gewann man erneut den Westfalenpokal, so dass der Verein auch in der Saison 2009/10 in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals vertreten war. Dort traf man vor 18.200 Zuschauern auf den Bundesligisten Hertha BSC und verlor erst durch zwei Gegentore in den letzten zwei Minuten der nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit notwendig gewordenen Verlängerung mit 1:3.[13] Extra für dieses Spiel wurde von der Stadt eine Sondergenehmigung erteilt, um die Zuschauerkapazität von 15.050 Plätzen auf über 18.000 zu erhöhen.[14]

In der Saison 2009/10 konnte sich Münster zum dritten Mal in Folge für den DFB-Pokal qualifizieren. Dort traf man in der ersten Hauptrunde auf den Bundesligisten VfL Wolfsburg, schied jedoch wie in den Jahren zuvor aus. Das Spiel endete mit 1:2 (0:0) für Wolfsburg.

Die Mannschaft wurde vom Sportbund der Stadt Münster beim Ball des Sports als Mannschaft des Jahres 2011, 2012 und auch 2014 ausgezeichnet.[15][16][17][18]

Aufstieg in die 3. Liga[Bearbeiten]

In der Saison 2010/11 stieg Preußen Münster unter Trainer Marc Fascher bereits am 31. Spieltag vorzeitig in die 3. Liga auf. Nach sieben Siegen in Folge sicherten sich die Adlerträger beim Spiel gegen die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach nicht nur vorzeitig den Aufstieg, sondern stellte gleichzeitig mit 18.500 Zuschauern (ausverkauft) einen neuen Rekord in der seit 2008 bestehenden Regionalliga West auf.

In der Saison 2012/13 belegte der Verein mit einem Punkt Rückstand zum auf Platz 3 stehenden VfL Osnabrück den vierten Tabellenplatz. Des Weiteren konnte der Bundesligist SV Werder Bremen in der ersten Runde des DFB-Pokals nach Verlängerung mit 4:2 bezwungen werden. In der ersten Runde des DFB-Pokals 2013/14 wurde der Zweitligist FC St. Pauli mit 1:0 besiegt und der Verein erreichte am Ende der Saison Rang 6.

In den Jahren 2012 bis 2014 wurde gehäuft über Ausschreitungen der Anhänger des Vereins berichtet.[24] Insbesondere wurden mit 27 Vorfällen mit pyrotechnischen Gegenständen in diesem Zeitraum mehr Zwischenfälle gezählt als bei allen anderen bundesdeutschen Profivereinen.[24] Der Verein musste allein für diese 27 Straftaten mehr als 60.000 Euro an den DFB zahlen, der ebenso wie die Polizei und Ordnungsbehörden den Verein unter strenge Beobachtung stellte und mit Auflagen belegte.[24] Preußen Münster reagierte daraufhin mit einer Verschärfung der Maßnahmen zur Wahrung der Stadionsicherheit, die bei Teilen der Fans auf Unmut stieß.[24] Teile dieses Maßnahmenkataloges wurden nach Fanprotesten nach kurzer Zeit bereits wieder zurückgenommen. [25]

Fans[Bearbeiten]

Der Großteil der aktiven Fanszene des Sportclubs setzt sich aus den beiden Fangruppen Deviants und der Fiffi-Gerritzen-Kurve zusammen. Der Verein besitzt eine eigene Fanabteilung, das Fanprojekt Münster e.V., das sich als Dachverband für Fanbelange im Verein einsetzt.[27] Des Weiteren werden Busfahrten zu Auswärtsspielen, Aktionen für wohltätige Zwecke sowie Veranstaltungen für Fans organisiert und das Fanradio Radio Mottekstrehle betrieben.

Die Zuschauerzahlen des SC Preußen entwickelten sich in den vergangenen Jahren sehr positiv. Fanden in den Spielzeiten der Viertklassigkeit im Schnitt zwischen 2.600 und 4.600 Zuschauern den Weg ins Preußenstadion, so konnte der Durchschnitt in der Aufstiegssaison bereits auf 5.640 Zuschauer gesteigert werden. In der dritten Liga wurde eine weitere Steigerung auf den Bestwert des Vereins in der Drittklassigkeit von 8.992 Zuschauern in der Saison 2012/13 verzeichnet. Dieser Wert wurde in der folgenden Saison noch übertroffen, als der Schnitt rund 9.200 Zuschauer erreichte. In der Saison 2014/15 verkaufte der SCP über 5.000 Dauerkarten und stellte damit einen Vereinsrekord auf.[28]

Die Derbys gegen Arminia Bielefeld und den VfL Osnabrück besitzen für die Fans einen besonders hohen Stellenwert. Durch die in den letzten Jahren häufigen Aufeinandertreffen der Clubs in der 3. Liga, deren Stadien sich in einem Umkreis von 65 Kilometern befinden, wurde der Begriff des Bermuda-Dreiecks der Dritten Liga erfunden.[29] Eine weitere Rivalität besteht zu Rot-Weiss Essen.

Der Club hat (Stand Dezember 2014) 1.980 Mitglieder.[30]

Fußballmannschaften der Saison 2015/16[Bearbeiten]

Aktueller Kader 2015/16[Bearbeiten]

Kader Saison 2015/16
Nr. Spieler Nat. Geburtsdatum im Verein seit Vertrag bis letzter Verein Drittligaspiele Drittligatore
Torhüter
1 Niklas Lomb DeutschlandDeutschland 28.07.1993 2015 2016 Hallescher FC 13 0
22 Marco Aulbach DeutschlandDeutschland 25.07.1993 2014 2016 Eintracht Frankfurt II 1 0
35 Maximilian Schulze Niehues DeutschlandDeutschland 11.11.1988 2011 2016 Fortuna Düsseldorf II 28 0
Abwehr
2 Stéphane Tritz FrankreichFrankreich 25.02.1987 2015 2017 Stade Brest 0 0
3 Felix Müller DeutschlandDeutschland 27.01.1993 2015 2017 1.FSV Mainz 05 II 24 0
4 Aaron Berzel DeutschlandDeutschland 29.05.1992 2015 2016 SV Darmstadt 98 57 2
5 Chris Philipps LuxemburgLuxemburg 08.03.1994 2015 2016 FC Metz 0 0
6 Kevin Schöneberg DeutschlandDeutschland 24.08.1985 2012 2016 FC Viktoria Köln 73 1
8 Marc Heitmeier DeutschlandDeutschland 18.03.1985 2014 2016 FSV Frankfurt 79 1
13 Björn Kopplin DeutschlandDeutschland 07.01.1989 2015 2016 1. FC Union Berlin 54 0
15 Simon Scherder DeutschlandDeutschland 02.04.1993 2006 2016 SV Brukteria Dreierwalde 52 6
24 Marco Pischorn DeutschlandDeutschland 01.01.1986 2014 2016 SV Sandhausen 138 14
25 Lion Schweers DeutschlandDeutschland 01.04.1996 2015 2017 SC Preußen Münster U-19 0 0
Mittelfeld
7 Marcus Piossek DeutschlandDeutschland PolenPolen 21.07.1989 2013 2016 VfL Osnabrück 168 31
10 Amaury Bischoff PortugalPortugal FrankreichFrankreich 31.03.1987 2012 2018 CD Aves 97 23
14 Jesse Weißenfels DeutschlandDeutschland 26.05.1992 2015 2017 Sportfreunde Lotte 0 0
20 Philipp Hoffmann DeutschlandDeutschland 19.06.1992 2014 2016 1. FC Saarbrücken 60 7
21 Danilo Wiebe DeutschlandDeutschland 22.03.1994 2015 2016 1. FC Köln II 0 0
23 Benjamin Schwarz DeutschlandDeutschland 17.07.1986 2015 2017 SpVgg Unterhaching 67 4
26 Charles-Elie Laprevotte FrankreichFrankreich 05.10.1992 2015 2016 SC Freiburg II 0 0
27 Mehmet Kara DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei 21.11.1983 2013 2018 Gençlerbirliği Ankara 79 15
Sturm
9 Marcel Reichwein DeutschlandDeutschland 21.02.1986 2014 2016 VfR Aalen 160 52
11 Abdenour Amachaibou DeutschlandDeutschland MarokkoMarokko 22.01.1987 2014 2016 SSV Jahn Regensburg 108 29
17 Cihan Özkara TurkeiTürkei AserbaidschanAserbaidschan 14.07.1991 2015 2017 PFK Simurq Zaqatala 16 1
18 Lennart Stoll DeutschlandDeutschland 03.05.1996 2015 2017 SC Preußen Münster U-19 0 0
19 Rogier Krohne NiederlandeNiederlande 23.11.1986 2013 2016 BV Cloppenburg 69 15

Stand: 23. Juli 2015

Trainer- und Funktionsteam[Bearbeiten]

Trainer-/Funktionsteam
Name Nat. Funktion
Ralf Loose DeutschlandDeutschland Cheftrainer
Babacar N’Diaye DeutschlandDeutschland SenegalSenegal Co-Trainer
Carsten Nulle DeutschlandDeutschland Torwarttrainer
Harald Menzel DeutschlandDeutschland Chefscout
Horst Rieger DeutschlandDeutschland Mannschaftsarzt
Tim Hartwig DeutschlandDeutschland Mannschaftsarzt
Cornelius Müller-Rensmann DeutschlandDeutschland Mannschaftsarzt
Dennis Morschel DeutschlandDeutschland Physiotherapeut
Matthias Haase DeutschlandDeutschland Physiotherapeut
Jürgen Keseberg DeutschlandDeutschland Zeugwart
Norbert Bußmann DeutschlandDeutschland Zeugwart

Transfers Saison 2015/2016[Bearbeiten]

Stand: 23. Juli 2015

Zugänge Abgänge
Sommer 2015
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Kader der Zweiten Mannschaft[Bearbeiten]

Kader Saison 2014/15
Spieler Nat. Geburtsdatum
Torhüter
Kevin Hund DeutschlandDeutschland 28.06.1993
Stephan Tantow DeutschlandDeutschland 02.09.1989
Abwehr
Exaucé Andzouana DeutschlandDeutschland Kongo RepublikRepublik Kongo 09.07.1993
Christoph Blesz DeutschlandDeutschland 14.06.1991
Bennet Eickhoff DeutschlandDeutschland 15.07.1995
Patrick Günner DeutschlandDeutschland 24.09.1987
Diego Menendez de Miguel DeutschlandDeutschland SpanienSpanien 03.02.1993
Leon Tia DeutschlandDeutschland 23.03.1995
Romario Wiesweg DeutschlandDeutschland 04.03.1995
Mittelfeld
Yasin Altun DeutschlandDeutschland 12.11.1995
Engin Demirdag DeutschlandDeutschland 16.03.1991
Baris Ertugrul DeutschlandDeutschland TurkeiTürkei 28.07.1991
Marco Gatzke DeutschlandDeutschland 05.06.1992
Jonas Grütering DeutschlandDeutschland 23.04.1992
Stefan Kaldewey DeutschlandDeutschland 24.07.1992
Nicolas Kriwet DeutschlandDeutschland 25.03.1993
Daniel Mladenovic DeutschlandDeutschland 31.01.1994
Sturm
Henning Dirks DeutschlandDeutschland 11.02.1994
Kemel Koussaybani DeutschlandDeutschland LibanonLibanon 16.06.1995
Nico Müller DeutschlandDeutschland 11.01.1993
Gunnar Weber DeutschlandDeutschland 05.05.1990

Trainerteam der Zweiten Mannschaft[Bearbeiten]

Trainerteam
Name Nat. Funktion
Sören Weinfurtner DeutschlandDeutschland Cheftrainer
Dennis Schunke DeutschlandDeutschland Co-Trainer
Stefan Beckmann DeutschlandDeutschland Co-Trainer

Siege und Niederlagen[Bearbeiten]

Die 1. Bundesliga[Bearbeiten]

In der einzigen Bundesligasaison (Gründungssaison 1963/64) des SC Preußen kam es zu folgenden bemerkenswerten Ergebnissen:

Höchste Heimsiege in der Bundesliga:

Höchste Heimniederlagen in der Bundesliga:

Höchster Auswärtssieg in der Bundesliga:

Höchste Auswärtsniederlage in der Bundesliga:

In der „ewigen Bundesliga-Tabelle“ befindet sich der SC Preußen derzeit mit 30 Punkten und 34:52 Toren auf Rang 48.[31]

2. Bundesliga[Bearbeiten]

In den neun Jahren der Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga (erstmals in der Gründungssaison 1974/75, zuletzt 1990/91) erzielte der SC Preußen folgende bemerkenswerte Ergebnisse:

Höchste Heimsiege in der 2. Bundesliga:

Höchste Heimniederlagen in der 2. Bundesliga:

Höchster Auswärtssieg in der 2. Bundesliga:

Höchste Auswärtsniederlagen in der 2. Bundesliga:

In der „ewigen Zweitliga-Tabelle“ steht der SC Preußen derzeit auf Rang 33 mit 510 Punkten und einem Torverhältnis von 516:484.[32]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

Sportliche Misserfolge[Bearbeiten]

  • Abstieg in die Bezirksklasse 1928 (2. Liga)
  • Abstieg in die Bezirksklasse 1941 (2. Liga)
  • Verbleib in der Landesliga Westfalen Gruppe 2 1947 (d.h. nicht für die neue Oberliga West qualifiziert)
  • Abstieg in die Regionalliga West 1964 (2. Liga)
  • Abstieg in die Amateuroberliga Westfalen 1981 (3. Liga)
  • Abstieg in die Amateuroberliga Westfalen 1991 (3. Liga)
  • Abstieg in die Oberliga Westfalen 2006 (4. Liga)

Stadion[Bearbeiten]

Panorama-Aufnahme des Preußenstadions vor dem Umbau

Die Fußballspiele des Vereins werden im Preußenstadion an der Hammer Straße ausgetragen. Das aktuelle Fassungsvermögen, das aufgrund der zunehmenden Baufälligkeit des Stadions immer weiter verkleinert wurde, beträgt 15.050 Zuschauer. Mit einer Sondergenehmigung darf die Kapazität bei Spitzenspielen auf 18.000 Zuschauer erhöht werden. Darauf möchte der Verein in Zukunft aber lieber verzichten, da das Stadion bei dieser Kapazität an seine Grenzen stößt.

Nachdem der SCP bereits seit 1926 an der Hammer Straße gespielt hatte, wurde das Stadion ab 1948 zu einer der schönsten und modernsten Arenen im Westen Deutschlands ausgebaut. Das Fassungsvermögen betrug in den 50er Jahren 40.000 Zuschauer; es wurde sogar ein Haltepunkt "Preußenstadion" der Deutschen Bundesbahn in Münster eingerichtet, was zur damaligen Zeit einzigartig war.[33] In den folgenden Jahrzehnten verpasste man allerdings, das Stadion auf einem zeitgemäßen Stand zu halten.

Seit den 1980er Jahren wurde ein Um- oder Neubau des Preußenstadions in Münster diskutiert, insbesondere nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga 1989. Im Dezember 2000 scheiterte das Projekt Preußen-Park endgültig. Die Gegengerade wurde in einem ersten, von der Tribüne unabhängigen Bauvorhaben im November 2008 überdacht und bietet nun rund 5.000 Zuschauern Schutz vor dem Wetter.

Von November 2008 bis Mai 2009 befand sich der größte Teil des Stadions im Umbau. Nachdem ein Tribünenumbau durch die Walter Hellmich Baugesellschaft bereits als sicher gegolten hatte, sprang der Bauunternehmer aufgrund gestiegener Rohstoffpreise ab mit der Begründung, die veranschlagte Bausumme nicht einhalten zu können. Kurz darauf erklärte sich die Paderborner Bremer AG bereit, das Projekt zu realisieren.

Die 1948 errichtete Haupttribüne befand sich in der Zeit von November 2008 bis Mai 2009 im Umbau und konnte daher zwischenzeitlich nicht genutzt werden. Die Tribüne bietet 2.885 Sitzplätze, darunter knapp 800 Business-Seats, verschiedene Funktionsräume, Presseräume und zunächst zehn VIP-Logen. Die erforderlichen Umbaukosten in Höhe von 4,8 Mio. € wurden von der Stadt Münster getragen. Zum Heimspiel gegen Eintracht Trier wurde erstmals ein Teil der neuen Tribüne für Zuschauer freigegeben. Die offizielle Einweihung fand am 21. August 2009 vor dem Meisterschaftsspiel gegen die Zweite Mannschaft von Schalke 04 statt.

Im Zuge der beiden anderen Umbaumaßnahmen gab ein Münsteraner Spezialbau-Unternehmen bekannt, dass sie die seit Jahren gesperrte Westkurve in Eigenregie und -finanzierung sanieren wollte. Zwar wird die Stadionkapazität durch dieses Vorhaben aufgrund einiger Lärmschutzrichtlinien nicht erhöht, jedoch bietet die Westkurve dann mehr Platz für die Zuschauer der Gastvereine. Allerdings wurden die Arbeiten mit dem Tod des Bauunternehmers unterbrochen und die Westkurve ist im erst zur Hälfte sanierten Zustand noch nicht für Zuschauer freigegeben. Im Auftaktspiel zur neuen Saison 2010/11 präsentierte der Verein erstmals eine elektronische und farbfähige Anzeigetafel für Spielstände. Die Tafel wurde von der Firma Hoesch gespendet und steht im stillgelegten Teil der Westkurve.

In der Sommerpause vor Beginn der Saison 2012/13 wurde der mehr als 60 Jahre alte Rasen, auf dem die Preußen 1963 auch ihr erstes Bundesliga-Heimspiel bestritten haben, ersetzt und ein neuer Rollrasen verlegt. Im Zuge dessen wurde auch eine Rasenheizung eingebaut. Die Eröffnung des neuen Spielfeldes erfolgte am 28. Juli 2012 beim ersten Heimspiel der neuen Saison 2012/13 beim 1:0 gegen den Chemnitzer FC. Am 19. August 2012 feierte Preußen Münster dort im DFB-Pokal mit dem 4:2-Sieg nach Verlängerung gegen den Bundesligisten Werder Bremen einen der größten Erfolge der jüngeren Vereinsgeschichte.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten]

  • Saison 1948/1949 Rudolf Prokoph
  • Saison 1949/1950 Willi Multhaup
  • Saison 1950/1951 Willi Multhaup
  • Saison 1951/1952 Willi Multhaup
  • Saison 1952/1953 Willi Multhaup
  • Saison 1953/1954 Ludwig Tretter
  • Saison 1954/1955 Paul Böhm
  • Saison 1955/1956 Paul Böhm
  • Saison 1956/1957 Günter Hentschke
  • Saison 1957/1958 Günter Hentschke
  • Saison 1958/1959 Kuno Klötzer
  • Saison 1959/1960 Kuno Klötzer
  • Saison 1960/1961 Kuno Klötzer
  • Saison 1961/1962 Richard Schneider
  • Saison 1962/1963 Richard Schneider
  • Saison 1963/1964 Richard Schneider
  • Saison 1964/1965 Richard Schneider
  • Saison 1965/1966 Richard Schneider
  • Saison 1966/1967 Povoslav Mihailovic
  • Saison 1967/1968 Bernd Trautmann
  • Saison 1968/1969 Bernd Trautmann – ab 17. September 1968 Rudolf Schnippe – ab 31. Dezember 1968 Richard Schneider
  • Saison 1969/1970 Richard Schneider – Dagmar Drewes (zeitweise)
  • Saison 1970/1971 Richard Schneider – Falk Dörr (zeitweise) – ab 11. Dezember 1970 Alfred Schmidt
  • Saison 1971/1972 Alfred Schmidt
  • Saison 1972/1973 Slobodan Cendic
  • Saison 1973/1974 Slobodan Cendic – bis 18. März 1974 zwischenzeitlich Bernd Kipp (Spieler) und Günter Wellerdieck (1. Vorsitzender von Preußen Münster)
  • Saison 1974/1975 Werner Olk – bis 1. April 1975 danach Hans-Werner Moors (als Interimstrainer)
  • Saison 1975/1976 Detlev Brüggemann – bis 21. August 1975, ab 8. September 1975 Rudi Faßnacht
  • Saison 1976/1977 Rudi Faßnacht – bis 22. Februar 1977, Günter Wellerdieck (1. Vorsitzender von Preußen Münster) – ab 1. April 1977 Werner Biskup
  • Saison 1977/1978 Werner Biskup
  • Saison 1978/1979 Werner Biskup
  • Saison 1979/1980 Werner Biskup
  • Saison 1980/1981 Günter Exner – ab 13. Januar 1981 Rudi Faßnacht
  • Saison 1981/1982 Zoltán Varga – ab 7. Dezember 1981 Horst Blankenburg (als Interimstrainer)
  • Saison 1982/1983 Ernst Mareczek
  • Saison 1983/1984 Ernst Mareczek
  • Saison 1984/1985 Ernst Mareczek
  • Saison 1985/1986 Günter Exner
  • Saison 1986/1987 Helmut Horsch
  • Saison 1987/1988 Helmut Horsch
  • Saison 1988/1989 Helmut Horsch
  • Saison 1989/1990 Elmar Müller – ab 8. März 1990 Ernst Mareczek
  • Saison 1990/1991 Gerd Roggensack – ab 24. April 1991 Siegfried Melzig bis 17. Juni 1991
  • Saison 1991/1992 Hans-Werner Moors
  • Saison 1992/1993 Hans-Werner Moors
  • Saison 1993/1994 Hans-Werner Moors – ab 9. Mai 1994 Ernst Mareczek
  • Saison 1994/1995 Fritz Bischoff
  • Saison 1995/1996 Bernd Kipp (15.-28. August 1995), danach Alfons Weusthoff
  • Saison 1996/1997 Paul Linz (trat nicht an), dann Peter Vollmann
  • Saison 1997/1998 Peter Vollmann
  • Saison 1998/1999 Hans-Werner Moors
  • Saison 1999/2000 Hans-Werner Moors (bis 23. September 1999), Klaus Berge (bis 2. November 1999), Stefan Grädler
  • Saison 2000/2001 Stefan Grädler
  • Saison 2001/2002 Stefan Grädler (bis 16. Dezember 2001) – ab Januar Neale Marmon
  • Saison 2002/2003 Neale Marmon (bis 20. November 2002) – ab Dezember Peter Vollmann
  • Saison 2003/2004 Peter Vollmann (bis 10. November 2003), dann Hans-Werner Moors
  • Saison 2004/2005 Hans-Werner Moors
  • Saison 2005/2006 Colin Bell (bis 20. November 2005), dann Stefan Grädler (als Interimstrainer), ab 19. Dezember 2005 Hans-Werner Moors
  • Saison 2006/2007 Georg Kreß – ab 6. April 2007 Carsten Gockel (als Interimstrainer)
  • Saison 2007/2008 Roger Schmidt
  • Saison 2008/2009 Roger Schmidt
  • Saison 2009/2010 Roger Schmidt (bis 19. März 2010), ab 21. März 2010 Marc Fascher[34]
  • Saison 2010/2011 Marc Fascher
  • Saison 2011/2012 Marc Fascher (bis 23. Januar 2012), ab 24. Januar 2012 Pawel Dotschew; er trat die Nachfolge Faschers an, der wegen gegenseitiger Zerwürfnisse zwischen ihm und der Vereinsführung tags zuvor freigestellt worden war[35]
  • Saison 2012/2013 Pawel Dotschew
  • Saison 2013/2014 Pawel Dotschew, am 5. September 2013 beurlaubt; als Interimstrainer fungierte der sportliche Leiter Carsten Gockel; am 15. September 2013 übernahm der neue Coach Ralf Loose
  • Saison 2014/2015 Ralf Loose
  • Saison 2015/2016 Ralf Loose

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Weitere Abteilungen[Bearbeiten]

Auch wenn der Sportclub Preußen Münster überregional vor allem als Fußballverein bekannt ist, im Verein werden auch andere Sportarten, nämlich Tennis, Leichtathletik, Handball und Faustball, betrieben.[37]

Handball[Bearbeiten]

Die relativ kleine Handballabteilung mit derzeit drei Mannschaften tritt mit einem anderen kleinen Verein gemeinsam als HSG Preußen Borussia Münster an.[37]

Leichtathletik[Bearbeiten]

Seit Jahrzehnten gehört der SC Preußen Münster zu den größeren Leichtathletikvereinen in Münster. So gewann der Langstreckenläufer Harald Norpoth in den 1960er Jahren vier seiner Deutschen Meistertitel im Trikot der Preußen und vier weitere als Athlet der LG Ratio Münster.[38] In den 1960er Jahren gab es im Preußenstadion auch Leichtathletiksportfeste mit mehr als 10.000 Zuschauern. Allerdings wurde die Aschenbahn nie durch eine Kunststoffbahn ersetzt und nach dem Neubau der Haupttribüne wäre dies auch von den Platzverhältnissen her nicht mehr möglich.

Die Leichtathleten der Preußen traten von 1970 bis 2012 in einer Start- und Trainingsgemeinschaft mit anderen Vereinen aus Münster und Umgebung als LG Ratio Münster an.[39] Seit dem 1. Januar 2013 ist die Leichtathletikabteilung der Preußen durch Austritt aus der LG Ratio wieder selbständig.

Zu den aktuell herausragenden Athletinnen des SC Preußen gehört unter anderem die U20-Europameisterin 2011 im Weitsprung, Lena Malkus.[40] Die Sprinterin Tatjana Pinto[41] (Europameisterin 2012 in der 4-mal-100-Meter-Staffel) war bis zum 31. Dezember 2012 Mitglied des SC Preußen.

Tennis[Bearbeiten]

Schon kurz nach der Gründung des Vereins entstand eine Tennisabteilung. Die Plätze und das Clubhaus befinden sich unmittelbar neben dem Preußenstadion.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Dahlkamp, Hubert; Schulze-Marmeling, Dietrich (2006). 100 Jahre Preußen Münster. Göttingen: Die Werkstatt GmbH. S.379-420. ISBN 978-3-89533-519-8.
  2. Dahlkamp, Hubert; Schulze-Marmeling, Dietrich (2006). 100 Jahre Preußen Münster. Göttingen: Die Werkstatt GmbH. S. 13–30. ISBN 978-3-89533-519-8.
  3. „Preußen Münster dreht das Ding“ – Geschichte des Fußballs im Radio in Q History vom 8. April 2011
  4. Dahlkamp, Hubert; Schulze-Marmeling, Dietrich (2006). 100 Jahre Preußen Münster. Göttingen: Die Werkstatt GmbH. S. 65–78. ISBN 978-3-89533-519-8.
  5. 1963 International Soccer League, SoccerStats.US, per 17. März 2015
  6. Dahlkamp, Hubert; Schulze-Marmeling, Dietrich (2006). 100 Jahre Preußen Münster. Göttingen: Die Werkstatt GmbH. S. 129–167. ISBN 978-3-89533-519-8.
  7. http://www.weltfussball.de/zuschauer/regionalliga-nord-2005-2006/1/
  8. http://www.weltfussball.de/zuschauer/oberliga-westfalen-2006-2007/1/
  9. http://www.weltfussball.de/zuschauer/oberliga-westfalen-2007-2008/1/
  10. http://www.weltfussball.de/zuschauer/regionalliga-west-2008-2009/1/
  11. http://www.weltfussball.de/zuschauer/regionalliga-west-2009-2010/1/
  12. Dahlkamp, Hubert; Schulze-Marmeling, Dietrich (2006). 100 Jahre Preußen Münster. Göttingen: Die Werkstatt GmbH. S. 299-324. ISBN 978-3-89533-519-8.
  13. DFB-Pokal: Hertha schrammt knapp an Blamage vorbei – 3:1 gegen PreußenWestfälische Nachrichten vom 1. August 2009
  14. Verwirrende ZahlenspieleWestfälische Nachrichten vom 28. Juli 2009
  15. Westfälische Nachrichten: Letzte Runde ist eingeläutet – Hochgeschwindigkeits-Endspurt: Viele Kandidaten geben im neuen Jahr schon wieder Vollgas, Münsters Sportler des Jahres 2012, 30. Januar 2013
  16. Westfälische Nachrichten: Malkus, Taylor, Preußen Münster und Ditzel/Brummel Sieger bei Sportlerwahl, Titelseite, Münster, 20. Februar 2013
  17. Westfälische Nachrichten: Tolle Wahl und große Sieger: Drei Mal die Preußen und zwei junge Ruderer, Münsters Sportler des Jahres 2012, 20. Februar 2013
  18. http://www.wn.de/Lokalsport/Muenster/1867747-Muensters-Sportler-des-Jahres-2014-Preussen-sind-Spitze
  19. http://www.weltfussball.de/zuschauer/regionalliga-west-2010-2011/1/
  20. http://www.weltfussball.de/zuschauer/3-liga-2011-2012/1/
  21. http://www.weltfussball.de/zuschauer/3-liga-2012-2013/1/
  22. http://www.weltfussball.de/zuschauer/3-liga-2013-2014/1/
  23. http://www.weltfussball.de/zuschauer/3-liga-2015-2015/1/
  24. a b c d Westfälische Nachrichten: Stellungnahme des Vereins zu neuen Sicherheitsmaßnahmen: Brisanter Start in die Saison, Münster, 24. Juli 2014
  25. http://www.wn.de/Lokalsport/Preussen-Muenster/1675219-Massnahmenkatalog-Preussen-Muenster-hebt-Verbote-teilweise-wieder-auf
  26. Dahlkamp, Hubert; Schulze-Marmeling, Dietrich (2006). 100 Jahre Preußen Münster. Göttingen: Die Werkstatt GmbH. S.406-408. ISBN 978-3-89533-519-8.
  27. http://www.fanprojekt-muenster.de/wp/uber-uns/
  28. http://www.wn.de/Lokalsport/Preussen-Muenster/1822240-Personalplanungen-nach-dem-Schlusspfiff-Preussen-heben-ein-letztes-Mal-ab
  29. http://www.wn.de/Lokalsport/Preussen-Muenster/1807187-Das-Bermudadreieck-in-Liga-drei-Muenster-nervenstark-und-stabil
  30. http://www.wn.de/Lokalsport/Preussen-Muenster/1814356-Jahreshauptversammung-des-SC-Preussen-Auf-die-Spitze-getrieben
  31. http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/ewigebundesligatabelle.html
  32. http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/spieltag/2-bundesliga/ewigebundesligatabelle.html
  33. Dahlkamp, Hubert; Schulze-Marmeling, Dietrich (2006). 100 Jahre Preußen Münster. Göttingen: Die Werkstatt GmbH. S. 56–61. ISBN 978-3-89533-519-8.
  34. Münsterländische Volkszeitung: Marc Fascher Nachfolger von Trainer Roger Schmidt Artikel vom 21. März 2010
  35. Dotschew neuer Trainer, www.scpreussen-muenster.de
  36. Ehemalige Youngstars - Auf der Homepage des Vereins
  37. a b SC Preußen 06 e.V. Münster (Hrsg.): Abteilungen, URL: http://www.scpreussen-muenster.de, o.J., abgerufen am 12. März 2012
  38. Meistertitel auf Sport-komplett.de
  39. LG Ratio Münster e.V (Hrsg.): Willkommen, URL: http://www.muenster.org/lg-ratio/, o.J., abgerufen am 12. März 2012
  40. LG Ratio Münster e.V (Hrsg.): Lena Malkus, URL: http://www.muenster.org/lg-ratio/, o.J., abgerufen am 12. März 2012
  41. LG Ratio Münster e.V (Hrsg.): Tatjana Pinto, URL: http://www.muenster.org/lg-ratio/, o.J., abgerufen am 12. März 2012