Karl-Heinz Tuschel

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Karl-Heinz Tuschel (* 23. März 1928 in Magdeburg; † 12. Februar 2005 in Berlin) war ein deutscher Science-Fiction-Autor, Lyriker und Kabaretttexter. Tuschel gilt als einer der beliebtesten und produktivsten DDR-Autoren des Genres der Science-Fiction.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl-Heinz Tuschel wurde 1928 in Magdeburg geboren. Nach dem Abitur und einem Studium der Mathematik arbeitete er in der chemischen Industrie, im Bergbau, in Redaktionen und in der FDJ. In dieser Periode entstanden erste Gedichte und erste kleine Werke.

1958 bis 1961 studierte er am Institut für Literatur „Johannes R. Becher“ in Leipzig, war Dramaturg beim Kabarett Die Kneifzange und beim Erich-Weinert-Ensemble der NVA.

Ab dem Jahr 1976 arbeitete er als freier Schriftsteller.

Karl-Heinz Tuschel verstarb am 12. Februar 2005 im Alter von 76 Jahren in Berlin. Sein letzter Erzählband erschien erst nach seinem Tode. Er hinterließ zwei unvollendete Romane.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erzählungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das doppelte Rätsel, 1966
  • Terrasse von A'hi-nur, 1968
  • Der unauffällige Mr. McHine, 1969
  • Raumflotte greift nicht an, 1976
  • Kaderfragen, 1977
  • Kalte Sonne, 1977
  • Der unverständliche Funkspruch, 1977
  • Die Legende vom Mai 97, 1977
  • Wie ich meinen linken Beruf wechselte, 1977
  • Havariefall Lun - ALF 17, 1978
  • Der Tod im silbernen Band, 1978
  • SOS von BioSat, 1979
  • Experiment Antimaterie, 1980
  • Computerspuk in Kosmograd, 1981
  • Das Geheimnis der Mascons, 1982
  • Projekt Pandora, 1983
  • Angriff aus hundert Jahren Distanz, 1984
  • Ein Experten System, 1987
  • Alarm am Vormittag, 1988
  • Das Gras des Paradieses, 1990
  • Sternbedeckung, 1990
  • Das Lächeln der alten Dame, 1992
  • Die Umarmung des Meeres, 1993

Erzählbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der unauffällige Mr. McHine, Berlin: Militärverlag 1970
(Das doppelte Rätsel, Terrasse von A'hi-nur, Der unauffällige Mr. McHine). 1972 erschien ebenfalls im Militärverlag eine Taschenbuchausgabe (Das Taschenbuch 145), in der die Erzählung Das doppelte Rätsel nicht mit abgedruckt wurde
(Raumflotte greift nicht an, Kalte Sonne, Der unverständliche Funkspruch, Die Legende vom Mai 97, Kaderfragen, Wie ich meinen linken Beruf wechselte)
  • Inspektion Raumsicherheit, Berlin: Neues Leben 1984
(Havariefall Lun - ALF 17, SOS von BioSat, Experiment Antimaterie, Computerspuk in Kosmograd, Das Geheimnis der Mascons, Projekt Pandora)
(Sternbedeckung, Ein Expertensystem. Das Lächeln der alten Dame, Ein Scheusal meldet sich zu Wort, Das Gras des Paradieses, Quarantäne, Angriff aus hundert Jahren Distanz, Kleiner Mann im Ohr, Die Umarmung des Meeres, Rike gibt nicht auf)

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karsten Kruschel: Karl-Heinz Tuschel. In: Erik Simon, Olaf R. Spittel (Hrsg.): Die Science-fiction der DDR. Autoren und Werke. Ein Lexikon. Verlag Das Neue Berlin, Berlin 1988, ISBN 3-360-00185-0, S. 263–268.
  • Karlheinz Steinmüller: Mesche Ross und die Rettung der Welt. In: Berliner Lesezeichen (4) 1996, Heft 7, S. 43–44 (über Der Mann von IDEA). ISSN 0945-0106
  • Karsten Kruschel: Tuschel, Karl-Heinz. In: Lexikon der Science Fiction-Literatur seit 1900. Mit einem Blick auf Osteuropa, herausgegeben von Christoph F. Lorenz, Peter Lang, Frankfurt/Main 2016, ISBN 978-3-63167-236-5, S. 551–556.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]