Karl Robert Wenck

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Karl Robert Wenck (* 12. August 1854 in Leipzig; † 8. Juli 1927 in Marburg[1]) war ein deutscher Historiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er stammt aus der Gelehrtenfamilie Wenck und war Sohn des Reichsgerichtsrats Rudolf Wenck. Nach dem Studium der Geschichtswissenschaften in Heidelberg, Göttingen, Berlin und Leipzig, wo er am 2. August 1876 zum Dr. phil. promoviert wurde, wurde er 1878 Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Halle. 1881 habilitierte er sich an der Universität Halle für das Fach Geschichte und lehrte dort als Privatdozent. 1889 wechselte er nach Marburg, wohin er sich 1891 umhabilitierte. 1893 erhielt er den Titel eines Professors und wurde 1905 zum ordentlichen Honorarprofessor ernannt. Im Wintersemester 1922/23 trat er in den Ruhestand.

Die Schwerpunkte seiner Forschungen waren päpstliche Urkunden aus dem Mittelalter und hessische Landesgeschichte.

1924 verlieh ihm die Universität Marburg die theologische Ehrendoktorwürde. 1925 wurde er korrespondierendes Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften.[2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Wettiner im XIV. Jahrhundert, insbesondere Markgraf Wilhelm und König Wenzel. Nebst einem Excurs: Der vogtländischen Krieg. Duncker & Humblot, Leipzig 1877
  • Clemens der Fünfte und Heinrich der Siebte. Die Anfänge des franz. Papstthums. Ein Beitr. zur Geschichte des 14. Jahrh. Niemeyer, Halle 1882
  • Die heilige Elisabeth. Mohr, Tübingen 1908
  • Die Universität Marburg in den Jahren 1866–1916 mit einem Nachwort über die Jahre 1916–1920. Koch, Marburg (Lahn) 1921

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herrmann A. L. Degener (Hrsg.): Wer ist’s. 4. Ausgabe, 1909.
  • Franz Gundlach: Catalogus professorum Academiae Marburgensis. 1927.
  • Inge Auerbach: Catalogus professorum Academiae Marburgensis. Band 2, 1979.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. siehe Hessisches Staatsarchiv Marburg (HStAMR Best. 915 Nr. 5729 S. 383)
  2. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.