Karl Wulzinger

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Karl Friedrich Paul Wulzinger (* 29. Juni 1886 in Würzburg; † 26. Mai 1949 in Karlsruhe) war ein deutscher historischer Bauforscher.

Karl Wulzinger besuchte das Maximiliangymnasium und das Realgymnasium in München und studierte von 1905 bis 1909 Architektur an der Technischen Hochschule München. Er trat zunächst in den bayerischen Staatsbaudienst ein und arbeitete unter Friedrich von Thiersch am Erweiterungsbau der Technischen Hochschule. 1911 folgte eine achtmonatige Studienreise nach Konstantinopel und Kleinasien, 1913 promovierte Wulzinger bei Cornelius Gurlitt an der Technischen Hochschule Dresden mit einer Dissertation Drei Bektaschi-Klöster Phrygiens. 1912 bis 1914 arbeitete er als Grabungsarchitekt in Milet unter dem Archäologen Theodor Wiegand, anschließend leistete er seinen Kriegsdienst, zunächst 1914 bis 1916 in den Vogesen und dann 1916 bis 1918 unter Theodor Wiegand im Deutsch-Türkischen Denkmalschutzkommando in Syrien, Palästina und dem nördlichen Sinai.

Nach Habilitation (1914) und Lehrtätigkeit (1919) an der Technischen Hochschule in München war Wulzinger seit 1920 ordentlicher Professor für Kunst- und Baugeschichte an der Technischen Hochschule Karlsruhe, deren Rektor er 1928/29 war. 1937 wurde er Mitglied der NSDAP, 1945 wurde er daher suspendiert, 1946 jedoch wieder eingestellt. Nachfolger Wulzingers wurde 1950 sein früherer Assistent Arnold Tschira.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Walter Bachmann, Carl Watzinger und Theodor Wiegand: Petra (= Wissenschaftliche Veröffentlichungen des deutsch-türkischen Denkmalschutz-Kommandos. Heft 3), de Gruyter, Berlin/Leipzig 1921.
  • mit Carl Watzinger: Damaskus. Die antike Stadt (= Wissenschaftliche Veröffentlichungen des deutsch-türkischen Denkmalschutz-Kommandos. Heft 4). de Gruyter, Berlin/Leipzig 1921.
  • mit Carl Watzinger: Damaskus. Die islamische Stadt von Karl Wulzinger und Carl Watzinger. (= Wissenschaftliche Veröffentlichungen des deutsch-türkischen Denkmalschutz-Kommandos. Heft 5). de Gruyter, Berlin/Leipzig 1924.
  • mit Alexander Raymund: Alttürkische Keramik in Kleinasien und Konstantinopel. Bruckmann, München 1922.
  • Byzantinische Baudenkmäler zu Konstantinopel, auf der Seraispitze, die Nea, das Tekfur-Serai und das Zisternenproblem. Hannover 1925.
  • Baugeschichte in Lehre und Forschung. Festrede gehalten anlässlich des Rektoratswechsels am 1. Dezember 1928. Karlsruhe 1929.
  • Die Apostelkirche und die Mehmedije zu Konstantinopel. In: Byzantion Bd. 7, 1932, S. 7–39.
  • mit Paul Wittek, Friedrich Sarre: Das islamische Milet (= Milet. Ergebnisse der Ausgrabungen und Untersuchungen seit dem Jahre 1899 Band III, Heft 4). de Gruyter, Berlin 1935.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]