Friedrich Sarre

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Friedrich Sarre (* 22. Juni 1865 in Berlin; † 31. Mai 1945 in der Villenkolonie Neubabelsberg, Babelsberg) war ein deutscher Kunsthistoriker, Orientarchäologe und Museumsdirektor sowie ein bedeutender Sammler islamischer Kunst. Er gilt als Begründer der islamischen Archäologie und Kunstgeschichte in Deutschland.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Sarre stammte aus einer Berliner Hugenottenfamilie. Sein Vater Theodor Sarre (1816-–1893) war ein erfolgreicher Unternehmer, der ab 1848 für Carl Justus Heckmann (1786–1878) arbeitete. 1853 heiratete er Heckmanns älteste Tochter Mathilde (1830–1879), die Mutter von Friedrich Sarre.[1] Nach dem frühen Tod seiner Mutter wuchs er bei seiner Tante Elise Wentzel-Heckmann (1833–1914) auf.[2] Im Jahr 1900 heiratete Sarre Maria Humann (1875–1970), die Tochter des Ausgräbers von Pergamon, Carl Humann (1839–1896). Sein Schwager war der Offizier und Verlagsleiter Hans Humann. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: der Jurist Friedrich-Carl Sarre (1901–1968), die Bildhauerin Marie-Louise Sarre (1903–1999), der Mediziner Hans Sarre (1906–1994) sowie Irene Sarre (1910–2004), die mit dem Juristen Eduard Wätjen (1907–1994) verheiratet war.

Friedrich Sarre war aufgrund des Vermögens seiner Familie finanziell unabhängig.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Sarre besuchte das Gymnasium zum Grauen Kloster und das Leibniz-Gymnasium in Berlin, wo er 1895 das Abitur ablegte. Anschließend studierte er Kunstgeschichte in Heidelberg, Berlin und Leipzig. In Leipzig wurde Anton Springer sein Lehrer, bei ihm promovierte er 1890 mit einer Arbeit zur Kunstgeschichte von Mecklenburg in der Renaissance.[3] Von 1890 bis 1893 arbeitete Sarre als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter bei den Berliner Museen, zunächst bei Julius Lessing am Kunstgewerbemuseum, dann bei Wilhelm von Bode an der Gemäldesammlung.

Gök Jami (Blaue Moschee) in Eriwan, eine Fotografie von Sarre aus dem Jahr 1897

Archäologische Studien erweckten sein Interesse und er begann früh zu reisen. In Smyrna begegnete er Carl Humann, der ihm empfahl, die großen Baudenkmäler des mittelalterlichen Anatoliens aufzusuchen, denen bis zu jener Zeit wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden war. 1895 organisierte Sarre eine erste Reise nach Kleinasien (Phrygien, Lykien und Pisidien), 1896 folgte eine zweite längere nach Zentral-Kleinasien. Dabei stellte er fest, dass die dortigen Bauwerke eine genaue und akribische Bestandsaufnahme benötigten und er bereitete sich darauf vor, selbst der Fotograf zu sein, und zwar in einem Maße, das zu jener Zeit selten war. Es mag vergessen sein, dass man bis 1880 die Emulsionen für die Glas-Negative während der Reise selbst zubereiten musste. Und er nahm immer einen ausgebildeten und kompetenten Architekten mit auf seine Reisen. Das Ergebnis dieser Reisen nach Kleinasien, Persien und Turkestan sind die großen Arbeiten von einer Schönheit, die schwer zu übertreffen ist. Die Reisen in Persien wurden 1897/98 und Turkestan 1899/1900 durchgeführt. Dabei fertigte er diverse Fotografien von heute hohen wissenschaftlichen Wert an.[4]

Tätigkeit an den Berliner Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 1904 leitete Friedrich Sarre auf Bitten von Wilhelm von Bode ehrenamtlich die von diesem neu gegründete islamische Abteilung der Berliner Museen im Kaiser-Friedrich-Museum. 1922 wurde er beamteter Direktor der Abteilung und trat 1931 in den Ruhestand, sein Nachfolger wurde sein Mitarbeiter Ernst Kühnel.

Sarre stellte der islamischen Abteilung bei ihrer Gründung große Teile seiner eigenen Privatsammlung, über 600 Stücke, als Dauerleihgabe zur Verfügung, 1922 schenkte er dem Museum diese Stücke.

Für das Berliner Museum gelang Sarre der Erwerb zahlreicher bedeutender Kunstwerke. So erwarb er etwa im Jahre 1912 das Aleppo-Zimmer. 1927 gelang in England der Erwerb des Mihrab aus Kaschan, einer Gebetsnische aus der iranischen Stadt Kaschan aus dem Jahre 1226.[5]

Sarre als Wissenschaftler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Fredrik Robert Martin 1905 die seldschukischen Teppiche in der Alaaddin-Moschee in Konya entdeckte, war dort der deutsche Vizekonsul Julius Löytved anwesend, der die Fotoaufnahmen und Aquarellzeichnungen, die auf Anordnung des Großveziers Ferid Pascha für Prinz Wilhelm von Schweden gemacht werden sollten, überwachte. Fredrik Robert Martin schreibt in seinem Buch[6], dass Löytved von diesen Kopien anfertigte und nach Berlin schickte. Sarre reproduzierte diese und veröffentlichte den Artikel „Mittelalterliche Knüpfteppiche“ im Oktober 1907 in der österreichischen Zeitschrift „Kunst und Kunsthandwerk“, ohne diese gesehen zu haben.[7] Dieser Artikel erregte natürlich großes Aufsehen. Erst ein Jahr später erschien das Buch von Fredrik Robert Martin über seine Entdeckung.

Sarre arbeitete mit zahlreichen anderen Gelehrten zusammen. Da Sarre selbst keine orientalischen Sprachen beherrschte, war für ihn die Zusammenarbeit etwa mit Orientalisten wie Max van Berchem (1863–1921), Martin Hartmann (1851–1916), Eugen Mittwoch (1876–1942)[8], Bernhard Moritz (1859–1939) und Moritz Sobernheim (1872–1933) von großer Bedeutung.

Im Winter 1907/08 brachen Friedrich Sarre und der Archäologe Ernst Herzfeld, den er schon seit 1905 kannte[9], zu einer Reise in das Euphrat- und Tigrisgebiet auf, um einen geeigneten Platz für erste großflächige Ausgrabungen an einem Siedlungspunkt islamischer Zeit zu finden, und so diese Epoche neben den aufsehenerregenden laufenden altorientalischen Feldforschungen in Babylon und Assur als eigenständiges Wissenschaftsgebiet zu etablieren. Für die Umsetzung dieser ehrgeizigen Pläne wählten die beiden Wissenschaftler Samarra, die Hauptstadt der Abbasiden. 1911 bis 1913 fanden unter der Leitung von Herzfeld Grabungen in Samarra statt.[10]

Letzte Jahre und Tod[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch nach seinem Ruhestand 1931 war er weiter wissenschaftlich tätig. Bestattet wurde er auf dem Friedhof in Klein-Glienicke.

Friedrich Sarre als Sammler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamza-Nâma-Handschrift, Mihrdukht schießt ihren Pfeil durch einen Ring. 1564–1579, aus der Sammlung Maria Sarre-Humann, Ascona

Friedrich Sarre begann zunächst auf seinen Reisen nach Kleinasien und Persien Objekte der islamischen Kunst zu erwerben, später kaufte er überwiegend im Kunsthandel. Die Sammlung umfasste alle Bereiche der islamischen Kunst, besonders reich war sie bei Teppichen[11] und Manuskripten[12].

1899 stellte er seine gesammelten Kunstgegenstände erstmals im Kunstgewerbemuseum in Berlin aus, dass im heutigen Martin-Gropius-Bau untergebracht war. Ebenso waren Stücke aus Sarres Sammlung bei den beiden großen Ausstellungen zur islamischen Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu sehen, zunächst 1903 in der „Exposition des arts musulmans“ der Union centrale des arts décoratifs im Pavillon Marsan in Paris.[13] Auch bei der 1910 von Sarre mit vorbereiteten Ausstellung „Ausstellung von Meisterwerken muhammedanischer Kunst“ in München war er mit zahlreichen Stücken aus seiner Sammlung vertreten.[14] Eine weitere Ausstellung der Sammlung Sarre fand 1932 im Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt statt.[15]

1906 begann Sarre mit der Publikation eines Kataloges seines Sammlung, von dem jedoch nur ein Band erschien.[16]

Große Teile der Sammlung Sarre, über 600 Stücke, waren bereits seit der Gründung der islamischen Abteilung des Kaiser-Friedrich Museum 1904 dort als Dauerleihgabe ausgestellt, diese Stücke schenkte Sarre 1921 dem Museum.

Villa Sarre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Villa Sarre, im Sommer 2007
Detail der Villa: Der Löwenfries, im Sommer 2007

Nachdem erste Entwürfe für den Bau einer Villa durch Joseph Maria Olbrich nicht verwirklicht wurden[17], ließ sich Friedrich Sarre 1906 durch den Architekten Otto Sior eine repräsentative Villa in der Villenkolonie Neubabelsberg (heute Potsdam-Babelsberg) (Bergstr. 6, heute Spitzweggasse 6) errichten, wo er bis zu seinem Tode lebte.[18] Der obere Umgang des kleinen Turmes ist mit einem Keramikfries aus schreitenden Löwen dekoriert, einer freien Nachbildung des Löwenfrieses von der Prozessionsstraße von Babylon. Am Haus ließ er einige Antiken aus seiner Sammlung anbringen.[19]

Das Haus wurde zu einem Treffpunkt der Berliner Oberschicht, zu der Sarre gehörte, so war er etwa auch Mitglied des sogenannten SeSiSo-Club. Von Ende 1918 bis Januar 1921 lebte in der Villa der mit Sarre befreundete osmanische Politiker Enver Pascha während seines Berliner Exils.[20] Die in der Nähe gelegene Enver-Pascha-Brücke ist nach ihm benannt.

In der Villa verkehrten zahlreiche Freunde und Bekannte von Friedrich Sarre, so etwa Robert Koldewey, Wilhelm Valentiner und Heinrich Wölfflin.[21] Auch Adolf Hitler war hier einmal zum Tee geladen.[22] Von 1940 bis 1944 war Helmuth James Graf von Moltke, Rechtsanwalt in der Kanzlei von Sarres Sohn Friedrich-Karl Sarre und seinem Schwiegersohn Eduard Wätjen, häufig zu Gast in der Villa Sarre.[23]

Durch die Beziehungen von Wätjen konnte die Sammlung von Teppichen und Manuskripten aus dem Besitz von Friedrich Sarre 1944 in die Schweiz gebracht werden, wo die Witwe Maria Sarre sie im Oktober 1945 wieder zurückerhielt.[24]

Seine restliche Sammlung, seine Bibliothek, Fotografien, Tagebücher und wissenschaftlichen Papiere wurden zerstört, als nur wenige Tage nach seinem Tod am 4. Juni 1945 das Haus zur Vorbereitung der Potsdamer Konferenz geräumt wurde. Ab 1957 wurde die Villa von der Deutschen Hochschule für Filmkunst genutzt, 1977 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt. Nach der Wende 1989 wurde die Villa an die Erben zurückgegeben und von diesen verkauft. 1995 wurde die Villa saniert, 2011/12 erneut saniert und dient heute als Wohnhaus.[25]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1928 erhielt er von der Technischen Hochschule Dresden den Ehrendoktortitel.[26]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Berliner Goldschmiede-Zunft von ihrem Entstehen bis zum Jahre 1800. Ein Beitrag zur Kunst- und Gewerbe-Geschichte Berlins. Stargardt, Berlin 1895.
  • Reise in Kleinasien. Sommer 1895. Forschungen zur seldjukischen Kunst und Geographie des Landes. Reimer, Berlin 1896.
  • Transkaukasien – Persien – Mesopotamien – Transkaspien. Land und Leute. Reimer, Berlin 1899.
  • Denkmäler persischer Baukunst. Geschichtliche Untersuchung und Aufnahme muhammedanischer Backsteinbauten in Vorderasien und Persien. 2 Bände. Wasmuth, Berlin 1901–1910.
  • mit Ernst Herzfeld: Archäologische Reise im Euphrat- und Tigris-Gebiet (= Forschungen zur islamischen Kunst. Bd. 1, 1–4). 4 Bände. Reimer, Berlin 1911–1920.
  • Konia. Seldschukische Baudenkmäler (= Denkmäler persischer Baukunst. Bd. 1). Unter Mitwirkung von Georg Krecker und Max Deri. Wasmuth, Berlin 1921 (Zuerst in Denkmäler persischer Baukunst 1910).
  • Die Kunst des alten Persien (= Kunst des Ostens. Bd. 5, ZDB-ID 531920-1). Bruno Cassirer Verlag, Berlin 1922.
    • französisch L'art de la Perse ancienne. Éditions G. Crès & Cie, Paris 1921.
  • Die Ergebnisse der Ausgrabungen von Samarra im Kaiser-Friedrich-Museum. G. Grote, Berlin 1922.
  • Islamische Bucheinbände (= Buchkunst des Orients. Bd. 1). Scarabaeus-Verlag, Berlin 1923.
  • mit Ernst Herzfeld: Die Keramik von Samarra. (= Forschungen zur islamischen Kunst. Bd. 2). Reimer, Berlin 1925.
  • Keramik und andere Kleinfunde der islamischen Zeit von Baalbek. W. de Gruyter, Berlin u. a. 1925 (Sonderabdruck aus Baalbeck. Ergebnisse der Ausgrabungen und Untersuchungen in den Jahren 1898 bis 1905. Bd. 3).
  • mit Hermann Trenkwald: Altorientalische Teppiche. 2 Bände. Herausgegeben vom Österreichischen Museum für Kunst und Industrie. A. Schroll & Co., Wien 1926–1928.
  • Der Kiosk von Konia. Verlag für Kunstwissenschaft, Berlin 1936.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • J. Heinrich Schmidt: Friedrich Sarre, Schriften. Zum 22. Juni 1935 zusammengestellt (= Forschungen zur islamischen Kunst. Bd. 6). Reimer, Berlin 1935.
  • Ernst Herzfeld: Friedrich Sarre. In: Ars Islamica. Bd. 11/12, 1946, S. 210–212.
  • Ernst Kühnel: Friedrich Sarre †. In: Der Islam. Bd. 29, 1950, S. 291–295.
  • Richard Ettinghausen: Friedrich Sarre. In: Pantheon 23, 1965, S. 319.
  • Volkmar Enderlein: Sarre, Friedrich. In: Eric M. Meyers (Hrsg.): The Oxford Encyclopedia of Archaeology in the Near East. Bd. 4: Meta – Sepp. Oxford University Press, New York u. a. 1997, ISBN 0-19-511218-0, S. 491.
  • Semavi Eyice: Sarre, Friedrich. In: Türkiye Diyanet Vakfı İslam Ansiklopedisi. Bd. 36, Istanbul 2009, ISBN 978-975-389-566-8, S. 165–166.
  • Jens Kröger: Die Sammlung des Orientalisten, Archäologen und Kunsthistorikers Friedrich Sarre (1864–1945). In: Privates und öffentliches Sammeln in Potsdam. 100 Jahre „Kunst ohne König“. Lukas-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-86732-069-6, S. 119–122.
  • Patricia Blessing: Friedrich Sarre and the discovery of Seljuk Anatolia. In: Journal of art historiography. 11, 2014, S. 1–20.
  • Julia Gonnella, Jens Kröger (Hrsg.): Wie die islamische Kunst nach Berlin kam. Der Sammler und Museumsdirektor Friedrich Sarre (1865–1945). Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst und Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-496-01544-4; ISBN 978-3-88609-769-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Friedrich Sarre – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zur Familie Harry Nehls: Cauer-Skulptur auf der Grabstätte Sarre. In: Berlinische Monatsschrift 1989, Heft 5, S. 33–37; Harry Nehls: Die Grabstätte der Familie Sarre. In: Museums Journal 12, Heft 4, 1998, S. 10–11.
  2. Ehefrau des Architekten Hermann Wentzel. Sie wurde im Jahr 1900 als zweite Frau nach Katharina der Großen Mitglied der Berliner Akademie.
  3. Friedrich Sarre: Beiträge zur Mecklenburgischen Kunstgeschichte. Trowitzsch & Sohn, Berlin 1890 (Lebenslauf). Druckausgabe: Fritz Sarre: Der Fürstenhof zu Wismar und die norddeutsche Terrakotta-Architektur im Zeitalter der Renaissance. Trowitzsch & Sohn, Berlin 1890.
  4. Orientfotos um 1900 von Friedrich Sarre – Ausstellungsanzeige der Staatlichen Museum zu Berlin.
  5. Friedrich Sarre, Ernst Kühnel: Zwei persische Gebetsnischen aus lüstrierten Fliesen. In: Berliner Museen. Bd. 49, H. 6, 1928, S. 126–131.
  6. Fredrik Robert Martin: A History of Oriental Carpets before 1800. Eigenverlag, Wien 1908, Anmerkung 247.
  7. Friedrich Sarre: Mittelalterliche Knüpfteppiche kleinasiatischer und spanischer Herkunft. In: Kunst und Kunsthandwerk 10, 1907, S. 503–525.
  8. Mit diesem gab er ein Buch über die Zeichnungen von Reza Abbasi heraus: Zeichnungen von Riza Abbasi. Bearbeitet von Friedrich Sarre und Eugen Mittwoch. Bruckmann, München 1914.
  9. Jens Kröger: Ernst Herzfeld and Friedrich Sarre. In: Ann C. Gunter, Stefan R. Hauser (Hrsg.): Ernst Herzfeld and the Development of Near Eastern Studies, 1900–1950. Brill, Leiden 2005, S. 45–99.
  10. Jens Kröger: Chronik der Ausgrabungen in Samarra 1911–1913. In: Julia Gonella, Rania Abdellatif, Simone Struth (Hrsg.): Hundert Jahre Ausgrabungen in Samarra (= Beiträge zur islamischen Kunst und Archäologie Bd. 4). Reichert, Wiesbaden 2014, S. 234–346.
  11. Jens Kröger: Friedrich Sarre und die orientalische Teppichkunst. In: Julia Gonnella, Jens Kröger (Hrsg.): Wie die islamische Kunst nach Berlin kam. Der Sammler und Museumsdirektor Friedrich Sarre (1865–1945). Berlin 2015, S. 137–146.
  12. Julia Gonella: Friedrich Sarre als Sammler islamischer Buchkunst. In: Julia Gonnella, Jens Kröger (Hrsg.): Wie die islamische Kunst nach Berlin kam. Der Sammler und Museumsdirektor Friedrich Sarre (1865–1945). Berlin 2015, S. 103–120.
  13. Exposition des arts musulmans. Catalogue descriptive. Paris 1903 (mit Angabe der Stücke aus der Sammlung Sarre).
  14. Friedrich Sarre, F. R. Martin: Die Ausstellung von Meisterwerken muhammedanischer Kunst in München, 1910. 3 Bände. F. Bruckmann, München 1912. Siehe dazu Andrea Lermer, Avinoam Shalem (Hrsg.): After one hundred years. The 1910 exhibition "Meisterwerke muhammedanischer Kunst" reconsidered. Brill, Leiden 2010, ISBN 978-90-04-19001-6; Eva-Maria Troelenberg: Eine Ausstellung wird besichtigt. Die Münchner "Ausstellung von Meisterwerken muhammedanischer Kunst" 1910 in kultur- und wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive. Lang, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-631-60515-8.
  15. Sammlung F. u. M. Sarre. Katalog der Ausstellung im Städelschen Kunstinstitut. Frankfurt 1932.
  16. Friedrich Sarre: Erzeugnisse islamischer Kunst. Bd. 1: Metall. Hiersemann, Berlin 1906. Bei dem 1909 publizierten Band 2: Seldschukische Kleinkunst handelt es sich nicht mehr um einen Katalog der Sammlung Sarre, sondern dort wurden Stücke aus zahlreichen anderen Museen aufgenommen.
  17. Pläne und Ansichten in der Kunstbibliothek Berlin.
  18. Jörg Limberg: Friedrich Sarre. Wohnen und Leben in der Villenkolonie Neubabelsberg. In: Julia Gonnella, Jens Kröger (Hrsg.): Wie die islamische Kunst nach Berlin kam. Der Sammler und Museumsdirektor Friedrich Sarre (1865–1945). Berlin 2015, S. 61–77.
  19. Dazu Harry Nehls: „Gottes ist der Orient!“ Vergessene Kunstwerke aus der Sammlung des Berliner Orientalisten Friedrich Sarre. In: Museumsjournal. Bd. 9, Nr. 4, 1995, S. 6–9; Harry Nehls: Palmyra in der Gelehrtenvilla. Ein wiederentdecktes Grabrelief aus der Sammlung F. Sarre. In: Antike Welt. Bd. 26, Nr. 4, 1995, S. 271–272.
  20. Malte Fuhrmann: Friedrich Sarre, der zeitgenössische ‚Orient‘ und der Erste Weltkrieg. In: Julia Gonnella, Jens Kröger (Hrsg.): Wie die islamische Kunst nach Berlin kam. Der Sammler und Museumsdirektor Friedrich Sarre (1865–1945). Berlin 2015, S. 57–58.
  21. Zum Leben und den Gästen in der Villa Sarre siehe Hans Sarre: Von Babelsberg bis Freiburg. Erinnerungen. Bd. 1, Freiburg 1985, S. 31–94.
  22. Nach den Erinnerungen von Otto von Dungern: Unter Kaiser und Kanzlern. Erinnerungen. Veste Verlag, Coburg 1953, S. 67.
  23. Jens Kröger: Friedrich Sarre. Kunsthistoriker, Sammler und Connaisseur. In: Julia Gonnella, Jens Kröger (Hrsg.): Wie die islamische Kunst nach Berlin kam. Der Sammler und Museumsdirektor Friedrich Sarre (1865–1945). Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst und Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-496-01544-4; ISBN 978-3-88609-769-2, S. 39–40.
  24. Jens Kröger: Friedrich Sarre. Kunsthistoriker, Sammler und Connaisseur. In: Julia Gonnella, Jens Kröger (Hrsg.): Wie die islamische Kunst nach Berlin kam. Der Sammler und Museumsdirektor Friedrich Sarre (1865–1945). Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst und Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-496-01544-4; ISBN 978-3-88609-769-2, S. 40.
  25. Ansichten der sanierten Villa.
  26. Ehrenpromovenden der TH/TU Dresden. Technische Universität Dresden, abgerufen am 30. Januar 2015. Dem Erforscher iranischer und islamitischer Kunst, dem Ausgräber von Samarra.