Karlshof (Neulewin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Karlshof
Gemeindeteil Neulewin
Koordinaten: 52° 44′ 50″ N, 14° 15′ 42″ O
Höhe: 5 m
Einwohner: 47 (2005)
Postleitzahl: 16259

Karlshof ist ein Gemeindeteil der amtsangehörigen Gemeinde Neulewin im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg). Die Gemeinde Neulewin wird vom Amt Barnim-Oderbruch verwaltet.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt direkt nördlich der Alten Oder, zwei Kilometer nördlich von Neulewin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedhof Karlshof.

Karlshof lag im 18. Jahrhundert auf dem Gebiet des Dorfes Güstebiese. Es gehörte zur Johanniterkomturei Grüneberg (Neumark). Im Jahre 1756 entstand dann das Vorwerk Carlshof. 1799 gehörten zum Gut zehn Wohnhäuser für Familien. 1837 wurde ein Betsaal in der Schule eingerichtet. Davor wurde 1838 ein Glockenstuhl aufgestellt, dieser wurde 1972 wegen Baufälligkeit abgetragen. Im Jahre 2003 wurde für die Glocke aus dem Jahre 1837 ein neuer Glockenstuhl errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gutshaus in zwei Wohnhäuser umgewandelt, dabei wurde der mittlere Teil abgerissen. 1952 wurde ein LPG Typ I gegründet.

Zum 1. Januar 1974 wurde Karlshof in die der Gemeinde Neulietzegöricke eingemeindet, aber am 1. April 1991 wieder ausgegliedert. Am 3. Oktober 1991 wurde Karlshof nach Neulewin eingemeindet.[1] Zum 26. Oktober 2003 wurde schließlich auch Neulietzegöricke nach Neulewin eingemeindet.

1 km nördlich von Karlshof liegt ein, bis 1990 von der Interflug betriebener, ehemaliger Agrarflugplatz.

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reste der Grabstätte der Familie Johannes auf dem Friedhof von Karlshof.

Im Ort sind zwei Gebäude denkmalgeschützt.[2]

  • Transformationsstation: Das Transformationshaus wurde im Jahre 1929 errichtet, in diesem Jahr wurde der Ort elektrifiziert. Es ist ein turmähnlicher Bau mit quadratischem Grundriss und einem Satteldach. Die Transformationsstation liegt nördlich des Dorfes an der Straße nach Neulietzegöricke.
  • Grabstätte der Familie Johannes auf dem Friedhof: Der Friedhof liegt nordöstlich des Ortes. Die Grabstätte besteht aus acht Grabmalen. Diese entstanden von Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Jahr 1860. Die Grabmale erinnern an Angehörige der Gutsverwalter beziehungsweise der Gutsbesitzer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ilona Rohowski, Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1: Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Neulewin, Dörfer im Niederoderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2006, ISBN 3-88462-230-7, S. 310–311.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beitrag zur Statistik Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005 19.6 Landkreis Märkisch-Oderland PDF
  2. Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum: Denkmalliste des Landes Brandenburg: Landkreis Märkisch-Oderland (PDF; 1365 kB)