Güstebieser Loose

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Güstebieser Loose
Gemeinde Neulewin
Koordinaten: 52° 39′ 24″ N, 14° 14′ 30″ O
Einwohner: 75 (2005)
Postleitzahl: 16259
Vorwahl: 033452

Güstebieser Loose ist ein Ortsteil der amtsangehörigen Gemeinde Neulewin im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg).[1] Neulewin wird vom Amt Barnim-Oderbruch mit Sitz in Wriezen verwaltet.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Güstebieser Loose sind mehrere Gehöfte im Oderbruch, an der Alten Oder und dem Hauptstrom der Oder. Vor dem Zweiten Weltkrieg gehörte es zum Ort Güstebiese, dem heutigen Gozdowice in Polen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fähre zwischen Gozdowice (Güstebiese) und Güstebieser Loose.

Güstebiese wurde im Jahre 1337 das erste Mal urkundlich erwähnt. Seit 1466 gehörte es dem Johanniterorden in Grüneberg (Neumark). Im 19. Jahrhundert wuchs der Ort stark. Ab 1815 übernahm eine Fähre den Verkehr zwischen Güstebiese und Güstebiese Loose auf. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem Luftkurort. An der Oder entstand ein Badestrand.

Im Zweiten Weltkrieg war der Ort Teil der Hauptkampflinie an der Oder. Dabei wurden große Teile des Ortes zerstört. Durch die neue Grenze in der Oder wurde der Ort von Güstebiese getrennt und kam zur Gemeinde Neulewin. Anfang der 1950er Jahre wurde im Ort eine LPG gegründet.

Der Ort gehörte bis 1945 als Teil der Gemeinde Güstebiese (heute Gozdowice) zum Landkreis Königsberg Nm. Die westlich der Oder liegenden Fluren wurden als Güstebieser Loose abgetrennt und kamen zum Landkreis Oberbarnim, der im Rahmen der Kreisreform in der DDR 1952 zerschlagen wurde; Güstebieser Loose kam zum Kreis Bad Freienwalde. Mit der Bildung der Ämterverwaltung in Brandenburg 1992 kam Güstebieser Loose zusammen mit 20 anderen Gemeinden zum Amt Wriezen Land, das zum 1. Oktober 1994 in Amt Barnim-Oderbruch umbenannt wurde. Im Zuge der Gemeindereform Brandenburg 2003 wurde Güstebieser Loose zum 26. Oktober 2003 in die Gemeinde Neulewin eingegliedert und ist heute ein Ortsteil von Neulewin.[2]

Besondere Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.
  • Denkmal auf dem Friedhof: Das Denkmal steht für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Es ist ein Granitblock mit einer Höhe von zwei Meter. Auf dem Granitblock befindet sich ein Adler auf einer Kugel. Der Adler hat Schussspuren aus dem Zweiten Weltkrieg.
  • Hofanlage Güstebieser Loose 47: Die Hofanlage wurde vor dem Jahre 1844 angelegt. Sie besteht heute aus einem Wohnhaus, einer Scheune und zwei Ställen. Das Wohnhaus ist ein traufständiges Fachwerkhaus mit Satteldach.
  • Güstebieser Loose 49: Die Hornanlage war mal ein Vierseithof. Das Wohnhaus wurde um 1810/1820 errichtet. Es ist ein traufständiges Fachwerkhaus mit Satteldach.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ilona Rohowski, Ingetraud Senst: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1: Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Niederoderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2006, ISBN 3-88462-230-7, S. 302–303.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptsatzung der Gemeinde Neulewin von 3. Februar 2009 PDF
  2. Fünftes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Uckermark (5.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr. 05, S. 82), geändert durch Gesetz vom 1. Juli 2003 (Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg, I (Gesetze), 2003, Nr.10, S. 187)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Güstebieser Loose – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien