Karottensamenöl

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Karottensamen
Sicherheitshinweise
Name

Karottensamenöl

CAS-Nummer

84929-61-3

GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich 02 – Leicht-/Hochentzündlich 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 226​‐​304​‐​317​‐​411
P: 273​‐​280​‐​302+352​‐​405​‐​501 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Gesundheitsschädlich Umweltgefährlich
Gesundheits-
schädlich
Umwelt-
gefährlich
(Xn) (N)
R- und S-Sätze R: 10​‐​43​‐​51/53​‐​65
S: 24​‐​37​‐​61​‐​62

Das ätherische Karottensamenöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den zerkleinerten Samen der Karotte (Daucus carota) gewonnen. Die gelbe bis hellorange-bräunliche Flüssigkeit ist von waldigem, erdigem Duft. Der Ölgehalt der Pflanzen ist sehr variabel von 0,15–7,15 %. Die Inhaltsstoffe sind 18–50 % Carotol, 10–13 % α-Pinen, β-Pinen und bis zu 10 % Geranylacetat; zudem Daucol, Limonen, Geraniol, β-Bisabolen, Caryophyllen, β-Elemen, Eugenol, Asaron.[3]

Die Dichte von Karottensamenöl liegt zwischen 0,900 und 0,945 g·cm−3. Ein Teil Öl ist in zwei Teilen 90 %igem Ethanol löslich.[4]

Benutzt wird es als Geschmackszusatz in Likören und nichtalkoholischen Getränken, Backwaren, Konfekt, Fleisch und Fleischprodukten, Fertiggerichten, Pudding und Gelatine; sowie als Geruchskomponente in Seifen, Detergentien, Lotionen und Parfums. Es ist eine Quelle von beta-Carotin und Vitamin A, und findet Verwendung in der Aromatherapie.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Y. Kumarasamy et al.: The assessment of biological activities associated with the major constituents of the methanol extract of 'wild carrot' (Daucus carota L) seeds. Journal of Herbal Pharmacotherapy. 5/1/2005 S. 61–72.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Datenblatt Karottensamenöl bei Sanabio, abgerufen am 13. Juni 2016.
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  3. a b J. B. Harborne und H. Baxter: Dictionary of Useful Plant Products. Wiley and Sons, 2001. ISBN 0471492264 S. 71.
  4. Horst Surburg und Johannes Panten: Common Fragrance and Flavor Materials. Wiley-VCH, 2006. ISBN 3527607897 S. 191.