Valovis Commercial Bank

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  Valovis Commercial Bank AG
Valovis Commercial Bank Logo
Staat Deutschland
Sitz Neu-Isenburg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 503 307 00[1]
BIC VCBA DEF1 XXX[1]
Gründung 1990
Website vcbank.de
Geschäftsdaten 2009
Bilanzsumme 449.588.931,91[2]
Mitarbeiter 191[3]
Leitung
Vorstand Axel Frein (Vorsitz)[4]

Peter Rosenberger[4]

Aufsichtsrat Robert K. Gogarten (Vorsitz)[5]

Theodor Knepper [5]

Karl-Heinz Pitz [5]

altes Logo bis 2010

Die Valovis Commercial Bank AG (bis 2002 „Optimus Bank für Finanz-Service GmbH“,[6] bis 2010 „KarstadtQuelle Bank“), war eine im Privatkundensektor tätige Bank mit dem Hauptsitz in Neu-Isenburg. Am 16. September 2011 wurde sie rückwirkend zum 1. Januar 2011 auf die Valovis Bank verschmolzen.

Die Bank wurde 1990 von der Karstadt AG bzw. deren damaliger Tochter Hertie gegründet. Im Jahr 1993 erwarb die Berliner Bank einen Anteil von 50 %, den sie nach Pressemitteilungen vom Oktober 1994 an Hertie verkaufte.[7] Zwischenzeitlich war sie eine Tochtergesellschaft (100 %-Beteiligung) der KarstadtQuelle Finanz Service GmbH, die ihrerseits je zur Hälfte Arcandor und der ERGO Versicherungsgruppe gehörte. Am 1. April 2009 wurde sie ein Tochterunternehmen der Valovis Bank[3] (ehem. Karstadt Hypothekenbank AG), die zu 100 % von dem KarstadtQuelle Mitarbeitertrust e. V. gehalten wird.[8]

Die Bank tätigte ihren Vertrieb neben dem Direktgeschäft (via Internet und Telefon) über 9 Filialen, die sich in Karstadt-Warenhäusern befanden. Die Filialen wurden bis Ende des Jahres 2009 sukzessive geschlossen.[9][10]

Sie bot im Wesentlichen Konsumentenkredite und festverzinsliche Sparprodukte an. Die Bank war darüber hinaus ein großer Emittent der Mastercard-Kreditkarte. Per 2010 hatte die Bank circa 900.000 Mastercard-Kreditkarten ausgegeben und war damit der größte Herausgeber in Deutschland.

Am 8. März 2010 hat sich die Bank in „Valovis Commercial Bank AG“ umbenannt.[10] Mit Wirkung zum 1. April wurde Axel Frein als neues Vorstandsmitglied bestellt, er übernahm die Funktionen des zum 30. April ausgeschiedenen Samuel Peter sowie den neugeschaffenen Vorstandsvorsitz.[4][11] Zum 1. Mai 2010 bis zur Verschmelzung war Peter Rosenberger Vorstandsmitglied.[4]

Im Januar 2011 wurde erstmals mitgeteilt, dass die Valovis Commercial Bank auf die Muttergesellschaft Valovis Bank verschmolzen werden soll. Der Verschmelzung wurde auf den Hauptversammlungen am 15. August 2011 zugestimmt. Sie wird mit dem Eintrag in das Handelsregister rückwirkend zum 1. Januar 2011 wirksam.[12] Nachdem die Verschmelzung im Handelsregister der übernehmenden Valovis Bank am 16. September 2011 eingetragen wurde, ist die Löschung der Valovis Commercial Bank am 22. September 2011 erfolgt.

Entwicklung der Bilanzsumme[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Geschäftsbericht 2010 (PDF; 306 kB)
  3. a b http://www.vcbank.de/presse/pressemitteilungen/?newsid=29
  4. a b c d Das Management der Valovis Commercial Bank, abgerufen am 14. Juli 2010
  5. a b c Impressum der Website der Valovis Commercial Bank, abgerufen am 20. Juli 2010
  6. Karstadt und die Telekom schmieden Bündnis gegen Payback, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Januar 2002, Nr. 9, S. 14
  7. Handelsblatt Nr. 198, 13. Oktober 1994, Seite 23
  8. Startseite von Valovis.com, abgerufen am 14. Juli 2010
  9. Waren, Geld und Reisen sind geschützt, Stuttgarter Zeitung vom 9. Juni 2009, abgerufen am 20. Juli 2010
  10. a b Die Kreditkarte ist das sicherste Zahlungsmittel, FAZ vom 22. November 2009, abgerufen am 20. Juli 2010
  11. Wir kommen aus dem Handel, DerHandel vom 8. April 2010, abgerufen am 14. Juli 2010
  12. Gremien beschließen Verschmelzung zur Valovis Bank AG auf vcbank.de vom 16. August 2011; abgerufen am 17. August 2011