Katakis

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Katakis ist ein Computerspiel für den Commodore 64 und den Amiga 500/2000.

Spielmechanik[Bearbeiten]

Es handelt sich um einen 2D-Weltraum-Shooter, in dem sich ein Raumschiff und ein unzerstörbarer Satellit durch zwölf verschiedene Levels kämpfen müssen. Das Raumschiff kann sich auf dem Bildschirm bewegen, während sich der Hintergrund mit den Landschaften von rechts nach links bewegt ('scrollt', siehe Scrolling). Zum Kultklassiker wurde das Spiel auf dem C64, da es das Gerät sowohl programmtechnisch als auch grafisch ausreizte. Charakteristisch für das Spiel waren bildschirmgroße Endgegner, die am Ende eines jeden Levels besiegt werden mussten. Es konnte allein oder durch zwei Spieler gleichzeitig (Raumschiff und Satellit) beziehungsweise abwechselnd im Zwei-Spieler-Modus gespielt werden.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

Das Spiel wurde Manfred Trenz programmiert, der mit Andreas Escher auch die Grafik erstellte. Die Musik wurde von Chris Hülsbeck komponiert.

Die C64-Version 1987 erschien auf einer doppelseitigen 5,25-Zoll-Diskette mit jeweils 170 KB Speicher, die Amiga-Version auf einer 3,5-Zoll-Diskette mit 880 KB. Beide Versionen wurden 1988 von Rainbow Arts veröffentlicht; damaliger Preis: 30 DM. Der Name Katakis stammt aus dem Düsseldorfer Telefonbuch und war ein griechisches Restaurant. Bei der Namensgebung von Turrican wurde ähnlich vorgegangen .[1] Auch enthält Turrican II einen Katakis-Level, in dem der Schriftzug Katakis Lives (Katakis lebt) als Banner vorbeizieht.

Die technische und grafische Ähnlichkeit von Katakis zu Irems Vorzeige-Shooter R-Type führte kurz nach der Veröffentlichung der Commodore-64-Version zu einer legendären Vereinbarung zwischen Rainbow Arts und R-Type-Publisher Activision, die eine gerichtliche Auseinandersetzung vermeiden wollten. Man einigte sich darauf, dass das Programmierteam von Katakis auch die C64-Umsetzung von R-Type erledigte – innerhalb von 6½ Wochen war das Spiel fertig.

Das Spiel wurde im Ausland dann ab 1989 aus rechtlichen Gründen als Denaris vermarktet. Eine Neuauflage im Niedrigpreis-Segment von Rainbow Arts erschien später auch in Deutschland unter diesem neuen Namen.

1992 erschien eine inoffizielle Fortsetzung von Katakis unter dem Namen Enforcer exklusiv für den C64.

Faktor 5 veröffentlichte das Spiel Jahre später als Freeware für die nicht-kommerzielle Verwendung.[2]

Remakes[Bearbeiten]

Für aktuelle PCs existiert ein Freeware-Remake namens Takatis.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Interview mit Manfred Trenz (archiviert)
  2. Classics for Free auf Factor5.de (englisch)
  3. Takatis