Kathedrale von Guadalajara

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Kathedrale von Guadalajara
Choransicht der Kathedrale

Die Kathedrale von Guadalajara oder Kathedrale Mariä Himmelfahrt (spanisch Catedral de Guadalajara oder Catedral de la Asunción de María Santísima) ist eine römisch-katholische Kirche in Guadalajara, Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Jalisco. Die Kathedrale des Erzbistums Guadalajara mit dem Patrozinium Mariä Aufnahme in den Himmel ist der Gottesmutter Maria geweiht und trägt zusätzlich den Titel einer Basilica minor.[1] Sie ist im spanischen Renaissancestil erbaut, die neugotischen Türme wurden später ergänzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Kirche wurde 1541 als einfache Lehmkirche mit einem Strohdach gebaut. Mit der Schaffung des Bistums 1548 wurde diese Kirche zur Kathedrale erhoben. Am 30. Mai 1574 wurde die Kirche durch einen Brand schwer beschädigt. Bereits 1561 hatte König Philipp II. einen Neubau in Auftrag gegeben, für den Bischof Pedro de Ayala im gleichen Fahr den Grundstein legte und der vom Baumeister Martín Casillas begleitet wurde. Aufgrund knapper Kassen schritt er langsam voran, die neue Kathedrale wurde im Februar 1618 fertiggestellt. Im April desselben Jahres wurde das Allerheiligste von der ehemaligen Kirche in die neue Kirche verlegt. Sie wurde jedoch erst am 12. Oktober 1716 geweiht.[2]

1749 wurde durch ein Erdbeben die Fassade schwer beschädigt. 1818 erschütterte ein Erdbeben die Stadt und ließ die Türme und die Kuppel einstürzen. Diese wurden ersetzt, aber ein weiteres Erdbeben zerstörte die Gebäudeteile 1849 wiederum. Die neuen Türme mit einer Höhe von 65 Metern wurden vom Architekten Manuel Gómez Ibarra im neugotisches Stil entworfen. Der Bau dauerte drei Jahre und konnte 1854 fertiggestellt werden. Papst Pius XII. verlieh der Kathedrale 1938 als vierter Mexikos zusätzlich den Titel einer Basilica minor.

Derzeit ist die Kathedrale weiterhin in Gefahr: Sie wurde 1932, 1957, 1979, 1985, 1995 und 2003 durch Erdbeben beschädigt. Zu den aktuellen Bedrohungen gehören eine leichte Neigung des Nordturms und strukturelle Schäden an der Kuppel.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die dreischiffige Kathedrale nimmt eine Fläche von 77,8 × 72,75 Metern ein.[2] Sie ist mit einer Vielzahl von Altären ausgestattet, die unter anderem Mariä Himmelfahrt, der Jungfrau von Guadalupe, der Schmerzhaften Muttergottes und der Madonna von Zapopan (Schutzheilige von Guadalajara) gewidmet sind, weiterhin für die Heiligen Dominikus, Nikolaus von Myra, Thomas von Aquin, Christophorus und dem Johannes von Gott. Der Altar besteht aus Marmor und Silber. Das Buntverglasung wurde aus Deutschland importiert. Eine französische Orgel aus dem späten 19. Jahrhundert wurde über dem Eingangsbereichs installiert und ist eine der größten in Mexiko.[3]

Die Kathedrale beherbergt Reliquien von Innozenz I. sowie die Gräber von drei Kardinälen und mehreren anderen ehemaligen Bischöfen der Diözese und Pater Juan Jesús Posadas Ocampo, der 1993 am internationalen Flughafen Guadalajara ermordet wurde.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kathedrale von Guadalajara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Catedral Basílica de la Asunción de María auf gcatholic.org
  2. a b La Catedral auf guadalajara.net
  3. Rundgang Guadalajara

Koordinaten: 20° 40′ 37,1″ N, 103° 20′ 49,2″ W