Kawanishi H8K

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Kawanishi H8K
Kawanishi H8K
Typ: Flugboot
Entwurfsland:

Japanisches KaiserreichJapanisches Kaiserreich Japan

Hersteller:

Kawanishi Kōkūki

Erstflug: 1941
Indienststellung: 1942
Stückzahl: 167

Die Kawanishi H8K (alliierte Codebezeichnung Emily) war das modernste und leistungsstärkste Fernaufklärungsflugboot, welches Japan im Zweiten Weltkrieg zur Verfügung stand. Es war das weltweit leistungsfähigste Flugzeug dieses Typs im Zweiten Weltkrieg.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Flugzeug wurde auf Veranlassung von Konteradmiral Yamamoto Isoroku entwickelt.[1] Im Gegensatz zu anderen japanischen Seeflugzeugen übertraf dieser Typ alle britischer und amerikanischer Flugzeuge (zum Beispiel Sunderland und Coronado) vor allem durch beachtliche Leistungsreserven und die hohe Nutzlastkapazität (die Startmasse betrug das Doppelte der Leermasse). Ihr Einsatz litt jedoch unter dem empfindlichen Mangel an qualifizierten Marinefliegern, da sie wegen ihrer Größe und ihrer hohen Tragflächenbelastung von 200 kg/m² nur von hervorragenden Piloten geflogen werden konnte.

Gebaut wurde eine Serie von 167 Maschinen, in der Konstruktion orientierte man sich am britischen Short-Empire-Vorbild. Das Flugzeug war ein freitragender Schulterdecker mit Normalleitwerk in Ganzmetallbauweise. Es hatte ein Rumpfboot und starre Stützschwimmer mit je einer Stufe. Angetrieben wurde die H8K durch vier Motoren Mitsubishi Kasei 12 (je 1805 PS) oder Kasei 22 (je 1825 PS). Der für Fernflüge mitgeführte Kraftstoffvorrat von bis zu 12.650 kg befand sich in Rumpf und Flügeln in selbstabdichtenden Tanks.

Infolge der zunehmenden amerikanischen Luftüberlegenheit wurde die Bewaffnung ständig verstärkt. Sie bestand 1944 aus fünf 20-mm-Maschinenkanonen und vier bis sechs Maschinengewehren (Bugstand, Rückenstand, zwei Schwalbennester und Heckstand). Die H8K konnte 2000 kg Abwurfmunition als Außenlast unter den Tragflächen mitführen.

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kawanishi H8K1
  • H8K1: Bezeichnung für die ersten drei Prototypen und die ersten 14 Serienmaschinen, alle mit MK4A-Motoren; spätere Serienmaschinen hatten MK4B-Motoren mit der gleichen Leistung
  • H8K1-L: neue Bezeichnung für den ersten Prototyp nach dem Umbau zum Transporter mit stärkeren MK4Q-Motoren
  • H8K2: wichtigstes Serienmodell mit MK4Q-Motoren, verstärkter Bewaffnung, voll geschützten Treibstofftanks und ASV Radar; von diesem Typ wurden 112 Stück unter der Bezeichnung Marinetyp 2 Flugboot Modell 12 produziert
  • H8K2-L: aus der H8K1-L abgeleiteter Serientransporter für 29–64 Passagiere und reduzierter Bewaffnung; als Marinetyp 2 Transporterflugboot Seiku (Klarer Himmel) Modell 32 36 mal in Serie gebaut
  • H8K3: Bezeichnung für zwei Prototypen mit einziehbaren Flügelspitzen-Stützschwimmern und einziehbarem Maschinengewehr-Stand auf dem Rücken, nicht in Serie gegeben
  • H8K4: neue Bezeichnung für die H8K3-Prototypen nach dem Einbau von Mitsubishi-MK4T-B-Kasei-25b-Motoren (1361 kW, 1825 PS), nicht in Serie gebaut

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dreiseitenriss der H8K3
Kenngröße Kawanishi H8K2 (Marinetyp 2 Flugboot Modell 12)
Hersteller Kawanishi Kōkūki
Baujahre 1941–1945
Besatzung 9
Länge 28,20 m
Spannweite 37,80 m
Höhe 9,14 m
Flügelfläche 161 m²
Leermasse 15.440 kg
Startmasse normal 30.870 kg
maximal 32.000 kg
Antrieb vier Mitsubishi Kasei 12, je 1.805 PS (1.328 kW) oder
vier Kasei 22, je 1.825 PS (1.342 kW)
Höchstgeschwindigkeit 472 km/h in 5000 m Höhe
Reisegeschwindigkeit 300 km/h in 5000 m Höhe
Steiggeschwindigkeit 300 m/min
Aktionsradius 2200 km
Flugdauer 16 h bei 300 km/h
Dienstgipfelhöhe normal 6800 m
maximal 8500 m
Reichweite normal 4800 km
maximal 7000 km

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kawanishi H8K – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Edwin P. Hoyt: Yamamoto. The man who planned Pearl Harbor. McGraw-Hill, New York u. a. 1990. S. 87.