Kernen (Berg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Kernen
Kernenturm.jpg
Höhe 512,7 m ü. NHN
Lage Rems-Murr-Kreis, Baden-Württemberg (Deutschland)
Gebirge Schurwald
Koordinaten 48° 46′ 58″ N, 9° 18′ 40″ OKoordinaten: 48° 46′ 58″ N, 9° 18′ 40″ O
Kernen (Berg) (Baden-Württemberg)
Gestein Unterer Jura
Besonderheiten Kernenturm (AT)
f6

Der Kernen ist mit 512,7 m ü. NHN[1] nach der Hinteren Schur (514,7 m ü. NHN) der zweithöchste Berg des Schurwalds in Baden-Württemberg, Deutschland und zugleich der höchste Punkt der Stadt Fellbach.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der waldreiche Kernen befindet sich im Südwesten des Rems-Murr-Kreises im äußersten Westen des Schurwaldes. Er erhebt sich etwa 2,5 km südsüdwestlich von Rommelshausen (zu Kernen im Remstal), knapp 2,5 km westsüdwestlich von Stetten (zu Kernen im Remstal), rund 4,5 km nördlich von Esslingen, zirka 2,5 km ostnordöstlich vom Stuttgarter Stadtteil Uhlbach und etwa 3,5 km südöstlich von Fellbach (jeweils Luftlinie). Auf seine Kuppe führen mehrere Wanderwege.

Südsüdöstlich befindet sich in knapp 1 km Entfernung der Katzenkopf.

Kernenturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Kernen steht der Kernenturm, der 1896 vom Schwäbischen Albverein erbaut wurde. Von dort kann die Aussicht unter anderem in den Stuttgarter Talkessel, zur Schwäbischen Alb und übers Remstal auf die Berglen hinüber genossen werden.

Name und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die alte Bezeichnung des Kernen war „Beiburg“. Auch heute noch tragen die Gewanne auf der Nord- und Südseite diese Bezeichnung. Der Begriff Kernen dürfte von einem östlich liegenden Flurstück „Gernhalde“ abgeleitet sein (wie ein Gern = Speer zulaufend).

Einer Sage zufolge könnte der Name Kernen allerdings auch von einer List kommen. Demnach wurden Feinde der Beiburg abgehalten, indem ein „Stümpchen Kernen“ (gegerbter Dinkel) an Vieh verfüttert wurde. Dieses Vieh wurde geschlachtet und dessen Eingeweide den Feinden über die Mauer geworfen, um zu zeigen, dass eine baldige Übergabe nicht zu erwarten sei.[2]

Zahlreiche archäologische Funde am Kernen bis zurück in die Bronzezeit und keltische Hügelgräber zeigen, dass der Berg seit alter Zeit für die Anwohner von Bedeutung war.

Die im Rahmen der Gemeindereform 1975 aus der Zusammenlegung der beiden Gemeinden Stetten im Remstal und Rommelshausen entstandene Gemeinde Stetten-Rommelshausen wurde kurze Zeit später mithilfe eines Namenswettbewerbs nach dem in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Berg in Kernen (im Remstal) umbenannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ortsbuch von Rommelshausen, Walter-Verlag Ludwigsburg, 1973

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Klaus Graf: Sagen rund um Stuttgart. Die Deutsche Bibliothek - CIP-Einheitsaufnahme Auflage. G.Braun Buchverlag, Karlsruhe 1995, ISBN 3-7650-8145-0, S. 84.