Gebück

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Umzäunung aus lebendem Gehölz nach Johann Georg Krünitz: Oeconomische Encyclopädie. Band 16, Berlin 1787 (Figur 856)
Neuanlage eines Knicks nach Nicolaus Oest: Oeconomisch-practische Anweisung der Einfriedigung der Ländereien. Flensburg 1767

Ein Gebück (landschaftlich auch: Knick, Geknick, Hag, Gehag) ist ein Annäherungshindernis in Form einer undurchdringlichen Hecke. Diese wird erzeugt, indem junge Bäume gepflanzt werden, deren Stämme nach unten gebogen (gebückt) oder geknickt und miteinander verflochten werden. Meistens wurde ein Gebück durch Wälle und Gräben begleitet, um seine Schutzwirkung zu verstärken.

Gebücke waren bereits in der Antike und in vielen Kulturen bekannt. Gebückartige Befestigungen sind von den Hyrkaniern und den Menapiern überliefert, später bei den Sarazenen und den alten Preußen. Auch bei der schlesischen Grenzbefestigung Preseka handelte es sich vermutlich um ein Gebück. Im Spätmittelalter wurden die Landwehren als Gebück angelegt. Auch das Vorfeld einer Burg wurde oft so gesichert.

Die Gebücke bestanden im heute deutschsprachigen Raum hauptsächlich aus Hainbuchen. Wurden Gebücke nicht mehr gepflegt, so wuchsen die jungen Triebe der Bäume ungehindert in die Senkrechte. Dennoch sind z. B. vom Rheingauer Gebück noch heute vereinzelte Bäume anhand ihres Alters und ihres vom früheren Bücken geprägten Wachstums als ehemaliger Teil der Anlage erkennbar.

Ausgewachsene ehemalige Gebückbuchen in der Nähe der Mapper Schanze

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]