Khaled Khalifa

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Khaled Khalifa (arabisch خالد خليفة, DMG Ḫālid Ḫalīfa; geboren 1964 in Aleppo) ist ein syrischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Khaled Khalifa studierte Jura an der Universität Aleppo. Er war Mitgründer und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Alif, einem kritischen Forum für experimentelles Schreiben, und war Mitglied des Literarischen Forums an der Universität Aleppo. Im Jahr 2007 war er Gast des International Writing Program in Iowa City.

Khalifa schreibt Romane und außerdem für den Lebensunterhalt Drehbücher für Kinofilme und Fernsehserien, die von syrischen Regisseuren realisiert wurden.

Sein dritter Roman Madih al-karahiya kam 2008 auf die Shortlist des International Prize for Arabic Fiction. Ebenso 2014 der Roman La sakakin fi matabikh hadhihi al-madina, mit dem er außerdem die „Naguib Mahfouz Medal for Literature“ gewann. Auch seine Drehbücher wurden ausgezeichnet.

Khalifa geriet mehrfach mit der Zensur der Assad-Diktatur in Konflikt, der Roman Madih al-karahiya wurde 2006 bei Erscheinen sofort verboten, seine Bücher erscheinen daher zusätzlich auch in libanesischen Verlagen. Er lebt in Damaskus.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Haris al-khadi’a. Beirut : Dar Alif, 1993
  • Dafatir al-qurbat. Damaskus : Dar Ward, 2000
  • Madih al-karahiya. Damaskus : Amisa, 2006 (Ü: Zum Lobe des Hasses)
  • La sakakin fi matabikh hadhihi al-madina. Beirut : Dar Al-Adab, 2013 (Ü: Keine Messer in den Küchen dieser Stadt)
  • al-Maut ‘amal šaqq. 2016
  • Der Tod ist ein mühseliges Geschäft. Übersetzung Hartmut Fähndrich. Rowohlt, Reinbek 2018, ISBN 978-3-498-04702-3, Neuauflage als Taschenbuch 2019, ISBN 978-3-499-27433-6

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Angela Schader: Was von Syrien übrig blieb. Rezension, in: NZZ, 12. Mai 2018, S. 21
  • Angela Schader: Syriens ungeliebte Söhne. Reportage, in: NZZ, 31. Juli 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]