Internationales Literaturfestival Berlin

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Das Internationale Literaturfestival Berlin (Eigenschreibweise: internationales literaturfestival berlin oder kurz ilb) ist ein alljährlich im September in Berlin stattfindendes Literaturfestival. Es wurde 2001 von dem Ingenieur und Kulturmanager Ulrich Schreiber gegründet, der bis heute Festivaldirektor ist.[1] Träger des Festivals ist die Peter-Weiss-Stiftung. Das 16. Festival fand vom 7. bis 17. September 2016 statt. Vom 06. bis 16. September 2017 wird das 17. ilb stattfinden.

Das Festival[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorplatz des Hauses der Berliner Festspiele im September 2011 während des 11. internationalen literaturfestivals berlin

Schwerpunkt des Festivals sind die zeitgenössischen Entwicklungen von Prosa und Lyrik aus aller Welt, die sich in den Festival-Sparten Literaturen der Welt, Erinnerung, sprich, Specials und Internationale Kinder- und Jugendliteratur wiederfinden. Die Sektion Specials wiederum unterteilt sich neben anderen thematisch gesetzten Schwerpunkten in die New German Voices, den internationalen Jungautoren-Wettbewerb Scritture Giovani und den Graphic Novel Day. Darüber hinaus gibt es die Sachbuchreihe Reflections und seit 2016 die Wissenschaftsreihe Science and the Humanities.

Auf allen Veranstaltungen des internationalen literaturfestivals berlin werden die Texte von den Autoren in deren Muttersprache vorgetragen, gefolgt von einer Lesung der deutschen Übersetzung, die von Schauspielern dargeboten wird. Moderatoren und Dolmetscher ermöglichen eine Diskussion zwischen Autor, Moderator und eventuell Publikum.

Das internationale literaturfestival berlin ist eine Veranstaltung der Peter-Weiss-Stiftung für Kunst und Politik. Festivalzentrum ist seit 2005 das Haus der Berliner Festspiele in Berlin-Wilmersdorf. Daneben finden Veranstaltungen an unterschiedlichen Spielorten in ganz Berlin statt.

Liste aller bisherigen Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Pressestimmen der letzten Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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2016

„Die Vielfalt des literarischen Lebens in Berlin ist schon im Normalfall der permanente Ausnahmezustand. Aber die elf Tage, an denen das 16. Internationale Literaturfestival Berlin nun wieder das Haus der Berliner Festspiele und weitere Bühnen bespielt, ist gegenüber dem Wahnsinn der Routine noch eine Steigerung.“ 08.09.2016, Jenny Lohendahl, Ticket Berlin


2013

„Die Hauptstadt braucht ein literarisches Event, das ihrer gefühlten Größe entspricht. Und genau dieses Event hat Ulrich Schreiber vor dreizehn Jahren erfunden.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, Andreas Kilb


„Es ist nicht leicht, zu sagen, was den 13. Jahrgang des Internationalen Literaturfestivals Berlin zu einem guten, ja vielleicht gar exzellenten Jahrgang macht. Alles war wie immer, es gab die Stars und die Unbekannten, die Poetry Nights und die Themenreihen – und doch schien es, als sei das Festival an einem gemeinsamen Anspruch gereift, angefangen bei Jakob Mattners Bühnenbild zu den Lesungen: stille Mondlandschaften im Hintergrund oder luftige Lichtgebilde, die so schön waren, dass man die Augen schliessen musste, um sich auf die Lesungen zu konzentrieren.“ NZZ, Sieglinde Geisel: Die Vervielfältigung des Ich


2011

„Wer dieses Jahr nicht in Urlaub gefahren ist, kann dies nun nachholen: Das Internationale Literaturfestival bietet eine literarische Weltreise an, die in geschichtsträchtige Metropolen wie auch in verschlafene Ortschaften führt (…).“ Der Tagesspiegel: Papiertür zum Paradies, 13. September 2011, Elke Brüns


2010

„Es scheint […] einerseits folgerichtig, dass das Berliner Literaturfestival schon seit zehn Jahren aus Projektmitteln des Hauptstadtkulturfonds finanziert wird. Andererseits ist dieses Subventionsmodell natürlich eine Absurdität. Das Literaturfestival ist kein Projekt mehr, es ist eine nationale Institution, und als solche gehört es in den Etat des Kulturstaatsministers.“ 23.09.2010, Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung: Mein Berlin, dein Berlin


2009

„Das ilb hat sich als ein Hauptevent der Hauptstadt etabliert. 293 Veranstaltungen mit 220 Autoren aus 52 Ländern! Auch im neunten Jahr ist das Festival unter anderem deshalb so sympathisch, weil Schreiber diese Zahlen vorträgt, als könne er sie selbst nicht fassen.“ 11.09.2009, Natascha Freundel, die tageszeitung: Demokratie und Nichtverstehen


2005

„Der Taumel des Überflusses ist das, was ein Festival vom kontinuierlichen, nährenden Literaturhausbetrieb unterscheidet, und so schwankt man als Festivalbesucher zwischen Verlockung und Frustration, denn ob man den großen Namen folgt (Kenzaburo Oe, William Gass, Friederike Mayröcker, oder Jungstars wie Jonathan Safran Foer) oder ob man sich auf die Pirsch nach Unbekanntem macht - man wird auf jeden Fall mehr verpassen, als man sich anhören kann.“ 17.09.2005, Sieglinde Geisel, NZZ: Ecstasy für Schriftsteller. Das Internationale Literaturfestival Berlin

„Dieses Festival ist das Werk eines kühnen ‚Spontis‘, Ulrich Schreiber, der Himmel und Erde in Bewegung setzte, um die notwenigen Grundlagen dieses ambitiösen Projektes zu legen. Soeben hat er einige Anthologien (in Originalsprache sowie deutscher Übersetzung) der Texte publiziert, welche von den Autoren während des letzten Festivals gelesen wurden - ein herausragendes Zeugnis der besten gegenwärtigen Literatur quer durch die verschiedenen Sprachen hindurch.“ 23.10.2005, Mario Vargas Llosa El País: Cabaret en Berlín (Kabarett in Berlin)


2003

„Ulrich Schreiber ist der vielleicht einzige Architekt der Welt, den beim Anblick von baulichem Verfall keine Abriss- und Wiederaufbaupläne umtreiben, sondern der ganz im Gegenteil die Ruine als einen Ort höchster Erbaulichkeit schätzt - nämlich als Schauplatz des Internationalen Literaturfestivals Berlin, eines der grössten seiner Art, dessen Leiter er ist und dessen dritte Ausgabe sich erneut mit grossen Namen schmücken konnte.“ 22.09.2003, NZZ


2002

„Der amerikanische Dichter Eliot Weinberger sprach anlässlich des großen Erfolges beim Publikum und der glänzenden Organisation davon, Berlin sei auf dem Wege, das führende Literaturfestival der Welt zu werden.“ 18.09.2002, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Das internationale literaturfestival ist nun zu einer Instanz geworden, die aus Berlin kaum mehr wegzudenken ist.“ 23.09.2002, Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Zeitung


2001

„Und es war ein anderes Publikum als sonst bei literarischen Veranstaltungen: jünger, studentischer und nicht in erster Linie pflichtbewusst [...] Zu einem Ereignis wurde die Lesung von Antonio Tabucchi. [...] Péter Esterházy wurde ebenfalls gefeiert wie ein Star.“ 27.06.2001, Helmut Böttiger, Tagesspiegel

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Berliner Anthologie: Die Autorinnen und Autoren des Programms „Literaturen der Welt“ wählen insgesamt neunundneunzig Gedichte aus. Alle Gedichte sind in Originalsprache und in deutscher Übertragung zu lesen.
  • Der Katalog: Biografien der jeweils teilnehmenden Literaten in deutscher und englischer Sprache, Bibliographien und Photos runden die Autorenporträts ab.
  • Scritture Giovani: Jedes Jahr bringt das ilb die eigens für das Projekt Scritture Giovani geschriebenen Kurzgeschichten zu einem besonderen Thema in den fünf Sprachen der Länder heraus, die an dem Projekt beteiligt sind: Englisch, Italienisch, Norwegisch, Deutsch und der Sprache eines weiteren Gastautors.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jörg Lau: „Schreibers kühnste Pläne.“ In: Die Zeit, Nr. 40/2002.
  • Deutschlandradio Kultur "ein kleines globales Village" [3] In: Deutschlandradio Kultur Website 9. September 2009