Kiebitze (Unterfamilie)

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Kiebitze
Kiebitz (Vanellus vanellus)

Kiebitz (Vanellus vanellus)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie: Regenpfeifer (Charadriidae)
Unterfamilie: Kiebitze
Wissenschaftlicher Name
Vanellinae
Linnaeus, 1758
Maskenkiebitz (Vanellus miles)
Spornkiebitz (Vanellus spinosus)

Die Kiebitze sind eine Unterfamilie der Regenpfeifer (Charadriidae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen (Charadriiformes).

Erscheinungsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertreter dieser Unterfamilie sind große und recht auffällige Watvögel. Viele Arten haben Federhauben wie beispielsweise der auch in Mitteleuropa brütende Kiebitz, manche haben bunte Gesichtsanhänge wie beispielsweise der Maskenkiebitz.

Typisch für Kiebitzes sind schwarze Handschwingen. Bei vielen Arten zieht sich eine breite, weiße Binde diagonal über den Flügel. Bis auf den Weißschwanzkiebitz sind auch die Schwänze bei den Vertretern dieser Unterfamilie auffallend schwarz-weiß gefärbt. Viele Arten haben außerdem gerundete und breite Flügel.

Verbreitung und Artenanzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiebitze kommen mit Ausnahme von Nordamerika und den Pazifischen Inseln fast weltweit vor. Insgesamt werden 24 Arten beschrieben. In der westlichen Paläarktis brüten sechs Arten. In Mitteleuropa brütet nur eine Art, nämlich der Kiebitz. Eine weitere Art, der Spornkiebitz ist gelegentlich in Südosteuropa zu beobachten. Er ist jedoch ein typischer und häufiger Vogel der Fauna Vorderasiens.

Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiebitze halten sich bevorzugt in offenem Gelände auf. Sie leben häufig am Rande von Seen, Flüssen und Sumpfgebieten. Sie sind allerdings auch auf Kulturland wie beispielsweise Wiesen und Äckern zu finden. Gelegentlich kann man sie in großen Schwärmen beobachten.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unterfamilie umfasst fünf Gattungen und ca. 27 Arten.