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Kienruß

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Herstellung von Kienruß um 1900

Der Kienruß war in früherer Zeit ein Mittel zum Schwärzen.

Der Kienruß diente als schwarzes Farbmittel für Buch-, Stein- und Kupferdruckfarben,[1] mit Schweineschmalz vermischt als Schuhwichse und als Farbzusatz bei Leinfarben. Deutsche Kienrußbrenner lieferten ihr Produkt teilweise bis nach Großbritannien und die Niederlande (siehe auch den Abschnitt über die Geschichte Crawinkels im Thüringer Wald).

Als Vorprodukt verarbeiteten die Teerschweler in Meilern harzreiche Nadelhölzer in Form von Kienspänen. Das Holz wurde unter schwacher Luftzufuhr schwelend verbrannt und der Rauch in die kegelartige Rußkammer geleitet, wo sich der Ruß an den Wänden aus Metall, Leinen oder Wollstoff absetzte. Das verkohlte Holz wurde als Holzkohle verkauft. Er besteht hauptsächlich aus Kohlenstoff sowie einer nicht geringen Menge an schwer zersetzbaren Kohlenwasserstoffen.[2]

Einzelnachweise

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  1. Allgemeines Handels-Lexicon oder Encyclopädie der gesammten Handelswissenschaften Herausgeg. von einem Verein prakt. Kaufleute. E. Schäfer, 1857, S. 716 (Textarchiv – Internet Archive).
  2. Eduard Assmuss: Die trockene Destillation des Holzes und Verarbeitung der durch dieselbe erhaltenen Rohproducte auf feinere, wie auf Essigsäure, essigsaure Salze, Terpentinöl, Wagenschmiere, Kienruss etc. Ein Handbuch für Techniker, Chemiker und Fabrikanten. Springer, Berlin / Heidelberg 1867, S. 124 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).