Kilsyth

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kilsyth (Begriffsklärung) aufgeführt.
Kilsyth
Gebäude in der Innenstadt
Gebäude in der Innenstadt
Koordinaten 55° 59′ N, 4° 3′ W55.977777777778-4.0583333333333Koordinaten: 55° 59′ N, 4° 3′ W
Kilsyth (Schottland)
Kilsyth
Kilsyth
Bevölkerung 9816 (Zensus 2001)[1]
Verwaltung
Post town GLASGOW
Postleitzahlen­abschnitt G65
Vorwahl 01236
Landesteil Scotland
Unitary authority North Lanarkshire
Britisches Parlament Cumbernauld, Kilsyth and Kirkintilloch East
Schottisches Parlament Cumbernauld and Kilsyth

Kilsyth (gälisch: Cill Saidhe[2]) ist eine Stadt in der schottischen Unitary Authority North Lanarkshire.[3]

Geographie[Bearbeiten]

Bei Kilsyth handelt es sich um die nördlichste Stadt von North Lanarkshire. Sie liegt im Central Belt etwa jeweils 18 km nordöstlich von Glasgow, südwestlich von Stirling und westlich von Falkirk. Kilsyth ist Hauptort des gleichnamigen Parishs, der Grenzen mit drei umliegenden Unitary Authoritys besitzt, Stirling, Falkirk und East Dunbartonshire. Im Norden wird das Stadtgebiet von der Hügelkette Kilsyth Hills und im Süden durch den Fluss Kelvin begrenzt. Der nordöstlich entspringende Bach Garrel Burn durchfließt Kilsyth und mündet in den Kelvin.[3][4]

Geschichte[Bearbeiten]

Anhand archäologischer Untersuchungen wurde gezeigt, dass die Gegend von Kilsyth bereits in der Steinzeit besiedelt war.[5] Östlich der heutigen Stadt befand sich die aus dem 16. oder frühen 17. Jahrhundert stammende Burg Colzium Castle, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts zerstört wurde.[6] 1620 erhielt Kilsyth die Rechte eines Burghs.[7] Am 15. August 1645 wurde Kilsyth Schauplatz der Schlacht von Kilsyth, in der 3500 royalistische Soldaten um den Marquess von Montrose rund 8000 Covenanters deutlich besiegten. Heute befindet sich das Herrenhaus Colzium House auf den Ländereien des ehemaligen Colzium Castle.[3][4]

Das moderne Kilsyth nimmt seinen Ursprung im Jahre 1665 und wurde in den 1670er Jahren von James Livingstone, 2. Viscount Kilsyth entwickelt. Auf Grund der Nähe zu den florierenden Städten Glasgow und Stirling, erlangte Kilsyth als Zwischenstation für den Warenhandel eine gewisse Bedeutung. Später profitierte die Stadt von der Nähe zu den textilverarbeitenden Betrieben in Glasgow und war ab 1845 selbst Standort eines Textilunternehmens. Außerdem wurde, wie an vielen umliegenden Orten, auch in Kilsyth in der Vergangenheit Kohle abgebaut. Zwischen 1923 und 1967 gehörte Kilsyth zu den wenigen britischen Städten, in denen der Alkoholverkauf untersagt war.[3][4]

Verkehr[Bearbeiten]

Kilsyth ist an der A803 gelegen, die von der M9 bei Linlithgow über Falkirk nach Glasgow führt. Die M80 ist fünf Kilometer südlich bei Cumbernauld zugänglich. Kilsyth besitzt keinen eigenen Bahnhof. Jedoch wurde mit der Einrichtung der Edinburgh and Glasgow Railway ein Bahnhof im drei Kilometer südlich gelegenen Croy eröffnet[4], der heute noch auf der Croy Line und der Glasgow to Edinburgh via Falkirk Line bedient wird. Direkt südlich von Kilsyth verläuft mit dem Forth and Clyde Canal eine für den Warenverkehr historisch bedeutende Wasserstraße. Mit den Flughäfen von Glasgow und Edinburgh sind zwei internationale Flughäfen im Umkreis von 45 km vorhanden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zensus 2001
  2. Verzeichnis gälischer Ausdrücke
  3. a b c d Eintrag im Gazetteer for Scotland
  4. a b c d Kilsyth in: F. H. Groome (Hrsg.): Ordnance Gazetteer of Scotland: A Survey of Scottish Topography, Statistical, Biographical and Historical, Grange Publishing Works, Edinburgh, 1882–1885.
  5. E. P. Dennison, G. Ewart, D. Gallagher: Historic Kilsyth: Archaeology and Development, Council for British Archaeology, 2007. ISBN 1-902-77157-5
  6. Informationen der Royal Society on the Ancient and Historical Monuments of Scotland
  7. Informationen der Royal Society on the Ancient and Historical Monuments of Scotland

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]