Kinderhandel

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Unter Kinderhandel versteht man laut ODCCP (Office for Drug Control and Crime Prevention) die Anwerbung, den Transport, die Übersendung, die Unterbringung oder die Entgegennahme von minderjährigen Personen zum Zwecke ihrer Ausbeutung und zwar mittels Drohung oder Anwendung von Gewalt oder anderer Formen von Zwang, durch Entführung, Betrug, Täuschung, den Missbrauch von Macht oder einer Position der Verwundbarkeit oder durch das Geben oder Empfangen von Geld oder Begünstigungen, um so die Zustimmung einer Person zu erwirken, die die Kontrolle über eine andere innehat.

Der Handel mit Kindern dient u. a. zum Zwecke:

Der Kinderhandel ist aufgrund des internationalen Abkommens zur Unterdrückung des Frauen- und Kinderhandels vom 30. September 1921 eine unter Strafe zu stellende Tat.

Rechtslage in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland ist Kinderhandel nach § 236 StGB strafbar in Form des Verkaufs und Kaufs von Kindern unter 18 Jahren und der unbefugten Vermittlung der Adoption oder dauernden Aufnahme einer Person unter 18 Jahren gegen Entgelt oder in Bereicherungsabsicht, auch wenn keine weitergehenden Ziele verfolgt werden.

Des Weiteren ist die Ausbeutung von Kindern aufgrund vieler verschiedener Rechtsgrundlagen strafbar. (Sexueller Missbrauch von Kindern, Kinderpornographie, Menschenhandel etc.)

Das Haager Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption wurde in Deutschland am 22. November 2001 ratifiziert und trat zum 1. März 2002 in Kraft.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]