Kirishima (Vulkan)

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Kirishima
Südseite der Vulkangruppe von Maruoka, Yokogawa, Kirishima aus

Südseite der Vulkangruppe von Maruoka, Yokogawa, Kirishima aus

Höchster Gipfel Karakuni-dake (1700 m)
Lage Präfekturen Kagoshima und Miyazaki, Japan
Kirishima (Japan)
Kirishima
Koordinaten 31° 56′ N, 130° 52′ OKoordinaten: 31° 56′ N, 130° 52′ O
Typ Vulkangruppe
Alter des Gesteins 300.000 Jahre
Fläche 20×30 km²
Nordseite der Vulkangruppe von Ebino aus

Nordseite der Vulkangruppe von Ebino aus

p1

Kirishima (jap. 霧島山, -yama) ist eine Gruppe von mehr als 20 Vulkanen in den Präfekturen Kagoshima und Miyazaki auf Kyūshū in Japan. Den höchsten Gipfel weist dabei der 1.700 Meter hohe Karakuni-dake auf.

Die Kirishima-Berge sind neben der Insel Yaku Teil des Kirishima-Yaku-Nationalparks.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing

Die Gruppe besteht aus diversen Schichtvulkanen, pyroklastischen Kegeln, Maaren und darunterliegenden Schildvulkanen.

Das Grundgebirge der Gruppe sind die paläogene Shimanto-Supergruppe und die pleistozänen Kakutō-Vulkanfelsen. Als Kirishima-Vulkane gelten dabei alle Vulkane, die jünger sind als das 280.000±130.000 bis 310.000±120.000 Jahre alte Kakutō-Ignimbrit (加久藤火砕流, Kakutō kasairyū).[1] Zu den ältesten Vulkanen gehören:[2]

Darauf folgt als nächste Schicht das 22.000 Jahre alte Ito-Ignimbrit (入戸火砕流, Ito kasairyū) und als Vulkane:[2]

Die jüngsten Vulkane und Maare nach der 6.300 Jahre alten Akahoya-Ascheschicht (アカホヤ火山灰, Akahoya kazanbai) sind:[2]

Vulkanismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 742 sind mehr als 50 Ausbrüche verzeichnet worden.[1]

Die aktivsten Vulkane dabei sind der

  • Ohachi mit Ausbrüchen 788 (mit Lavaflüssen, pyroklastischen Strömen und pyroklastischen Fallablagerungen), 1235, 1566, 1706, 1895 (mit Schlacke und pyroklastischen Fallablagerungen), 1896 (ein Toter), 1900 (zwei Tote) und 1923 (ein Toter) sowie der
  • Shinmoe-dake mit Ausbrüchen 1637, 1716 bis 1717 (mit pyroklastischen Strömen, Schlammfluten und pyroklastischen Fallablagerungen bei den 60 Menschen umkamen), 1771 bis 1772 (mit Schlacke, Ascheregen, pyroklastischen Strömen und Schlammfluten), 1959 (phreatische Explosion), 1991, 2008 und 2011.[3][4][5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ryusuke Imura: Eruptive History of the Kirishima Volcano During the Past 22,000 Years. In: Geographical Reports of Tokyo Metropolitan University. Nr. 27, 1992, S. 71–89 (hdl:10748/3644).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kirishima-Berge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Imura: Eruptive History of the Kirishima Volcano During the Past 22,000 Years. S. 75
  2. a b c Imura: Eruptive History of the Kirishima Volcano During the Past 22,000 Years. S. 74
  3. 鹿児島県地域防災計画火山災害対策編 第2部霧島山. Präfektur Kagoshima, S. 2-1-8, abgerufen am 2. September 2016 (PDF, 2 MB, japanisch).
  4. 宮崎県地域防災計画(霧島山火山災害対策計画). Präfektur Miyazaki, S. 14, abgerufen am 2. September 2016 (PDF, 3 MB, japanisch).
  5. Eruption of Shinmoe-dake (a stratovolcano of the Kirishima volcano group), Japan, 2011. In: 地震・火山の科学をもっと身近に!. Outreach and Public Relations Office, Universität Tokio, 27. Januar 2011, abgerufen am 2. September 2016 (englisch).