Klaus Bieberstein

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Klaus Bieberstein (* 15. Oktober 1955[1] in Landshut) ist ein deutscher römisch-katholischer Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bieberstein studierte von 1976 bis 1983 römisch-katholische Theologie an der Universität Tübingen sowie im Theologischen Studienjahr Jerusalem. 1991/92 wurde er an der Universität Tübingen mit einer Arbeit zu den Landnahmeerzählungen des Josuabuches promoviert. 1998/99 habilitierte er sich an der Universität Freiburg (Schweiz) mit einer Studie zur Entstehung der Eschatologie in der alttestamentlichen Literatur.

Seit 2000 ist er Professor für Alttestamentliche Wissenschaften am Institut für Katholische Theologie der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Universität Bamberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in Schöpfungserzählungen, in Diskursgeschichten zur Theodizee und in der Eschatologie in der alttestamentlichen Literatur sowie in der Geschichte Jerusalems. 2017 veröffentlichte er eine innovative Geschichte Jerusalems, die aufgrund neuer archäologischer Befunde in Auseinandersetzung mit alternativen Entwürfen von Ernst Axel Knauf, David Ussishkin und Israel Finkelstein ein neues Gesamtbild der Geschichte der Stadt entwirft.

Er ist Unterzeichner des Memorandums „Kirche 2011: Ein notwendiger Aufbruch“ und verheiratet mit der katholischen Theologin Sabine Bieberstein.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://alpenverein-bamberg.de/wp-content/uploads/2020/10/Seil-4-2020_inet.pdf

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Hanswulf Bloedhorn: Jerusalem. Grundzüge der Baugeschichte vom Chalkolithikum bis zur Frühzeit der osmanischen Herrschaft (= Tübinger Atlas des Vorderen Orients. Beiheft B 100). 3 Bände. Wiesbaden 1994.
  • JosuaJordanJericho. Archäologie, Geschichte und Theologie der Landnahmeerzählungen Josua 1–6 (= Orbis Biblicus et Orientalis. Bd. 14). Freiburg im Üechtland/Göttingen 1995.
  • Die Pforte der Gehenna. Die Entstehung der eschatologischen Erinnerungslandschaft Jerusalems. In: Bernd Janowski, Beate Ego (Hrsg.): Das biblische Weltbild und seine altorientalischen Kontexte (= Forschungen zum Alten Testament. Bd. 32). Tübingen 2001, S. 503–539.
  • Jenseits der Todesschwelle. Die Entstehung der Auferstehungshoffnungen in der alttestamentlich-frühjüdischen Literatur. In: Angelika Berlejung, Bernd Janowski: Tod und Jenseits im alten Israel und seiner Umwelt. Theologische, religionsgeschichtliche, archäologische und ikonographische Aspekte (= Forschungen zum Alten Testament. Bd. 64). Tübingen 2009, S. 423–446.
  • Dem Leiden einen Sinn geben. Krankheitsdeutungen und Theodizeeversuche in der alttestamentlichen Literatur. In: Günter Thomas, Isolde Karle (Hrsg.): Krankheitsdeutung in der postsäkularen Gesellschaft. Theologische Ansätze im interdisziplinären Gespräch. Stuttgart 2009, S. 127–138.
  • „Eine ‚Abbildung‘ des an sich Unräumlichen im Raume“. Mythischer Raum und mythische Zeit im Symbolsystem Jerusalems. In: Communio. Bd. 41, 2012, S. 521–534.
  • Sargon und Mose im Binsenkörbchen. Geschichten schreiben und lesen. In: Konstantin Lindner, Andrea Kabus, Ralph Bergold, Harald Schwillus (Hrsg.): Erinnern und Erzählen. Theologische, geistes-, human- und kulturwissenschaftliche Perspektiven (= Bamberger Theologisches Forum. Bd. 14). Münster 2013, S. 125–136.
  • A Brief History of Jerusalem. From the Earliest Settlement to the Destruction of the City in AD 70 (= Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins. Bd. 47). Wiesbaden 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]