Klaus Keil

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Klaus Keil (* 15. November 1934 in Hamburg[1]) ist ein deutsch-US-amerikanischer Mineraloge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keil studierte ab 1953 Mineralogie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, wo er sich mit den Grundlagen zur Meteoritenkunde beschäftigte. Er flüchtete kurz vor der Errichtung der Berliner Mauer aus der DDR und beendete seine Dissertation am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz.

Danach zog er in die Vereinigten Staaten, wo er an der University of California in San Diego arbeitete. Sein Forschungsschwerpunkt war die Elektronenstrahlmikroanalyse von Festkörpern. Zwischen 1963 und 1968 leitete er die Abteilung Kosmochemie der NASA, danach nahm er die Professur für Geologie an der University of New Mexico in Albuquerque an. Seit 1990 ist er Professor für Geologie und Geophysik an der University of Hawaiʻi at Mānoa.

1988 wurde er mit der Leonard Medal ausgezeichnet und 1993 wurde der Asteroid (5054) Keil[2] nach ihm benannt. Auch das Mineral Keilit trägt seinen Namen.[3] Seit 1996 ist er korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.[1] Am 4. Dezember 2002 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Friedrich-Schiller-Universität Jena.[4] 2006 wurde er von der National Academy of Sciences mit der J. Lawrence Smith Medal ausgezeichnet.[5] 2014 erhielt er die Abraham-Gottlob-Werner-Medaille.

Keil ist der Vater des ehemaligen Tennisprofis Mark Keil.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Klaus Keil, Prof. Dr. rer. nat., Website der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 20. März 2013.
  2. Nasa (englisch)
  3. webmineral.com (englisch)
  4. uni-jena.de (Memento des Originals vom 4. Februar 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uni-jena.de
  5. National Academy of Sciences (englisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]