Klaus Peter Rauen

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Klaus Peter Rauen (* 16. April 1935 in Düsseldorf; † 8. Mai 2018 in Bonn[1][2]) war ein deutscher Politiker (CDU).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rauen studierte Rechtswissenschaften und wurde 1963 an der Universität zu Köln mit einer Arbeit über das Auskunftsrecht des Aktionärs im italienischen Recht zum Dr. iur. promoviert. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen folgte eine anwaltliche und richterliche Tätigkeit beim Landgericht Bonn. 1965 wechselte Rauen in den kommunalen Dienst und wirkte in verschiedenen Führungsaufgaben, u. a. von 1973 bis 1986 als Schul- und Jugenddezernent und anschließend bis 1991 als Stadtdirektor in Bonn.[3] Er war von 1991 bis 2000 Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale); seine Nachfolge trat Ingrid Häußler an. Sein Rückzug aus der Politik war erzwungen, da Sachsen-Anhalt seinen Oberbürgermeistern das Ausscheiden mit 65 vorschreibt.[4] Seit seiner Pensionierung im Jahr 2000 war Rauen in Halle wieder als Anwalt tätig.[5]

Rauen setzte sich während seiner Amtszeit u. a. für die Sanierung des Altstadtkerns von Halle, die Neugestaltung des heutigen Stadtteils Heide-Süd und nach seiner Amtszeit gegen die Schließung des Waggonbau Ammendorf ein. Er übernahm den Vorsitz im Kuratorium 1200 Jahre Halle e.V. für das Stadtjubiläum 2006.[6]

Grabstätte Rauen (Juni 2018)

Rauen war Vorstandsrat des Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Er war seit 1955 Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Alania Bonn, später auch der K.D.St.V. Rheno-Saxonia (Köthen) zu Halle, alle im CV.

Die Gründung der „Stiftung Volkssolidarität Halle“ wurde von ihm mit auf den Weg gebracht. Nach Beschluss der Mitgliederversammlung vom 16. Oktober 2012 erlangte sie Rechtswirksamkeit zum 1. Januar 2013.[7]

Rauen starb in der Nacht zum 9. Mai nach langer schwerer Krankheit.[1] Er wurde am 22. Mai auf dem Kölner Friedhof Melaten (Flur 32 Nr. 190/192) im Grab seiner verstorbenen Frau Barbara Angelika geb. Ernst (1965–2003) beigesetzt.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Peter Rauen: Halle im Wandel : Reden von 1991 – 2000. mdv Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale), 2001, ISBN 978-3-89812-106-4

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Dirk Skrzypczak: Nach langer schwerer Krankheit: Halles Ex-OB Klaus Rauen gestorben. In: Mitteldeutsche Zeitung. 9. Mai 2018, abgerufen am 9. Mai 2018.
  2. a b Traueranzeige vom 16. Mai 2018. In: General-Anzeiger Bonn. Abgerufen am 23. Mai 2018.
  3. Dr. Klaus Rauen. Flöther & Wissing Rechtsanwälte, archiviert vom Original am 10. November 2010; abgerufen am 17. Oktober 2013.
    Die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn (Hrsg.), Friedrich Busmann: Vom Parlaments- und Regierungsviertel zum Bundesviertel. Eine Bonner Entwicklungsmaßnahme 1974–2004. Bonn, Juni 2004, S. 144.
  4. Harald Biskup: „Die Arbeit sprang einen ja überall nur so an“. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 2. Mai 2004, abgerufen am 10. Mai 2018.
  5. a b Klaus-Peter Rauen. In: Who’s Who. Abgerufen am 10. Mai 2018.
  6. Dr. Klaus Peter Rauen wird 70 Jahre. In: Amtsblatt der Stadt Halle 7/13. 6. April 2005, abgerufen am 10. Mai 2018 (pdf, 2,5 MB).
  7. Wolfgang Kubak: Gemeinnützige „Stiftung Volkssolidarität Halle“ gegründet. MZ-Bürgerreporter, 19. Januar 2013, abgerufen am 10. Mai 2018.