Klaus Wagner (Mathematiker)

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Klaus Wagner (rechts) und Frank Harary in Oberwolfach, 1972

Klaus Wagner (* 31. März 1910 in Köln-Klettenberg; † 6. Februar 2000) war ein deutscher Mathematiker. Er gilt als Pionier der deutschen Graphentheorie.

Leben[Bearbeiten]

Klaus Wagner war der jüngste von vier Söhnen des Buchhalters und Prokuristen Christian Wagner. Er besuchte das Realgymnasium in Köln-Lindenthal mit dem Abitur 1930 und studierte dann in Köln Mathematik, Physik, Chemie und Meteorologie. Wagner wurde 1934 bei Karl Dörge an der Universität zu Köln mit der Arbeit Über zwei Sätze der Topologie: Jordanscher Kurvensatz und Vierfarbenproblem promoviert. Als Post-Doktorand war er noch bei Kurt Reidemeister in Marburg. Danach arbeitete er als Meteorologe auf den Flughäfen Köln und Berlin und arbeitete auch im Zweiten Weltkrieg als Meteorologe. Nachdem Krieg kehrte er zur Mathematik zurück, da die Besatzungsmächte die Meteorologen auf den Flughäfen stellten, und habilitierte sich 1949 in Köln. 1956 wurde Wissenschaftlicher Rat und Professor an der Universität zu Köln, 1970 erhielt er einen Ruf an die Universität-Gesamthochschule Duisburg, woraufhin ihn die Universität zu Köln 1971 zum Honorarprofessor ernannte. 1978 wurde er emeritiert.

Nach ihm wurde die Wagnersche Vermutung benannt, welche 2004 von Neil Robertson und Paul Seymour bewiesen wurde und auch als Satz von Robertson-Seymour bekannt ist.

1997 wurde er Ehrendoktor an der Universität Duisburg.

Er wohnte in Köln-Rath im von den Eltern geerbten Haus und war passionierter Hobbygärtner. Er war seit 1950 verheiratet mit Hanna Wagner und hatte einen Sohn und eine Tochter.

Schriften[Bearbeiten]

  • Graphentheorie. Bibliographisches Institut Hochschultaschenbücher, Mannheim 1970, ISBN 3-411-00248-4.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rainer Bodendiek, Bruno Bosbach: Klaus Wagner (1910-2000), Results in Mathematics, Band 41, 2002, S. 3-17, Erste Seite Online

Weblinks[Bearbeiten]