Knopfkräuter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Knopfkräuter
Behaartes Knopfkraut (Galinsoga quadriradiata)

Behaartes Knopfkraut (Galinsoga quadriradiata)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Millerieae
Gattung: Knopfkräuter
Wissenschaftlicher Name
Galinsoga
Ruiz & Pav.
Illustration des Kleinblütigen Knopfkrautes (Galinsoga parviflora)
Kleinblütiges Knopfkraut (Galinsoga parviflora)

Die Knopfkräuter (Galinsoga), umgangssprachlich auch Franzosenkräuter genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der wissenschaftliche Gattungsname erinnert an Ignacio Mariano Martinez de Galinsoga (1766–1797), Leibarzt des spanischen Hofes und Gründer des Botanischen Gartens von Madrid.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Galinsoga-Arten handelt es sich um oft nur kleine, einjährige krautige Pflanzen, die je nach Art Wuchshöhen zwischen 2 und 62 cm erreichen. Die gegenständig am Stängel verteilt angeordneten Laubblätter sind gestielt und einfach. Die Blattränder sind glatt bis gesägt. Blattoberflächen sind unterschiedlich intensiv behaart.

Die in der Regel kleinen körbchenförmigen Blütenstände stehen in verzweigten Gesamtblütenständen zusammen. Die sechs bis neun, selten bis zu 16 Hüllblätter stehen in meist zwei, selten drei Reihen. Der Blütenstandsboden ist kegelförmig. Die Spreublätter bleiben erhalten oder sind schnell vergänglich. Die Blütenkörbe enthalten meist fünf, manchmal drei bis acht, selten keine bis 15 Zungenblüten und meist fünf bis 50 selten bis zu 150 Röhrenblüten. Die weiblichen, fertilen Zungenblüten sind relativ kurz und weiß bis rosa- oder purpurfarben mit Zungen die mit bis zu drei Kronlappen enden. Die gelben Röhrenblüten sind zwittrig und fertil. Die Staubbeutel sind gelb.

Der Pappus der Achänen ist klein und besteht aus fünf bis zwanzig weißen oder grauen Schuppen und ist kaum zu erkennen oder fehlt.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Galinsoga sind tropische und subtropische Gebiete der Neuen Welt (Neotropis). Einige Arten sind aber vom Menschen über die ganze Welt verschleppt worden (Neophyten).

Die Gattung Galinsoga gehört heute zur Tribus Millerieae in der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die Erstveröffentlichung der Gattung Galinsoga erfolgte 1794 durch Hipólito Ruiz López & José Antonio Pavón y Jiménez in Florae peruvianae et chilensis prodromus ..., 110, plate 24. Synonyme für Galinsoga Ruiz & Pav. sind Adventina Raf. und Stemmatella Wedd. ex Benth. [1]

Je nach Auffassung gibt es 10 bis mehr als 33 Galinsoga-Arten. Zwei sehr ähnliche Arten kommen weltweit und auch in Mitteleuropa als Neophyten vor, sie sind oft auch bei Gärtnern unbeliebte „Unkräuter“:

  • Behaartes Knopfkraut, Bewimpertes Knopfkraut oder Zottiges Franzosenkraut (Galinsoga quadriradiata Ruiz & Pavón, Syn.: Adventina ciliata Raf., Galinsoga ciliata (Raf.) S.F.Blake) [1]
  • Kleinblütiges Knopfkraut oder Kleinblütiges Franzosenkraut (Galinsoga parviflora Cav.)[2]

Weitere Arten der Gattung sind nach Canne (1977):

Seither wurden neu beschrieben:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Knopfkräuter (Galinsoga) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Judith M. Canne: A revision of the genus Galinsoga (Compositae: Heliantheae). In: Rhodora, vol. 79, p. 319–389, 1977.
  • Judith M. Canne-Hilliker: Galinsoga in der Flora of North America, Volume 21, S. 180: Online.
  • Eintrag bei GRIN.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Galinsoga im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  2. Hansgeorg Molitor Der Erbfeind im Garten. Historische Anmerkungen zum Franzosenkraut (Galinsoga parviflora) in Offene Gefüge, Herausgeber Fritz Nies und Henning Krauß, Gunter Narr Verlag (1994), S. 347-356