Kohlebahn Meuselwitz–Haselbach–Regis-Breitingen

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Meuselwitz–Haselbach–Regis-Breitingen
Strecke der Kohlebahn Meuselwitz–Haselbach–Regis-Breitingen
Streckenlänge:14,017 km
Spurweite:900 mm (Schmalspur)
Kopfbahnhof – Streckenanfang
14,0 Meuselwitz Kulturbahnhof
   
ehem. Braunkohlewerk Phönix
   
Industrieanschluss
   
Grubenanschlussbahn
   
Bahnstrecke Gaschwitz–Meuselwitz
Haltepunkt, Haltestelle
10,7 Schnaudertal
Haltepunkt, Haltestelle
8,2 Wintersdorf
   
Grubenanschlussbahn
   
geplante Strecke
   
Kammerforst geplant
   
Grubenanschlussbahn
Bahnhof, Station
1,4 Haselbach
   
ehem. Fabrik
   
zur Brikettfabrik Haselbach
   
Landesgrenze Thüringen / Sachsen
   
0,0 Regis-Breitingen
   
zur Grube Ramsdorf
   
Anschluss Brikettfabrik Regis-Breitingen

Die Kohlebahn Meuselwitz–Haselbach–Regis-Breitingen war eine schmalspurige Grubenbahn in Thüringen und Sachsen, die heute als Museumsbahn verkehrt. Ihre Spurweite beträgt 900 Millimeter. Im Volksmund wird sie „Kammerforstbahn“ genannt, da sie einen Wald namens „Kammerforst“ durchquert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Norden des Altenburger Landes war jahrhundertelang vom Braunkohlebergbau geprägt. Nach Inbetriebnahme der Kohlebahn im Juni 1942 konnte die gewonnene Braunkohle per Zug von den untereinander im Schienennetz verbundenen Tagebauen Waltersdorf und später Gröba zu den Brikettfabriken nach Regis-Breitingen und Haselbach befördert werden.[1]

In den 1960er Jahren wurden die Grubenbahnen durch den vermehrten Abbau von Braunkohle immer wichtiger. Die meisten, unter anderem die Kohlebahn von Meuselwitz nach Regis-Breitingen, wurden elektrifiziert und die Strecken mit modernster Technik ausgestattet.

Nach der politischen Wende in der DDR verloren die Grubenbahnen schlagartig an Bedeutung. Viele Grubenbahnen wurden stillgelegt und zurückgebaut. Allerdings setzten sich zahlreiche Bürger für den Erhalt der Strecke ein und bewahrten sie so vor dem Rückbau. 1996 wurde der „Verein Kohlebahn e.V.“ gegründet. Nachdem die Strecke von Bewuchs gereinigt und die Oberleitung abgebaut worden war, konnte sie wieder befahren werden.

Heute gibt es auf der Strecke einen Museumsbetrieb durch den „Verein Kohlebahn e.V.“. Die Fahrten finden mehrmals im Monat statt; besonders an Feiertagen ist das Angebot hoch. Die Züge beginnen in Meuselwitz und fahren bis Regis-Breitingen, um schließlich nach Meuselwitz zurückzukehren.

Streckenbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke verbindet das thüringische Meuselwitz mit dem sächsischen Regis-Breitingen und durchquert dabei den Kammerforst. Die Strecke endet kurz hinter der sächsischen Grenze zu Thüringen. Die ehemalige Kohlebahn beginnt im heutigen Kulturbahnhof Meuselwitz. Anschließend werden die Haltepunkte Schnaudertal südlich von Schnauderhainichen und Wintersdorf passiert. Bevor die Strecke die Landesgrenze überquert, wird noch der Bahnhof Haselbach erreicht. Schließlich endet die frühere Kohlebahn im Haltepunkt Regis-Breitingen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jürgen Fleck: Nummer 301 lebt! Geschichte(n) an der Kohlenbahntrasse. Historisches über Tagebaue und Tiefbaugruben der Braunkohleindustrie an der Kammerforst- und Schnaudertalbahn. 2014, S. 41.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kohlebahn Meuselwitz–Regis-Breitingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eisenbahnnostalgie - Kohlebahn Haselbach. Abgerufen am 6. Januar 2010